Rundreise von Dertour: Fahrtstrecke zumutbar oder zu stressig?

  • Hallo!


    Wir planen im Juli unsere erste Islandreise. Ein gutes Angebot ist meiner Meinung nach eine 11tägige Reise von Dertour. Flug und Auto muss man extra buchen. Ein gutes Geländeauto (Defender) etc hab ich schon gefunden.


    Mich würde interessieren ob ihr diese Reise als zu stressig für die Zeit empfindet:


    Ich denke, dass Tag 6 zu stressig ist. Würden dafür an Tag 5 von Myvatn zum Askja und zurück fahren. an Tag 6 auf der Ringstraße nach Egilsstadir. Was denkt ihr?


    Danke fürs lesen
    LG, Barbara


    Reiseverlauf zusammengefasst:


    1. Tag: Reykjavik: Anreise und übernachtung


    2. Tag: Reykjavik - Golden Circle - Laugarvatn
    Richtung Laugarvatn. Nationalpark Thingvellir, Geysir, Gullfoss. Übernachtung in der Umgebung von Laugarvatn.


    3. Tag: Laugarvatn - Skagafjördur
    Kjölur-Route, Übernachtung in der Umgebung von Skagafjördur. Ca. 270 km/ca. 5-6 Std. (Frühstück)


    4. Tag: Skagafjördur - Akureyri - Myvatn
    2 Nächte in der Umgebung von Myvatn. Ca. 280 km/ca. 4 Std. (Frühstück)


    5. Tag: Ausflug Dettifoss und Husavik
    Wir empfehlen für den heutigen Tag eine Umrundung der Halbinsel Tjörnes. Ca. 210 km/ca. 4,5 Std. (Frühstück)


    6. Tag: Myvatn - Askja - Egilsstadir
    Vom Myvatn-See führt der Weg über das östliche Hochland mit interessanten Off-Road Schotterpisten, geht es zum Einsturzkrater des Zentralvulkans Askja. Durch eine mondähnliche Landschaft fahren Sie weiter zu Ihrer Unterkunft im Umkreis von Egilsstadir. Ca. 250 km/ca. 9 Std. (via Askja)


    7. Tag: Egilsstadir - Höfn
    Ostfjorde, Rand des Gletschers Vatnajökull, Übernachtung im Raum Höfn. Ca. 260 km/ca. 4 Std.


    8. Tag: Höfn - Kirkjubæjarklaustur
    Nationalpark Skaftafell, Wasserfall Svartifoss, weiter nach Kirkjubæjarklaustur. Ca. 210 km/ca. 3,5 Std.


    9. Tag: Kirkjubæjarklaustur - Hella
    Fahrt über die Straße F208 nach Landmannalaugar. Rückfahrt in den Süden und Übernachtung im Umkreis von Hella. Ca. 170 km/ca. 4,5 Std.


    10. Tag: Hella - Reykjavik
    Halbinsel Reykjanes. Ca. 260 km/ca. 4 Std.


    11. Tag: Reykjavik: Rückreise

  • Es ist machbar, aber ihr habt kaum Zeit Ruhe zu finden und die Landschaft zu genießen. Wir waren bisher erst 3 Tage in Island und vom 25.07. -12.08.14 haben wir nun eine Tour mit 17 Übernachtungen gebucht, aber nur mit acht Übernachtungsstellen. In finde 17 Tage schon ziemlich knapp und wir verzichten so auf die Westfjorde. Wir haben im wesentlichen Edda-Hotels gebucht. Dies war sehr unkompliziert. Einfach E-Mail mit den Übernachtungswünschen hinschicken. Dann bekommst du ein Angebot. Für individuelle Buchungen ist es aber Zeit. Wir haben die Unterkünfte bereits im Oktober gebucht und auch den SUV.

  • hi! leider geht sich zeitlich und preislich nicht viel mehr aus. aber muss ja nicht der letzte island urlaub sein.


    ich denke wir lassen dettifoss aus und nehmen uns zeit etwas zu wandern und eventuell in die myvatn nature baths zu gehen. die halbinsel rekjanes am vorletzten tag werden wir wohl auch eher auslassen und alles gemütlich ausklingen lassen. aber das wird dann eh spontan entschieden.


    lg



  • 1. Tag: Reykjavik: Anreise und übernachtung


    2. Tag: Reykjavik - Golden Circle - Laugarvatn
    Richtung Laugarvatn. Nationalpark Thingvellir, Geysir, Gullfoss. Übernachtung in der Umgebung von Laugarvatn.


