Wegen Überfüllung geschlossen?

  • Da kann man nur hoffen und die Daumen drücken, dass sich genügend Isländer besinnen und früh genug die Reißleine ziehen. Ein Großprojekt für einen chinesischen Vergnügungspark wurde zum Glück schon unterbunden!!!

  • Fluch und Segen liegen dicht beieinander!

    Ich bezweifle stark, dass der (Geld)Segen jemals die Auswirkungen des Fluches zu vieler Inselbesucher wett machen kann! Es bleibt zu hoffen, dass es genügend schlaue, weitsichtige und an Nachhaltigkeit interessierte Isländer gibt, die mit guten Konzepten dafür sorgen, dass der Ast, auf dem die 330.000 Isländer sitzen nicht abgesägt und dabei der große Naturschatz zunichte gemacht wird. Ich drücke die Daumen. islandwinke

  • . Ein Großprojekt für einen chinesischen Vergnügungspark wurde zum Glück schon unterbunden!!!


    So ist das nicht ganz korrekt.
    Die Gesellschafft die das Land an den Chinesischen Investor verpachten wollte war sich nicht einig und hat sich aufgelöst.
    Im übrigen bin ich ganz FROH um das Freihandelsabkommen mit China, die Leute fliegen wieder heim mit den Bildern im Gepäck.
    TTIP u.s.w. währen schlimmer. Mal schaun ob sich Hr. Soros traut gegen China zu wetten. Die Chinesen sind TOURISTEN die kanalisiert werden können, und ab und an muß mal EINER gesucht werden.


    Gruß Martin


    Nachtrag:
    Auch ich war mal Touri für 10 Tage, also .....???????? N' Ballermann wird es schon nicht werden hoffe ich da zu aabfrier1



  • Die letzten 2,5 Minuten sind eine klare Ermahnung und Warnung dieser Tendenzen, die unbedingt bewältigt werden müssen.
    - die extem empfindliche Natur, Vegeation muss unebdingt geschützt werden, das hatte ich jedenfalls schon 2010 während meines Praktika zur dortigen Bodenkunde gelernt.
    - Dass die Lebenshaltungskosten für die Leute im Lande steigen fand ich sehr überraschend wie dies die nette Führerin zum Schluss schildert... scheint eine bedenkliche Spirale zu sein.


    In diesem sinne : Das wird eine wirklich große Herausforderung für die Ísänder werden.


  • - Dass die Lebenshaltungskosten für die Leute im Lande steigen fand ich sehr überraschend wie dies die nette Führerin zum Schluss schildert... scheint eine bedenkliche Spirale zu sein.


    Ich habe vor 50 Jahren am Lago di Bonzo (Tegernsee) als junge, scharf rechnende Ehefrau gewohnt. Pünktlich zur Saison sriegen überall die Preise! Da war dann noch einige Tage früher am Ende vom Geld noch zu viel Monat :wacko:


    Das war immer schon das Problem für die Einheimischen - und dürfte weit verbreitet sein.

  • -Hey ho

    ....
    Das war immer schon das Problem für die Einheimischen - und dürfte weit verbreitet sein.

    Glaube ich, dass es viele Gegenden von Toursitenhochburgen wo einhergeht.
    Was hakt nur Island angeht wird dies nochmal um ein paar Faktorn:
    . isoliertere Lage,
    - geringere Populationsdichte und
    - extreme Klimaexposition mit alle ihren Konsequenzen,
    dazu. ergo: Anfälliger, empfindlicher.


    Nicht, dass es den heutigen Isländern wie ihen Vorfahren vor paar hundert Jahren oder ihren Verwandten im mittelalterlichen Grönland ergeht. -Ok, Grönland mag eine Spur übertreieben, aber nicht abwägig. :wacko:

  • Nicht, dass es den heutigen Isländern wie ihen Vorfahren vor paar hundert Jahren oder ihren Verwandten im mittelalterlichen Grönland ergeht. -Ok, Grönland mag eine Spur übertreieben, aber nicht abwägig. :wacko:


    Ganz offensichtlich ist es für Einige nicht vorstellbar das die Isländer nach hunderten von Jahren auch mal was vom Wachstum haben wollen. Da Land wurde innerhalb kürzester Zeit vom Torfhaus mit Waltranlampe in die Neuzeit kattapultiert.
    Das man sich diese Annehmlichkeiten nicht mehr nehmen lassen will , eh klar, oder???????
    Logisch würden Einige liebend gern einen " Freilichtzoo " mit lebenden Objekten eröffnen. Das hatte vor ein paar Jahrzehnten schon mal JEMAND vor.
    Glaubt mir die Isländer finden den rechten Mittelweg so wie ich sie kenne, auch wenn es manche Anderen stört.


    GoIceland



  • Ich reise nun seit 15 Jahren regelmässig nach Island und ich hatte nie den Eindruck , dass es den Isländern soo schlecht geht . Tranlampen gab es auch keine mehr ........
    Und dass ich da einen Freilichtzoo haben möchte lasse ich mir nicht unterstellen und ich denke auch nicht , dass die anderen die den Boom kritisieren so denken . Fehlgeleitete Romantiker gab es und wird es immer geben , das ist klar .


    Ich gönne auch den Isländern den Verdienst , keine Frage , aber was passiert wenn der Ansturm vorbei geht ? Dann ist die Natur verschandelt und das kann dann nicht so schnell wieder gut gemacht werden . Zudem wird es denen die jetzt vielleicht zuviel investieren dann schlechter gehen als vorher .
    Pessimist bin ich ja nun gar nicht , aber dass das jetzt immer so weitergeht wage ich tatsächlich zu bezweifeln - Island ist nicht billig und wenn es den Leuten wirtschaftlich schlechter geht , können sie nun mal nicht mehr reisen .
    Oder - und das ist eine Frage der Zeit - es findet wieder mal ein grösserer Ausbruch statt - da werden dann Reisen schnell storniert , auch wenn es vielleicht nicht mal nötig wäre .


