Fähre nach Island

  • Hallo,


    habe gestern spontan die Fähre nach Island gebucht, vom 5.07. bis 23.07.2016, bei Unterbringung in der Massenkabine. Als Einzelgänger könnte DAS für mich äußerst strapaziös werden, hat jemand Erfahrung bzw. kann mir Tipps geben, was für Menschen sind das dort, muss ich mit Schnarchern oder Volltrunkenen oder Rauchern rechnen, wohin kann ich flüchten?


    Über Antworten würde ich mich sehr freuen!


    Viele Grüße
    Josef

  • ja
















    nee spass bei seite kanste Glück haben oder auch nicht.
    nimm ein Kissen mit .Für Gepäck ist nicht wirklich platz.


    Martin hätte jetzt die Gaskugeln ich hab cheers1

  • Da kann dir echt alles über den Weg laufen.
    Aber du kannst ja die meiste Zeit ausserhalb der Kabine
    verbringen. Z.B. irgendwo in der Cafeteria, im Fitnessraum, Sky-Bar,
    Kino, Hot-Pot, Schwimmbad, Einkaufsladen, Spielhalle.....
    dich auf Deck mit irgendwelchen Leuten unterhalten.
    Da sind ja in der Regel nur infizierte Isalandreisende auf der Fähre.
    Wegen dem Schnarchen ev. Ohropax.
    islandwinke



  • Hast Du diese Kabinenart selber so gewählt? Oder war nichts anderes frei? Falls Du gern eine anderen Platz in einer "normalen" (z.B. 4-er-) Kabine hättest, dann frage mal bei der Smyril an, ob die Dich auf eine Warteliste setzen können; dann kannst Du für den Fall von Kabinen-Stornierungen ggf. nachrutschen. So hat es in den letzten 3 Monaten einer unserer Mitreisenden von "Deiner" Kabinenart bis zu einer Außenkabine (als seine Wunschkabine) geschafft.


    Ein Freund von uns hat "Deine" Kabine mal mit zwei Begriffen beschrieben: "Taubenschlag" sowie "Probeliegen für den Sarg". Deshalb halte auch ich die Idee von Sven (Kria-Tours) für sehr gut, für alle Fälle mit dem Schlafsack auf´s obere Deck (Wintergarten) ausweichen zu können.



  • ...was für Menschen sind das dort, muss ich mit Schnarchern oder Volltrunkenen oder Rauchern rechnen, wohin kann ich flüchten?


    Flüchten wohl nur, wenn die seekrank werden..... :D


    Gute Tabletten sind Emesan, kann man ja auch rechtzeitig an die Mitreisenden verteilen.
    Die muss man aber nehmen, bevor es schlimm wird. 1 Tbl. reicht.


    PS: Man kann auch 1/2 als Einschlafmittelchen nehmen. Taetschel-Haetschel



    Kleine Taschenlampe, falls du lange aufbleibst.


    Ohropax. Kann viel netter werden, als du dir vorstellst.

  • Na ja...man kann alles schlecht reden. :patsch:Vor allem wenn man so unvorbereitet auf die Fähre geht, wie in dem Beitrag...:D...lustig geschrieben aber selber Schuld am Schicksal!!!

    Wenn man verständlicherweise sein eigenes Auto mitnehmen will gibt es nun mal keine vernünftige Alternative.

    Die wenigste Zeit haben wir in den Couchettes verbracht sondern uns mit anderen ausgetauscht und einfach mal ganz gechillt die Reise genossen. Das Essen dort ist natürlich Geschmackssache aber verhungern muss da keiner...und auch mitgebrachtes Essen auf dem Schiff zu verzehren stellte für uns kein Problem dar.

    Und was gibt es schöneres als am dritten Tag morgens auf Island zuzufahren und durch den Fjord im Hafen anzukommen. Das ist "echtes Ankommen".


    Und wie oben schon geschrieben...eine Kabine (außer vielleicht eine Einzelne) ist keine Garantie für eine ruhige Nacht.


    Deshalb geht es auch dieses Jahr im Juni wieder mit dem Schiff nach Island. Dieses Mal aber sowohl hin also auch zurück mit einem längeren Zwischenhalt auf den Färöer.GoIceland


    Also lasst es euch nicht vermiesen.




    VG

    Michael



  • thx1für den Hinweis!


    Die Betonung lag auf "vernünftig" :D:D:D.