    Problemlos, aber lasst den schönen Öxarárfoss nicht aus. Fahrt die 362 rein, da findet ihr einen Parkplatz in der Nähe und die Wege dort sind auch recht schön. Nicht nur von oben am Info-Center runter gucken. Und wenn ihr schon in der Gegend seid, schaut euch den Bischofssitz Skálholt noch an. Den erreicht ihr von der #31 Richtung Laugarás. Den Geysir/Gullfoss ggf. für den nächsten Tag früh am Morgen aufheben oder noch spät am Abend hinfahren. Sonst ist da viel zuviel los. Und ihr kommt am 3. Tag sowieso wieder da dran vorbei.



    3. Tag: Laugarvatn - Skagafjördur
    Kjölur-Route, Übernachtung in der Umgebung von Skagafjördur. Ca. 270 km/ca. 5-6 Std. (Frühstück)


    Die Kjölur kann man wahrscheinlich in 6 Stunden gut schaffen, aber dann habt ihr auch nicht viel drum herum gesehen. Meine Empfehlung, früh losfahren und Geysir oder zumindest den Gullfoss (ersten Abzweig rechts runter auf den Parkplatz, dann zum Wasserfall runter laufen, anschließend weiter auf der #35 und auch nochmal oben auf den Parkplatz und von dort einen Blick runter auf den Gullfoss werfen) auf diesem Weg mitnehmen. Dann die #35 weiterfahren, wird dann irgendwann zur Schotterpiste. Wenn die Waschbretter zu sehr rappeln - schneller fahren versuchen, i.d.R. hört das Rappeln dann auf.
    Wenn ihr schon die #35 fahrt, dann solltet ihr vielleicht auch mal einen Abstecher Richtung Langjökull-Ausläufer machen, also z.B. mal die F335 Richtung Sandvatn/Hagavatn/Hagafell (Furten) oder die F336 Richtung Skálpanes (keine Furten) fahren. Auf jeden Fall solltet ihr aber die F347 am Gygjarfoss nehmen (keine Furt mehr) und einen Abstecher nach Kerlingarfjöll machen. An den Hütten vorbei, den Berg hinzu kommt ihr auch mit dem Auto in eine sehr sehenswerte Gegend (Rhyolith-Berge, Täler/Schluchten, Geothermalfelder).
    Dann zurück auf die 35 und weiter bis Hveravellir. Ebenfalls ein Geothermalgebiet, bunte Sinterfelder und ein großer Hotpot (durch die Hütte direkt am Geothermalgebiet). Dann weiter, bis kurz vor den Porisvatn. Da kommt links ein Sendemast an einem Aussichtspunkt, da gibt es einen schönen Überblick. Der Rest ist wenig spektakulär. Der Blöndulón vielleicht noch. Nehmt wenn ihr von der #35 runter auf die #1 kommt, kurz vor Varmahlid noch die schöne Holzkirche Vidmyri mit.




    4. Tag: Skagafjördur - Akureyri - Myvatn
    2 Nächte in der Umgebung von Myvatn. Ca. 280 km/ca. 4 Std. (Frühstück)


    Ich würde nach Akureyri auf jeden Fall über Hofsós, Sigufjördur, den Tunnel, Ólafsfjördur und Dalvik (ggf. von hier aus Walbeobachtungstour) fahren.



    5. Tag: Ausflug Dettifoss und Husavik
    Wir empfehlen für den heutigen Tag eine Umrundung der Halbinsel Tjörnes. Ca. 210 km/ca. 4,5 Std. (Frühstück)


    Falls noch nicht geschehen, in Husavik eine Walbeobachtungsfahrt (c.a 3 Std.) mitmachen. Möglichst früh, dann bleibt danach
    auf dem Weg zum Dettifoss noch Zeit über die 861 in die Asbyrgi-Schlucht hinein zu fahren. Wenn ganz viel Zeit übrig ist, die #864 zum Dettifoss (Ostseite) nehmen und die #862 dann wieder zurück (Westseite) nach Norden. Dafür muss man aber runter bis zur #1, den Jökulsa á Fjöllum kann man dazwischen nicht queren. Und am Dettifoss den Selfoss (liegt direkt dran) nicht vergessen. Und der Hafragilsfoss ist von der Ostseite auch sehr gut einsehbar.



