Anfängerfragen: Pisten 550 Kaldidalur, 901, F208 Süd Eldgja/Landmannalaugar, Diesel, etc.

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  • Hallo Leute,


    jetzt ist es soweit: Die Islandreise ist gebucht!
    Rundreise, 2 Wochen mit eigenem Fahrzeug.


    Doch einige Fragen gibt es:


    zu Straßen


    Ist die Kaldidalur 550 problemlos befahrbar?
    Wer war 2016 da?


    Die 901 sollte kein Problem sein, das ist die alte Ringstraße.
    Erfahrungen?


    F208 Landmannalaugar von Süd ist interessant:
    Heutzutage bis Eldgja iO, sonst schwierig (aktuelle Reiseführer und Netz).
    Alter Reiseführer 1998 sagt alles ist easy.
    Karte 2016 von reise-know-how zeigt nichtmal mehr Furt südlich Eldgja.
    Wie nun?
    Wer war 2016 da: Landmannalaugur südwärts?


    Und dann noch die Frage zum Diesel:
    Wie sind die Preise?
    Wie läuft die Einreise (Sondersteuer?)?


    Gruß,
    IJPT-T





  • Ich bin ja nun nicht so der Auto-Profi, aber...


    beim Kaldidalur hapert's oft an der Bodenfreiheit - aber dann könnte man ja zur Not einfach umdrehen...


    aber Landmannalaugar von Süden ist schon wetterabhängig! Das kann mit 'nem SUV gehen, aber da kann auch ein Jimny an seine Grenzen kommen...


    Aber mit DER (gezeigten) Karre kommt Ihr auf jeden Fall auch nach Landmannalaugar - von Nordwest oder von Westen...

  • Hi Flakkari,


    Danke für die Warnung / Umleitung.
    Hast Du halbwegs aktuelle Fotos?
    Nach den Infos aus 1998 / 2000 würde ich die F208 Süd mit einem Lada Kombi 2wd in Angriff nehmen...


    Gruß,
    IJPT-T

  • Verbüffend ist halt daß vor 20 Jahren, als nur wenige 4wd hatten, vieles mit robusten 2wd ging.
    Jetzt, wo alle Welt 4wd hat, wird vor noch mehr Routen gewarnt.
    Seltsam...

  • Die F 208 ist eine der schönsten Pisten Islands! (für mich!), aber definitiv nicht 2WD-tauglich!!! Da sind einige Furten, durch die Du nicht durchkommst - wirklich nicht! Auch bei guten Bedingungen!


    Fahr lieber außen rum und dann von Nordwest oder West aus nach Landmannalaugar!


    MEINE Meinung......

  • Hallo


    Die 901, also die alte Ringstraße sollte kein Problem sein. es gibt keine Furten oder ähnliche Schwierigkeiten.
    Wir waren da im August 2016 unterwegs.
    Auf der F208 südlich von Landmannalaugar gibt es einige Furten. Im August 2016 für uns (Landy) problemlos befahrbar.
    Es war aber auch ein sehr trockener Sommer. Bei höherem Wasserstand wäre ich mit dem neuen Grand Vitata sehr vorsichtig.


    viele grüße
    Mathias islandwinke





  • Also 4wd habe ich schon.
    Lediglich damals fuhr noch 90% Islands 2wd, jetzt ist ja alles schlechter!
    Aber meiner ist nicht gemietet sondern eigener Wagen, eigenes Risiko :-)
    Da werde ich von Süden mal über die F208 bis Eldgja fahren (mit oder ohne Furt) und dann weitersehen...
    Umkehren geht immer!


    IJPT-T

  • Insgesamt sollen sich die hochbeinigen 2wd garnicht so schlecht geschlagen haben:
    Saab 96, Volvo 200, Wartburg 353 und Lada Kombi waren nicht unbeliebt bei der isländischen Kundschaft.
    Und letzterer wird im Ivanowski 1998 sogar empfohlen...

  • Verbüffend ist halt daß vor 20 Jahren, als nur wenige 4wd hatten, vieles mit robusten 2wd ging.
    Jetzt, wo alle Welt 4wd hat, wird vor noch mehr Routen gewarnt.
    Seltsam...


    Ich finde die Frage ziemlich berechtigt, und mich würde auch mal interessieren, warum es so ist? Sind die Pisten heutzutage schlechter als damals (mehr Verkehr, mehr Abnutzung?), oder sind die heutigen 2WD allzu weichgespült, oder sind wir zu ängstlich geworden? Es geht, wie gesagt, um den eigenen Wagen, nicht um einen Mietwagen!


    Ich kenne auch Bilder, wo VW-Käfer durch irgendwelche Furten fahren, Citröen 2CWs sind auch auf "allen Pisten dieser Welt" unterwegs (wenn es sie noch gibt).