    Nein...ernsthaft jetzt. Klar ist das für den ein oder anderen eine Alternative...Planung ist alles!

    Für jemanden, der in Süddeutschland oder noch weiter weg wohnt ist der Aufwand halt vergleichsweise hoch, wenn man sein Fahrzeug nicht einer Spedition überlassen/anvertrauen möchte.

  • Deshalb geht es auch dieses Jahr im Juni wieder mit dem Schiff nach Island. Dieses Mal aber sowohl hin also auch zurück mit einem längeren Zwischenhalt auf den Färöer.GoIceland

    Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit auf den Färöer. Es ist zauberhaft dort. Mein Sündenfall. Seitdem süchtig nach den Inseln im Nordatlantik. Am Montag geht es das erste mal nach Island.


    Noch kurz zur Norröna: Ich finde sie weitaus angenehmer als die Fähren vom Kontinent nach Nordengland / Schottland. Die Couchettes würde ich wohl auch nicht buchen.

  • Ich finde den Bericht wunderbar ehrlich. Gerade solche Berichte helfen doch bei der Vorbereitung. Auch das Whalewatchen hört sich bei den meisten immer nur wunderbar an, obwohl das bei Seegang oft wirklich so eine Sache ist.

  • Dieses Jahr werde ich zum siebten Mal mit der Fähre hin und her fahren. Meine erste Überfahrt habe ich auch in den Tiefen des Schiffes gebucht, damals noch in gemischten Abteilen. Es war meine lustigste Überfahrt! 

    Mit zweien meiner damaligen Unterweltmitbewohner bildeten wir in den Tagen ein Trio, das in seiner Zusammensetzung einige Verwirrung stiftete. Ein 19jähriger angehender Nummerusclausus-Medizinstudent, ein knapp dreißigjähriger Schweizer, ein Typ ‚vor dem mich meine Mutter mich schon immer gewarnt hat‘, und der erst auf der Fähre seine Überfahrt gebucht hat, weil er sich erst drei Tage vorher entschieden hatte, den Rucksack zu packen und nach Island zu fahren und ich, die in dem Sommer 70 wurde! Wir hatten unglaublich viel Spaß, fuhren und wanderten gemeinsam auf der Landkarte durch Island und ließen uns nach Island treiben. Der Kontakt ist geblieben.....

    Allerdings bin ich jede Nacht vor dem Zweimetertschechen, der seine Füße auf meiner hinteren Liege abgelegt hat und meinem Schweizer, der jede Nacht geübt hat, die restlichen Bäume auf Island abzusägen, mit meinem Schlafsack auf Deck geflüchtet. Das ging damals noch -und war herrlich. Ich war nicht die einzige und Glück hatte, wer eins der so herrlich durchgesessenen verschlissenen Ledersofas ergattern konnte, die inzwischen den schrecklichen Plastikungetümen weichen mussten.


    Viel hat sich seitdem auf der Fähre verändert. Sie wurde kreuzfahrtgerecht umgestaltet ohne ein wirkliches Kreuzfahrtschiff sein zu können. Dementsprechend dominieren an Deck die ihren Frust in Bier versenkenden Kreuzfahrer, denen mit einem Busausflug zum Mývatn das Erleben des ‘wilden Islands’ versprochen wurde. Die Gruppen, die sich spontan über Karten oder die Fragen, was hast du vor? zum ersten Mal? zu Fuß? zusammenfinden, gibt es kaum mehr. Eine Ausnahme bilden nur die Biker, die schon in der Warteschlange Kontakte schließen.


    Und trotzdem ist es für mich die schönste Art, nach Island zu reisen. Ich weiß, wenn die Basstölpel fliegen, dass wir jetzt an den Schettlands vorbei fahren. Ich fiebere dem ersten Entdecken der isländischen Küste entgegen und bekomme jedesmal feuchte Augen bei der Einfahrt in den Fjord. Ich begrüße mit den Augen die Kuppeln des Tvisöngur, in denen ich mich am nächsten Tag wieder der Illusion hingeben werde, ich hätte eine schöne Stimme und warte, bis auch die letzten Taue verzurrt sind, bis ich zu meinem Camperlein runterfahre - das ist immer noch viel zu früh.

    Wenn ich mein Auto auf dem Campingplatz abgestellt habe und im Kaffi Lára das erste isländische Bier nach Rezept von Láras Opa trinke, bin ich daheim!


    Am 28. Mai bin ich wieder daheim! islandwinke