    6. Tag: Myvatn - Askja - Egilsstadir
    Vom Myvatn-See führt der Weg über das östliche Hochland mit interessanten Off-Road Schotterpisten, geht es zum Einsturzkrater des Zentralvulkans Askja. Durch eine mondähnliche Landschaft fahren Sie weiter zu Ihrer Unterkunft im Umkreis von Egilsstadir. Ca. 250 km/ca. 9 Std. (via Askja)


    Wir haben Askja am 12./13. Juli 2013 noch nicht erreichen können. Die Piste war noch gesperrt. Aber vielleicht seid ihr ja später da oder 2014 ist die Piste eher geöffnet. Ansonsten ist das schon eine ganz nette Runde. Habt ihr da bereits eine genauere Streckenplanung? 9 Stunden halte ich da für recht optimistisch. Selbst wenn ihr nur fahrt.



    7. Tag: Egilsstadir - Höfn
    Ostfjorde, Rand des Gletschers Vatnajökull, Übernachtung im Raum Höfn. Ca. 260 km/ca. 4 Std.


    Vielleicht noch den Hengifoss und Litlanesfoss am Südwest-Ende des Lagarfljót noch mitnehmen.
    Vor Höfn direkt hinter dem Tunnel auf der #1 links Richtung Stokksnes. Am Abend bei gutem Wetter eine traumhafte Stimmung dort. Und ein nachgebautes Wikingerdorf.



    8. Tag: Höfn - Kirkjubæjarklaustur
    Nationalpark Skaftafell, Wasserfall Svartifoss, weiter nach Kirkjubæjarklaustur. Ca. 210 km/ca. 3,5 Std.


    Und natürlich unterwegs ein paar Stunden für Jökulsárlón (und ggf. Fjallsárlón/Breidárlón) einkalkulieren. Evtl. auch Fahrt durchs Eis.



    9. Tag: Kirkjubæjarklaustur - Hella
    Fahrt über die Straße F208 nach Landmannalaugar. Rückfahrt in den Süden und Übernachtung im Umkreis von Hella. Ca. 170 km/ca. 4,5 Std.


    Kann je nach Wetter und Schmelzwasser auch anspruchsvoll sein. Sind schon ein paar Furten auf der Strecke. Aber eine wunderschöne Landschaft.



    10. Tag: Hella - Reykjavik
    Halbinsel Reykjanes. Ca. 260 km/ca. 4 Std.


    11. Tag: Reykjavik: Rückreise

  • hi, danke für deine vielen tips. einiges davon werde ich mir sicher zu herzen nehmen. möchten uns aber nicht zu viel zumuten.


    darum denke ich, dass wir dettifoss husavik eher auslassen und dafür wandern und in die myvatn nature baths gehen.


    ich hoffe, dass wir die strecke zum aska und weiter nach egilsstadir in der zeit schaffen. mein mann ist ein guter autofahrer, aber das heißt in island nix... ist vom reisekatalog so vorgegeben. eine genaue planung gibts noch nicht, hab noch nix gebucht. würden frühstens am 12.7. die reise starten. kann aber auch august werden. hängt von der arbeit ab.


    danke und lg, barbara


  • Vor Höfn direkt hinter dem Tunnel auf der #1 links Richtung Stokksnes. Am Abend bei gutem Wetter eine traumhafte Stimmung dort. Und ein nachgebautes Wikingerdorf


    Ich war zwar schon mehrfach in Stokksnes, aber das nachgebaute Wikingerdorf kenne ich nicht. Wo ist das denn bitte genau? Gibt es Fotos? Beim suchen nach Fotos oder Infos habe ich nur ein Bild von einem geschnitzten Wikinger gefunden :D



  • Danke. Ich warte


    Nun hat es leider noch etwas gedauert, sorry.


    Ich habe ein passendes Bild in meinem Tumblr-Fotoblog bereitgestellt - der ist sicher auch für die anderen Mitglieder und Erstbesucher interessant. Da kommt immer wieder was dazu.


    Bei der geschnitzten Wikingerfigur bist Du schon ganz richtig. Die steht da auch in der Nähe, neben einem Viking Café, das von dem deutschen Schauspieler Florian Kleine zusammen mit einem Isländer betrieben wird, allerdings war es 2013 wohl nur sporadisch geöffnet und als ich im Juli dort war, war es dicht. Hier noch die Koordinaten: 64°15'20" N 14°59'26" W


    GoIceland

  • Hallo KlausR,


    danke für die Info. Du hast einige schöne und interessante Bilder/Infos auf deiner Tumblir-Seite - da muss ich mal etwas mehr rumstöbern :)
    Ich werde mal die Koordinaten checken, aber ich vermute, man fährt an dem kleinen Campingplatz vorbei, um zum Wikingerdorf zu kommen.

