dies und das von "Iceland Review" und anderen

  • Was ist den ein „öseliger“ Wasserfall? 🤔🤔

    Wenn der Sven plattdütsch gesnackt hädd, häddich "öselig" mit "ordentlich" in's Hochdeutsche übersetzt.


    Da dieser besagte Wasserfall aber -insbesondere für isländische Verhältnisse- alles andere als "ordentlich" ist, trifft "piselig", "mickrig" oder "popelig" es wohl besser! Oder mal ganz korrekt: Unspektakulär! ;)

  • ... und dennoch standen dort am Mittwoch dort so viele Autos und Busse, dass wenn ich hätte halten wollen ich keinen Parkplatz bekommen hätte

    Das ist ja eben das Phänomen des Social-Media Zeitalters. Viele folgen nur noch den ausgetretenen Pfaden der viralen Bilder und schauen nicht selbst nach Motiven. Nur noch exakt das kopieren und nacherleben was Sie auf Facebook und Instagram oder in Blogs gesehen und gelesen haben.

    Eigene und einzigartige Erlebnisse scheinen für viele inzwischen außerhalb ihrer Vorstellungskraft zu sein.



  • Oder wie wir in Ostwestfalen sagen:

    Zitat aus dem Internet

    "össelig

    Allem Anschein nach ostwestfälischer Herkunft. Drückt maximale Össeligkeit aus.

    Össelig kann alles sein. Das Bad! Das Wetter! Die Klamotten, die man vor x Jahren auf dem Flomarkt gekauft hat und längst über ihren Zenit sind. (Quelle: naniel.net/?p=437)."


    Gemeint ist damit: unangenehm, widerlich, unsauber, schmuddelig, sich unwohl fühlen, schmierig, usw.

    Das trifft auf einen zugemüllten, überlaufenen Touristenhotspot auf jeden Fall zu,

  • Bei den "Selbstfahrern" passiert das schon mal, wenn man sich einen Plan macht und meint, dass dieser 1:1 abgearbeitet werden muss. Es wird abgearbeitet, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich will damit nicht zum Ausdruck bringen, das Tom das genauso macht oder gemacht hat. Die Enttäuschung dann, wenn gepimpte Bilder und Original so sehr auseinandertriften. Weiß ich doch aus eigener Erfahrung. Wer denkt schon daran das ein oder andere gesetzte Highlight morgens um 6 Uhr oder abends um 22 Uhr anzusteuern. Ich denke, dass dies aber auch mit zunehmender Erfahrung in Island einer Eigendynamik weichen wird. Zu Anfang seiner "Reisekarriere" hat man auch das Gefühl etwas zu verpassen, dann kommt das Moment, in dem man zur Ruhe kommt, ankommt und genießt, ganz egal, ob man nun Wasserfall Nummer 134

    gesehen hat oder nicht, ganz egal, ob da nun Europas dritthöchster Wasserfall nur eine Kurve weiter winkt.

    Am kleinen Glanni zu stehen, die Birken ringsrum, vielleicht einen Kaffee aus der Thermoskanne und ein Stückchen köstlichen isländischen Kuchen und so manchem Gedanken durchwandern, das lernt man mit der Zeit.

    Schlimm, ich bin grad in der Stimmung, dass ich den Stimmungsaufheller Island ganz gut gebrauchen könnte.

  • Natürlich habe ich meinen Plan gehabt was ich sehen möchte bei meinem ersten Aufenthalt.


    Aber abgearbeitet haben wir den nicht.

    Umso weniger Menschen vor Ort waren umso schöner und stimmungsvoller war es. Und genau aus diesem Grund war für mich Dritvik einfach nur der pure Wahnsinn.Hier konnte ich meinen Urlaub in vollen Zügen genießen.

    :)

  • Jeder der ein wenig plant, arbeitet seine Points irgenwie ab. Oder soll ich lieber sagen, versucht seine ausgewählten Punkte irgendwie alle zu erreichen.


    Ich bin da jedenfalls keine Ausnahme. Ich informiere mich vorab nicht nur in Reiseführern, sonder lese Reiseberichte im Internet und mache mich auf die Bildersuche, sobald ich von einem verheißungsvollen Ziel lese.

    Und sobald sich mich mit einem Reiseland beschäftige, bin ich gewillt auch den touristischen Pfaden zu folgen.

    Verzichten will ich jedenfalls nicht, nur weil da ein Haufen anderer Menschen zu erwarten sind.


    Ich verstehe diese Art von Diskussion überhaupt nicht. Und warum soll man in Island anders reisen wollen, als in anderen Ländern.


    Natürlich hoffe ich, wenn ich wieder mal zum össeligen Wasserfall komme, dass der Hügel noch Vegetation hat und da keine Holzstege und Plattformen für die richtige Perspektive sind.


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    Ich hab kein Recht auf unberührte Natur. Wenn ich unberührte Natur will, muss ich damit beginnen, sie nicht zu berühren..

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  • Oder wie wir in Ostwestfalen sagen:

    Zitat aus dem Internet

    "össelig 

    Gemeint ist damit: unangenehm, widerlich, unsauber, schmuddelig, sich unwohl fühlen, schmierig, usw.

    Das trifft auf einen zugemüllten, überlaufenen Touristenhotspot auf jeden Fall zu,

    Also auf alle Wasserfälle im Süden von Island.8o

  • Also auf alle Wasserfälle im Süden von Island.

    Es gibt noch etliche Wasserfälle und sehenswerte Orte im Süden, die nicht überlaufen und zugemüllt sind.
    Das liegt daran, dass diese noch nicht bei Instagram und Co kursieren.

    Sobald allerdings ein Wasserfall viral wird, entstehen schnell die Probleme. Bestes Beispiel ist der Brúarfoss. Dieser lag jahrzehntelang im Dornröschenschlaf und wurde dann 2017 total überlaufen.

  • Interessanterweise waren wir vorige Woche mitten am Tag am Urridafoss ganz alleine, obwohl der so dicht an der Ringstraße liegt und auch von dort ausgeschildert ist. Eine halbe Stunde lang hatten wir die eisige Schönheit im schönsten Sonnenschein für uns allein :)


    @Kajakfahrer am Godafoss: Die haben wir gesehen! Kajaks auf dem Autodach eines Fahrzeugs mit deutschem Kennzeichen. Wir hätten ja nicht gedacht, dass die dort wirklich runterfahren, es hat geschneit, der Wind eisig...



  • Die Pläne für den Kraftwerksbau gibt es leider immer noch, so wie Pläne für etliche weitere Wasserkraftwerke.

    Aber vielleicht wird die Expansion von Alu- & Siliziumfabriken ja nach dem Desaster in Helguvík ja endlich eingedämmt. Wobei sich ja derzeit die Serverfarmen, vor allem zum Mining von Kryptowährungen, zum größten Stromfresser auf Island entwickeln :(