    Wir , die wir uns auskennen finden schon noch ruhige Ecken, ich in " meinem " Häuschen zum Beispiel :) , aber durch die vielen Aufenthalte auf der Insel und durch mein Mitverfolgen durch's Jahr was in Island so passiert fühle ich mich dem Land sehr verbunden und denke schon , dass ich mir da eine Meinung bilden darf !

  • Hey ho

    ....
    Ich gönne auch den Isländern den Verdienst , keine Frage , aber was passiert wenn der Ansturm vorbei geht ? Dann ist die Natur verschandelt und das kann dann nicht so schnell wieder gut gemacht werden . Zudem wird es denen die jetzt vielleicht zuviel investieren dann schlechter gehen als vorher .
    Pessimist bin ich ja nun gar nicht , aber dass das jetzt immer so weitergeht wage ich tatsächlich zu bezweifeln - Island ist nicht billig und wenn es den Leuten wirtschaftlich schlechter geht , können sie nun mal nicht mehr reisen .
    ...

    Jeder hat das Recht auf wirtschaftliche Stabilität und Wohlsatdn, das wird alleine schon in der UN-Charta der Menschenrechte garantiert. Alleine auch wie ihr alle wünsche ich den Isländern einen gesunden Nutzen aus dem steigenden Tourismus.


    Negativen Folgen sind da nicht nur mögliche Bauruinen, Ruinen schmücken das Land in gewissem Sinne.
    Was gänzlich zählt ist ein nachhaltig, gesundes Management der Geschichte. Stichwort, sanfter Tourismus, wäre für Ísland kein Problem.



    muggur : Gratuliere zum 100.sten Beitrag. :D



  • :gutenmorgen:
    ulfurinn und @ muggur


    Also macht doch mal nen KONKRETEN Vorschlag wie SANFTER TOURISMUS in Island auszusehen hätte.
    Das würde mich mal echt interressiren. Ganz ohne Flax und Ironie.
    - Beispiel Godafoss
    -Beispiel Seljalandsfoss
    u.s.w
    Ach ja die Kreuzfahrer. Nur eine bestimmte Anzahl von Passagieren darf das Schiff verlassen ?( ?( ?( ?(
    Die Flüge, nur eine bestimmte Anzahl Flüge pro Tag ?( ?( ?(


    Wer schon mal da war darf erst in 3 Jahren wieder ?( ?( ?(
    So wird es wohl nicht gehen.

  • martin 12 hat geschrieben

    Zitat

    ...Glaubt mir die Isländer finden den rechten Mittelweg so wie ich sie kenne, ....


    Dann wären sie die ersten, die das schaffen.


    Ich sehe nicht, wie das Problem ohne Kontingentierung gelöst werden könnte. Sowas gibt es anderswo (USA) auch schon. Dann wird eben gelost oder es dürfen Anträge gestellt werden. Wo ist das Problem? Das liegt allenfalls in der Durchsetzbarkeit, die gegen null gehen dürfte, so lange Profit zu machen ist. In den USA sind NP und auch sonst viel Land in staatlicher Hand, das macht vieles einfacher. Was dort geht, wird in Island nicht so ohne weiteres gehen, weil hier so gut wie alles Land in Privathand ist. Ein Unding, nebenbei bemerkt.

  • Was dort geht, wird in Island nicht so ohne weiteres gehen, weil hier so gut wie alles Land in Privathand ist. Ein Unding, nebenbei bemerkt.


    Warum denn, die Leute hier haben das seit einem Jahrtausend hinbekommen, warum sollte man das jetzt ändern?? Gerade wenn ich an Bayern denk bin ich froh das noch einiges PRIVAT ist im 5 SEE Land , sonst hätte die Natur dort nämlich gar keine Ruhe mehr.
    Mit welchem Recht will man hier einem Bauern seine Hochweiden wegnehmen blos weil da ein toller Wasserfall zufällig dort ist, also echt ????? Das er den dann vermarktet ist sein gutes Recht wenn die ganzen Leute schon über sein Land latschen und fahren.
    Da könnte man auch den Fischerfamilien die " Kontingente " entziehen......
    Wenn ich mir die Nachrichten so angucke traue ich mir mal zu sagen das hier der bessere Weg ist. Abgesehen davon das Island nicht mal Millitär hat.
    Mal abgesehen davon das kein Isländer " GRUND " an einen Auländer veräussern kann es sei denn zum Hauskauf. Nix Bettenburgen u.s.w. staatlich gefördert weil irgent ein Abgeordneter seinem Wahlkreis was Gutes tun will.
    Siehe Nürburgring und " Hahn ". Gibt halt dann wieder Billige Wohnungen hier ;) wenn die Blase platzt.

  • Ist ja alles richtig. Das Kind liegt halt im Brunnen. Schon lange.


    Was das "Hinbekommen" angeht, so erinnere ich nur an den Heringsfang Mtte des 20. Jh. Norweger und Isländer haben gemeinsam die Bestände so weit überfischt, dass es ein Ende hatte. Es wird so lange weitergemacht, wie es Profit gibt. Vernunft hat da keine Chance oder nur dann, wenn es starke staatliche oder auch zivilgesellschaftliche Institutionen gibt, die die Dinge in nachhaltige Bahnen lenken.


    Die jetzige Situation auf Island bzgl. Tourismus erinnert mich an diese Heringsgeschichte.


    War gerade in Siglufjörður :)