  • Hallo zusammen,


    ich liebäugle ebenfalls mit dieser Tour - habe jedoch einen Heidenrespekt vor dem Furten von Flüssen, da ich so etwas noch niemals gemacht habe. Unschönerweise beinhaltet mein Island-Reiseführer auch mehrere Seiten "Überlebenshinweise" zu diesem Thema und betont, man solle dies nicht auf die leichte Schulter nehmen, da beim Furten von Flüssen jährlich Leute auf Island umkommen.


    Andererseits verkauft Dertour ja diese Tour "an hinz und kunz" und die wissen ja auch nicht, wer das bucht und ob derjenige das alles auch wirklich kann...


    Eine (leicht verängstigte) Frage daher an euch Profis:
    Ist die Kjölur (und ggf auch die Route Myvatn-Askja-Egilsstadir) wie in dem Prospekt angekündigt, mit einem Suzuki Jimny Geländewagen zu schaffen, wenn man die Tour in der ersten August-Woche macht und NULL Erfahrung im überqueren von Flüssen hat?


    LG Rene

  • Die Kjölur hat keine einzige Furt und ist bei gutem Wetter sogar ohne 4x4 zu schaffen. Eigentlich null Herausforderung.


    Askja ist wieder anders. Von allen drei Zufahrten gibt es Furten. Vom Mývatn her jedoch keine gröberen. Der Wasserstand ist in der Regel maximum 40cm. Einfach das Wetter und den Wasserstand beobachten und nichts tun wovor du Angst hast. Gegebenenfalls auf weitere Reisende warten und zusammen rüber fahren.

  • Danke Klaufi!
    Ist es denn richtig, dass man immer zuerst zu Fuß durch den Bach soll, um zu sehen, wie der Boden ist und wie tief das Wasser ist?



  • Das kann man generell nicht so sagen.


    Das kommt darauf an was für eine Furt es ist und ob es ein Gletscherfluss oder ein Quellwasserfluss ist. Zur Askja sind es nur Quellflüsse und daher immer etwa gleich. Ich laufe praktisch nie durch eine Furt. Erstens habe ich keine Lust und zweites kenne ich beinahe alle Furten im Norden.


    Wenn du dich unsicher fühlst, lauf rüber. Im klaren Quellwasser sieht man jedoch meistens ob Steine drin liegen oder nicht.

  • die Route Myvatn-Askja-Egilsstadir verläuft über die


    F88 - 2 nennenswerte Furten -
    max. 40 cm (sorry, finde ich eine wenig waghalsig die Behauptung). Der Wasserstand kann durchaus höher sein.


    ab Askja über die F910 und F 905 - 2 Furten.


    In Reykjahlíð vorher erkundigen und bei Unsicherheit auf andere Fahrzeuge warten oder zu Fuß erkunden.
    Wir sind die Strecke 2012 gefahren, da war die Info aber so stümperhaft, dass wir die Strecke umgekehrt gefahren sind. Stand wohl ne Aushilfe hinterm Tresen. Island - 4. Tag Askja Hochlandtour


    Ich habe mir gestern mal die Tour bei DerTour angeschaut. Die weisen ja darauf hin, das man alternativ die Ringstraße wählen kann, um nach Egilstadir zu gelangen. Es gibt wohl auch noch einen weiteren Grund, das zu erwähnen. Im Juni beispielsweise kann die Piste wegen der Frühjahrssperre noch gesperrt sein. Wenn Wetter und Wasserstand es zulassen ist die Hochlandstrecke einfach hammermäßig schön.


    Wenn ihr Euch für die Tour entscheidet, seht es gelassen. Es gibt immer die Alternative einen anderen Weg zu wählen, um von A nach B zu kommen. Auch jeder Individualtourist muss sich den Gegebenheiten anpassen.


    Zum Jimmy möchte ich mich nicht äußern. Habe aber welche gesehen. Für die Kjölur auf jeden Fall geeignet.


    Gibt es einen Grund, warum Ihr gerade diese Tour gewählt habt? Auf einer "normalen Auto-Rundreise gibt es doch auch so unendlich viel zu sehen.


