4 Wochen Wandern in Island - Fragen

  • Jeder hat das Recht darauf eine ehrliche und wahre Antwort/Auskunft zu bekommen!
    Persönliche Meinungen und Befindlichkeiten sollten dabei außen vor bleiben!

    Danke Embla,
    es lesen ja auch viele andere mit. Ich habe auch schon so manches hier aufgeschnappt, das ich nicht wusste. Wenn diese Informationen jetzt alle für den jeweiligen Fragesteller hingemünzt waren... hmmm, das wäre ja sehr unschön.


    Schade nur, dass der Fragesteller selbst sich nicht mehr zu Wort meldet... ?(

  • Diese Frage finde ich absolut furchtbar und es sollte eigentlich verboten werden, sie zu stellen! WARUM kann man denn nicht einfach auf einen Campingplatz gehen?

    Überall dort wo Fahrzeuge unterwegs sind, kann man auch den nächsten Campingplatz erreichen.

    So pauschal wildcampen zu verurteilen finde ich falsch.


    Das Problem in Island ist, dass man keine Campingplätze vorreservieren kann. Wir waren jetzt gerade 10 Tage dort und mit dem Zelt unterwegs. Die ersten 8 Nächte hatten wir überhaupt kein Problem einen Campingplatz zu finden. Für die 9. an einem Freitag sah es komplett anders aus. Unsere Suche beann um 18:00 Uhr in Stikkishólmur. Da war es so voll, dass für unser kleines Trekkingzelt kein Platz mehr war. Wir beschlossen dann weiterzufahren zum nächsten Tagesziel und haben zwischen Borganes und Husafell jeden Campingplatz erfolglos angesteuert. Beim letzten hat uns dann der Campingwart ne Möglichkeit gezeigt wo wir wild campen könnten, wenn wir keinen Platz mehr finden.


    Im September düfte man damit allerdings keine Probleme haben.


    Was ich noch einwerfen möchte:


    Wir haben keine Streckenwanderung im Hochland gemacht, aber ich fand entlang der Ringstraße gab es relativ wenig erkennbare Wanderwege. Oft gibt es das Gelände, mit Lavafeldern oder Schotterbergen direkt ma Wegesrand, einfach nicht her Wir haben oft Rucksacktouristen direkt über die Ringstraße wandern gesehen.


    Eine gute Karte mit Höhenprofil ist denke ich unerlässlich. Auch die Ringstraße legt ganz schöne Höhenunterschiede teilweise zurück. Das sollte man nicht vernachlässigen wenn man Tageskilometer anpeilt.



  • Du hast einem Wanderer eine falsche Info gegeben.

    @Verdandi: Ich weiss immer noch nicht wo?!


    Ich habe nirgends behauptet, dass wildcampen prinzipiell verboten ist, sondern dass in den Nationalparks (und da wird sich der Threadsteller vermutlich mehrheitlich bewegen) zwingend die Campingplätze benutzt werden müssen oder man den Landbesitzer fragen SOLLTE, was sich tatsächlich ja nicht ganz einfach gestaltet, sollte das Haus nicht gerade um die Ecke sein.


    Ich mag mir nicht gerne sagen, dass ich Unwahrheiten verbreite. Und wie wir der Quelle von Jens (Umhverfisstofnun ) entnehmen können, gibt es ja tatsächlich eine ganze Menge von Gebieten, wo Camping NICHT erlaubt ist.


    Wer bei offiziellen Stellen/Rangern oder Landbesitzern nachfragt, wird bestimmt die Erlaubnis für ein Campingplätzchen bekommen bzw. ein Hinweis, wo ers denn darf. Die "Planung" der Threaderstellers habe ich aber so verstanden, dass er einfach mal drauf los gehen will und dann landet er halt vielleicht tatsächlich irgendwo, wo Camping prinzipiell nicht erlaubt ist.


    Also an den Threadersteller: Routen gut aussuchen und planen und nachfragen, ob man irgendwo zelten darf oder nicht und auch z.B. in einer Hütte Bescheid geben, wo man die nächsten Tage unterwegs ist, im Falle dass man dich suchen muss (Wetter, Unfall...)


    peace

  • Meine Güte, warum kannst Du nicht locker lassen?


    Achtung Ironie:
    Klar doch, man kommt in eine bedrohliche Wettersituation (Nebel, Sturm) und statt sich ein geschütztes Plätzchen zu suchen, rennt man blind los und holt sich erstmal die Erlaubnis. Vorausgesetzt man hat die Kraft noch dazu. Man könnte einem Wander auch die Umhverfisstofnun so lange um die Ohren hauen, bis was passiert.


    Vielleicht solltest Du mal den zweiten Beitrag des Threadstellers lesen, anstatt Dich am ersten festzubeißen.
    Um es noch mal klarzustellen, bei langen Etappen darf man durchaus sein Zelt aufstellen. Vorzugsweise sucht man sich ein Plätzchen in Wassernähe. Nicht wegen der Idylle sonder wegen dem Wasser, um Vorräte aufzufüllen, für die nächste Etappe.

  • Nur so als Info. Ich bin vor gut 20 Jahren mit meinem Lebensgefährten die Kjölur Route gewandert- damals war das noch "romantisch" und man wurde nicht von Autos platt gefahren. Irgendwo im Nirgendwo kam dann ANFANG AUGUST ein WinterSTURM. Wer Island kennt, weiß was Sturm ist.... ein Elementarereignis. Wir habens noch geschafft das Zelt aufzustellen und vor allem, gut abzuspannen. Danach saßen wir eine Woche fest (!!). Wir mußten auch von Landsbjörk, sozusagen der Bergwacht, mit Superjeeps herausgeholt werden. damals gab es nur für viel, viel Geld Satellitentelefone, keine Ahnung ob das überhaupt funktioniert hätte. jedenfalls- wir haben uns vor der Tour bei Landsbjörg gemeldet und als wir überfällig waren hat man uns gesucht.
    Ein Einsteiger in Island, ohne jede Arktis- und Islanderfahrung, sollte nicht versuchen und nicht daran denken, auf eigene Faust bzw. Schuhen im Herbst im Nirgendwo rumzuwandern. Bei unnötigen Rettungseinsätzen gefährdet man auch die Helfer.
    Es gibt aber durchaus Wege, die alten Routen folgen - Reykjavegur, Laugarvegur, Kjölur. Alter Kvalvegur, im Skaftafell Nationalpark mit gutem Campingplatz, rund um den Myvatn, Asbyrgi Region.
    Fimmvörduhals bin ich selbst schon im September gegangen, damals gabs noch kein GPS und wir standen im berüchtigten Nebel da oben- keinen halben Meter Sichtweite und übelstes Wetter. Da darf man sich dann ein gutes Biwak machen und hoffen das der Mist nicht 3 Tage anhält :D
    Wunderschön, rund um Bakkagerdi, die Viknaslodir Gegend, reicht mit mind 100 km Wegen eh schon fast aus.


    Lieber TE- bitte nimm die Warnungen ernst und vielleicht schließe Dich im Nachbarforum mit Uwe kurz !