Rosa Strokkur

  • Genau so bescheuert wie" Christo und Jeanne- Cloud ", nur der Typ vergreift sich an der Natur.
    Gut, zugegeben ich bin KUNSTBANAUSE und "verstehe" sowas wohl nicht.



  • Die Frage ist eher, ob er die Strafe jemals zahlen wird! Ob das Strafmaß ausreicht, ist die nächste Frage. Auch wenn ich in kleinster Weise mit solchen Aktivitäten sympathisiere und mein Kunstverständnis dafür ohnehin stark auf die Probe gestellt wird, so ist vermutlich der Schaden den Touristen beim Offroad-Fahren verursachen um ein vielfaches größer.
    Also bitte nicht falsch verstehen, ich missbillige solche Aktion genauso, finde aber das Strafmaß dennoch angemessen, obwohl ich Zweifel habe das es in diesem Fall zu einer Vollstreckung kommt.

  • Wieviel Seife (und Erde und Torf) wurde eigentlich, wahrscheinlich von den Landbesitzern, in den Geysir geschüttet um ihn wieder "zum Leben" zu erwecken?


    gruss,
    sky

  • @Sky 53
    Meines Wissens vor allem Seifenblöcke. Man stelle sich die Seifenblasen Orgie vor bei nem Ausbruch.
    Man hat dann mal den Kleinen mit einem langen Hochdruckschlauch gereinigt, seitdem geht er ja ganz gut. Ob man das beim Großen gemacht hat weiß ich nicht.
    Bei dem Großen hat man seitlich mal ein "Entlastungsloch" gebohrt, bei genauem hinschauen sieht man das noch. Angeblich war nach dem Ausbruch des Grimsvötn wieder ne leichte Aktivität vorhanden so bis zu 30 m Höhe.
    Frage: Gibt es da eigentlich Bilder ???????? oder irgentwie glaubhaffte Berichte ???????

  • Also , so viel ich weiss wurde die Aktion mit Seife doch auch mal verboten ?!?


    Ich hatte 2002 das Glück den Grossen zu erleben - ich stand um Mitternacht bei Blesi als es auf einmal rumpelte und dann war er da . Nicht die 60 m die er ja , glaub ich , hatte , aber immerhin , es war eine Eruption :)


    Und Olaf , da gebe ich Dir auch recht , das Offroad Fahren ist sicher schlimmer ! Aber solche Spinner braucht's so oder so nicht

  • Wieviel Seife (und Erde und Torf) wurde eigentlich, wahrscheinlich von den Landbesitzern, in den Geysir geschüttet um ihn wieder "zum Leben" zu erwecken?


    gruss,
    sky


    Der kleine, aber mehr als entscheidende, Unterschied lieg hier im Wort "LandBESITZER". Was der Besitzer mit "seinem" Geysir macht und was ein publicitygeiler Tourist tut, kann man überhaupt nicht vergleichen. Wenn der nächste die Idee hat die Öffnung mit Dynamit zu vergrößern, und nennt das dann Kunst, soll man dafür auch Verständnis haben? Ne sorry, ich finde diese Aktion mehr als daneben.



  • Nicht ganz, wenn überall das entscheidende Argument ist, er wäre ja ein Umwelt-Terrorist oder er würde Vandalismus betreiben. Und ich persönlich habe für Aktionen die keine irreversiblen Schäden haben und nicht unbedingt der Vermarktung dienen mehr Verständnis als für Aktionen die eben nicht mehr reversibel sind(1963 wurde ein 40m tiefes Loch in den Strokkur gebohrt) und die gemacht werden damit die Landbesitzer wieder was zum zeigen haben. Seife in den Geysir zu schmeissen, Löcher in den Strukkur zu bohren und anschliessend jemandem Vandalismus vorwerfen passt eben nicht zusammen:-)


    gruss,
    sky

  • (1963 wurde ein 40m tiefes Loch in den Strokkur gebohrt) und die gemacht werden damit die Landbesitzer wieder

    Hi
    Das würde mich echt intrresieren. wo hast Du das gelesen. ?? Ich kannte bissher nur die Bohrung am " Geysir "
    Könntest Du da die Quelle nennen, auch gerne als PN">.
    Danke Dir schon mal


    Gruß
    Martin


    I

  • Ok ich verstehe was du meinst, aber trotzdem finde ich es absolut daneben wenn jemand ohne zu fragen seine "Kunst" an fremdem Eigentum praktiziert. Und nur weil die Besitzer früher etwas anders drauf waren, hat doch heute niemand das Recht seine Aktionen damit zu rechtfertigen. Wenn jeder meint er könne dort machen wie er mag weil ja keine irreversiblen Schäden entstehen kannste das bald vergessen. Sieh es wie beim Grafitti, sobald das erste irgendwo dran ist kommen die anderen auch alle, schließlich will jeder sein Tag dort haben. ;)

  • Etwas entgegen der allgemeinen Meinung hier...