    Gruß carlotta

  • Hallo Carlotta,
    danke für deine Meinung und den Link zu deienr Seite, die werde ich mir gönnen!
    Nun ja, ich denke halt, wenn man EIN MAL in Island ist (Frau und Kind wollen lieber immer nach Spanien, in der Sonne sitzen ;) )
    dann ist es gradezu jammerschade, wenn man diesen faszinierenden Teild er Insel komplett links liegen lässt? Nein?

  • max. 40 cm (sorry, finde ich eine wenig waghalsig die Behauptung). Der Wasserstand kann durchaus höher sein.


    Anfangs August gibt es kein Schmelzwasser mehr. Da liegen die Quellwasserflüsse immer auf dem gleichen Niveau.

  • Man kann von der Ringstraße #1 aus die F88 Richtung Askja nehmen (2 Furten) oder ein Stück weiter die 901 nach Mödrudalur nehmen und von dort aus über die F905/F910 (2 Furten auf der F910) auf die F88 gelangen. Weiter östlich gäbe es auch noch die 907 und 923 als Zufahrt zur F910, aber das macht ab Myvatn keinen Sinn, höchstens für die Rückfahrt Richtung Egilstadir.
    Wenn ihr die F88 nehmt, kommt ihr zur Furt Grafarlanda, die keine großen Probleme machen sollte. Weiter südlich kommt dann die Furt Lindaá, die ist ganz interessant. Dort ist an einer Seite ein Seil gespannt, an dem man so dicht wie möglich dran lang fahren soll. Ich hatte da im Juli 2013 am Seil entlang eine Wassertiefe von 20-30 cm. In der Mitte ist die Furt deutlich tiefer, aber wer's mag. Es mag dann noch die eine oder andere große Pfütze geben, aber kritisch war da im Juli auch für einen Jimny nichts. Die F88 trifft dann irgendwann auf die F910, die dann Richtung Nydalur/Sprengisandur weiterführt. In Dreki war im Juli allerdings Schluss. Die F894 führte noch wenige Kilometer bis auf einen Behelfsparkplatz und von dort ging es dann 4,5 km über Schnee zu Fuß weiter und auch die F910 war ab Dreki gesperrt. Je nach Wetter und Häufigkeit der Fotostopps würde ich bis hier so 2 - 2,5 Stunden einkalkulieren. In Dreki gibt es übrigens auch eine schöne Schlucht (Drekagil), Toiletten und Verpflegung.


    Zurück bietet sich die F910 nach Osten an. Jökulsa und Kreppa kann man glücklicherweise über feste Brücken überqueren (die Tore an den Brücken sind zum Schutz der Tiere und man darf die durchaus öffnen und durchfahren), es folgt dann ein Abzweig auf die F905 nach Mödrudalur aber man kann auch durch zwei kleinere Furten weiter Richtung Brú fahren und entweder die 907 nach Norden zur #1 nehmen oder etwas weiter östlich die 923.


    Eine interessante Alternative ist es aus meiner Sicht, auf der F910 zu bleiben. Die führt parallel zum Tal der Jökulsa a Brú, die kaum noch Wasser führt, weil alles per Tunnel durch ein Kraftwerk geleitet wird, Richtung Staumauer Kárahnjúkar und auf dem Weg dahin gibt es einen schönen Abzweig zu einem warmen Wasserfall und auf der anderen Seite des Abzweigs zum Dimmugljufur-Canyon.


    Für den Besuch des Wasserfalls und des Canyons sollte man jeweils 1,5 Stunden einplanen. Zum Canyon herunter die Piste ist schon recht holprig, die zum Wasserfall ist besser und kurz vor dem Parkplatz am Wasserfall an einer Hütte gibt es auch noch eine unbedeutende Furt. Ohne Besuch von Wasserfall/Canyon benötigt man etwa 4 Stunden von Dreki bis zur Staumauer Kárahnjúkar, von dort nochmal etwa 2 Stunden bis Egilstadir über die 910 (ab Staumauer durchgehend perfekte Teerstraße) und anschließend die 933 westlich oder östlich am Lagarfjlot entlang. Wenn noch Zeit ist, kann man von der 910 aus auch noch einen kurzen Abstecher über die F909 zur Hütte am Snaefell einlegen und den Wasserfall dort ansehen. Oder nach Laugarfell abzweigen und in einem der beiden Hotpots erholen.


    An der 933 liegen übrigens kurz vor der Spitze des Lagarfjlot noch der Hengifoss und der Litlanesfoss.


    Wie auch immer
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