    Oder wird die Einschätzung der Pisten überwiegend von den Mietwagenfirme und ihren berechtigten Sorgen geprägt? In einem anderen Post geht es um den Öxi - für mich eine teilweise unbefestigte Passstraße, die aber (im Sommer) absolut problemlos mit jedem 2WD zu befahren ist, wenn wir mal tiefer gelegte BMWs außer acht lassen. Es gibt Steigungen von 17%, was in D selten ist, aber für die heutigen Autos keinerlei Problem darstellt. Eventuelle Höhenangst hat mit dem Fahrzeug nichts zu tun.

  • Ich hatte gar nicht erkannt, dass der im Avatar gezeigte Wagen ein SUV ist. Demnach sollten die Routen natürlich in der Regel (!) in den Sommermonaten funktionieren. Ich würde mir das dennoch überlegen, denn bei einem neuwertigen Auto wird man sich vielleicht über den ein oder anderen Steinschlag nicht sehr freuen. Auch der Unterboden bekommt garantiert einiges ab, so dass ich nach der Reise in jedem Fall den Unterboden untersuchen lassen würde und ggf. ausbesseren würde damit keine Spätschäden drohen.


    Ob 2WD oder 4WD (bei eigenem Auto) ist vermutlich gar nicht mal so entscheidend bei den erwähnten Routen, sondern eher eine versicherungstechnische Frage, wobei ich eine Furt auch nicht ohne 4WD befahren möchte. Das Wichtigste ist meist ohnehinn die Bodenfreiheit und das eigene Können beim Fahren. Wie die Situation bei den Furten vor 10-20 Jahren aussah, kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen aber die Furten z.B. Richtung Landmannalaugar (aus dem Süden kommend) und die letzte Furt vor dem Campingplatz (kann man natürlich auslassen), hatten bei mir in den letzten 2-3 Jahren schon eine ordentliche Tiefe. Mit einem Käfer wäre man dort garantiert abgesoffen :D


    Die Tiefe der Furten sind ja immer Monentaufnahmen und schwanken sogar innerhalb eines Tages. Ich könnte mir vorstellen, dass die großen Fahrzeuge (Hochlandbusse und Co) zusammen mit dem hohen Verkehrsaufkommen durchaus die Bedingungen in den letzten Jahren erschwert haben aber das ist jetzt Spekulation.
    Meine kleinen persönlichen Erfahrungen der letzten Hochlandtouren beim Furten habe ich hier beschrieben: Klick





  • der untergrund in einer furt kann jeden tag anders aussehen und ebenso der wasserstand, der auch noch nach tageszeit variiert. selbst wenn du vorher durchwatest, siehst du nicht jedes loch im boden. selbst mit einem hanomag hatten wir 2004 einen heftigen unfall in einer furt auf dem weg in die pörsmork, da wir in der furt in ein grosses loch gesackt sind. Rücklicht abgerissen, nummernschild weg, linke hintere ecke völlig demoliert, bleche standen ab.........und es war anstrengend da mit allrad wieder rauszukommen. auf diesem weg habe ich übrigens nach der ca 20. furt aufgehört zu zählen. autos mit wenig bodenfreiheit schwimmen auch schon mal gerne auf.

  • Früher ist kaum ein Tourist auf die Idee gekommen mit einem 2WD ins Hochland zu fahren, die Strecken hatten viel mehr Furten als heute und waren insgesamt auch rauer.
    Heute sind auf vielen Hochlandstrecken die Furten verrohrt oder überbrückt worden und die Strecken breiter und ebener. Das zieht immer mehr Touristen auch mit 2WD Mietwägen ins Hochland. Durch den stark gestiegenen Verkehr auf vielen Strecken, insbesondere auf dem Kjalvegur (Str. 35) und der 208 sind diese nun über weite Teile des Sommers mit ausgeprägtem Wellblech versehen und dieses ist für die Fahrwerke von PKWs und 2WD Campern eine Tortur.
    Und vor 20 Jahren waren viele PKW noch robuster als heutige, die moderne Elektronik mag meist keine langen Rüttelstrecken und Feuchtigkeit erst recht nicht. Unser Touran (eigenes Fahrzeug) hat diesen Sommer auf der Kaldidalur eine Lightshow im Armaturenbrett veranstaltet, Warn- & Kontrollleuchten fingen wild an zu blinken, begleitet von einem Warnton. Nach der Strecke war alles wieder ok.


    Mit einen SUV ist die 208 auf der gesamten Strecke bei normalen Bedingungen überhaupt kein Problem, die Furten sind nicht tief und haben geringe Strömung und klares Wasser. Bei starkem Regen oder Aktivitäten im Vatnajökull oder Mýrdalsjökull kann es dort ganz anders aussehen.