    Kunst ist frei, das soll auch so bleiben, und ein bisschen darf man damit natürlich auch Anderen auf den Schlips treten. Ob und wie das jetzt Sachbeschädigung ist, kann man diskutieren - es wurde verträgliche Lebensmittelfarbe verwendet und nach drei Tagen endete das Spektakel von selbst. Und gerade mit Hinblick auf irgend welche Seifen- und Bohraktionen ist die Sache wirklich harmlos.


    Wirklich kritisch sehe ich nur das Nachahmungspotential. Da macht sich dann auch vielleicht keiner Gedanken darüber, ungiftige Stoffe zu verwenden. Für den Naturschutz hat die Aktion wohl keinen real kritischen, aber wohl symbolischen Charakter, das kann je nach Sichtweise auch der Mittelfinger sein. Andererseits natürlich auch die Betonung von solchen bewundernswerten Naturerscheinungen.


    Klar ist das eine super Publicity für den Typ. Wenn man mit Kunst seinen Lebensunterhalt verdienen möchte, muss man auf sich aufmerksam machen. Schaut euch die Leute an, die im Moment in London goldene Rahmen um Verkehrsschilder hängen, sogar diese Aktion wird von vielen Menschen (besonders der Stadt) verurteilt, da sie die "Einheitlichkeit und damit Verständlichkeit der Verkehrsweiser beeinträchtigt".


    Und was man sich auch fragen sollte: Was wäre, wenn ein weltbekannter Performance-Künstler den Geysir gefärbt hätte? Hieße es dann vieleicht vom Grundstückseintümer, welche Ehre ihm hier zu Teil würde? :P


    Der gewünschte Effekt der Aktion ist auf jeden Fall schon eingetreten, nämlich, dass sich genug Menschen mit den Fragen "Was ist Kunst" und "Was darf Kunst" beschäftigen Clap



  • Allerdings denke ich nicht, dass japanische Touristen den Künstler verklagt haben, der während ihres Berlin-Aufenthaltes den Reichstag verhüllt hat

    Also es ist doch wohl echt ein Unterschied ob ich ein EVENT, das lange vorbereitet und OFFIZIELL angekündigt ist, abhalte und danach wieder AUFRÄUME oder ob ich auf PRIVATGRUND in eine NATÜRLICH SPRINGQUELLE einen Farbbeutel werfe.Ich bringe jetzt mal als Beispiel die "Partnachklamm " in Garmisch. Kippt einfach einer Farbe oben rein??????????????????????
    Dieser " Künstler " ist in ein, Ihm fremdes Land ( kein Isländischer Staatsbürger ) geflogen und hat VORSÄTZLICH auf PRIVATGRUND einen Farbeutel in eine Springquelle geworfen, das ist doch mal der Fakt.
    Ich maße mir keinerlei künstlerische Beurteilung an.!!!!!!!!!!!!!
    Allerdings würde ich persönlich es zum :blerg: finden wenn hier irgent ein Typ zu uns auf den Hof kommt, Pferde mit lila Lebensmittelfarbe beschmiert und es dann als" M..... Schokolade in Island " Kunst bezeichnet.
    IST JA NICHT SCHLIMM; DER NÄCHSTE REGEN WÄSCHT ES JA EH WIEDER AB und die Touris die im Buß vorbeifahren finden es lustig.
    Wir wollen das aber garnicht!!!!!!!!!!!!
    Nochmals: P R I V A T in nem fremden Land ein Kulturgut ohne Wissen von Behörden und Eigentümer BESCHMTUZT.

    . Ebenso wird es sicher viele Schaulustige gegeben haben, die nur zum Geysir gepilgert sind, um ihn sich in Rosa anzuschauen bzw. Reisende, die bald sagen können "Ich habe ihn damals gesehen, als er Rosa war!".

    DAVON ist mir NICHTS bekannt.

  • Kunst ist frei, das soll auch so bleiben, und ein bisschen darf man damit natürlich auch Anderen auf den Schlips treten. Ob und wie das jetzt Sachbeschädigung ist, kann man diskutieren - es wurde verträgliche Lebensmittelfarbe verwendet und nach drei Tagen endete das Spektakel von selbst.

    Das Kunst frei ist, hat niemand bestritten. Aber nur weil sich jemand Künstler nennt, hat er kein Recht anderen auf den Schlips zu treten indem er Privateigentum beschädigt. Und sei es nur temporär. Der nächste Künstler will dann die Natur dauerhaft verändern.. soll man da auch Verständnis für haben? Ich finde es schade das du das noch irgendwie rechtfertigen willst. Für die Aktion gibt es imho keine wirkliche Rechtfertigung.