  • Der Unterschied 4 WD zu 2 WD ist schon gravierend- und ich denke schlicht, warum heute mehr Leute einen 4 WD fahren, liegt darin das mehr Hersteller den zu bezahlbaren Preisen in ganz normale Autos verbauen.
    Als Reiter habe ich lange Strecken mit Pferdehänger gefahren und viele Events besucht. Ob mit oder ohne Hänger- bei Steigungen, rutschigen Strassen oder gar Feldwegen, Bodenwellen (auf Feldwegen), tiefem Boden (Matsch, Sand, Gravelroad) ist man DEFINITIV froh einen 4 WD zu haben.
    Mein erster 4 WD war ein Suzuki Vitara, (damals noch ne Blechkiste) danach bin ich lange Zeit Subarus gefahren ( Legacy und Forester)


    Ich fahre aktuell einen Opel Meriva  :D - natürlich 2 WD  :D - und der ist schon erstaunlich geländegängig im Wald, auf Feldwegen- aber im Matsch, bei Bodenwellen und auch an Steigungen loost der total. Die Kaldidalur würde ich mit dem Ding garantiert nicht fahren wollen und einige andere Pisten auch nicht. Obwohl ich keine Probleme darin sehen würde, auf normalen Gravel Roads zu fahren. Außerdem hat der mehr Bodenfreiheit als mancher SUV....wobei das mein zweiter Meriva ist, auch schon 10 Jahre alt und der auch schon eine sehr zickige Elektronik hat. Zu elegant Serpentinenstraßen gekratzt und der blinkt wie ein Weihnachtsbaum.


    Übrigens kostet die Fahrzeugbergung eines eigenes Fahrzeuges auch nicht weniger als die eines Mietfahrzeuges und den eigenen Wertverlust kann man dazu einrechnen.....


    Auf einer normalen Strasse ist ein dicker SUV eh nur Spielerei....aber eine nette.....


    Wenn ich nun einen alten VW Käfer- oder was ich selbst immer gefahren bin, Mini Cooper- das waren Blechkisten. Robust, manchmal zickig, aber mit nem Schraubenschlüssel in der Hand hast Du den noch selbst repariert.


    Heute hat nahezu jedes Auto zickige Elektronik, auch und gerade die beliebten SUVs und leider auch die neueren "echten" Geländefahrzeuge. Und DIE ist durchaus sehr empfindlich auf rauhen Pisten.


    Heute muß man ja das halbe Auto zerlegen um ne Scheinwerferbirne zu ersetzen.....

  • Verbüffend ist halt daß vor 20 Jahren, als nur wenige 4wd hatten, vieles mit robusten 2wd ging.
    Jetzt, wo alle Welt 4wd hat, wird vor noch mehr Routen gewarnt.
    Seltsam...


    Das Problem hängt ja gar nicht unbedingt an 2WD oder 4WD. Das Problem hängt viel mehr daran, dass vor -zig Jahren keine empfindliche Elektronik "gewaschen" wurde, wenn die Furt zu tief war, dass es keine möglicherweise zu tief liegende Ansaugung gab usw usf.
    Ich kann nicht erkennen, was für ein Auto das auf dem Avatar ist. Fahr die Kaldidalur und entscheide dann, ob Du Deinem Auto weitere Experimente zumuten willst. Die 901 ist tatsächlich einfach die alte Ringstraße und mit jedem PKW befahrbar. Wenn Dein Auto eine Wattiefe von mindestens 30 cm besitzt (bei modernen SUV ist das oftmals gar nicht so einfach rauszukriegen), kannst Du auch Landmannalaugar von Süden probieren, sofern die Wasserstände im normalen Bereich sind und Ihr das nicht grad direkt nach Pistenöffnung probieren wollt (dann steht das Wasser erfahrungsgemäß noch höher). Bis zur Eldgá ist die Strecke auch nicht furtfrei, wenn ich das richtig im Kopf habe, auch nicht von Süden her. Nur die tiefe Furt direkt vor der Schlucht ist nicht mehr befahrbar (es geht dahinter nur zu Fuß weiter, wegen mehrer Erdrutsche)

  • Was sehr oft auch unterschätzt, ignoriert oder einfach aus Unwissenheit nicht beachdet wird.


    Die Reifen sind immer DAS Bindeglied zwischen Auto und Fahrbahn. Egal ob Allrad oder nicht.


    Beispiel.
    Wenn ich einen robustet PKW mit ordentlich Bodenfreiheit habe auf dem robuste Reifen aufgezogen sind kann manches funktionieren. Ich beziehe das jetzt ganz allgemein ( nicht nur auf Island).
    Es gibt Leute die sind mit dem Trabi bis Kapstadt gefahren.


    Wenn ich hingegen einen modernen SUV mit Allrad (oft läßt da die Bodenfreiheit auch zu wünschen übrig) habe auf dem Straßenreifen aufgezogen sind, brauch ich mich nicht wundern, wenn ich Reifenschäden habe. Von mangelnder Traktion auf feuchtem Untergrund mal ganz zu schweigen.


    Wenn ich das richtig erkenne bist du mit einem neuen Grand Vitara unterwegs. Ich gehe davon aus das du mit Straßenreifen und keinem vollwertigen Ersatzrad unterwegs bist. Allein dieser Umstand würde mir im Gelände Bauchschmerzen bereiten.


    viele Grüße
    Mathias islandwinke