Das sollte man in Island NIEMALS tun!

  • Die Geister die ich rief!


    Hauptursache für alle Schauergeschichten hier ist doch, dass Island immer weiter für ganz neue Urlauberklientel geöffnet wird. Mit jedem neuen Mietwagen auf der Insel, mit jedem Flugslot, mit jedem neuen Km Asphalt auf der Insel (fehlt nur, dass das Hochland noch asphaltiert wird - Gravel gibt es bald nur noch im Museum).


    Den Menschen auf Island kann ich es nicht verübeln, aber wer Geld und Zivilisation in den entlegendsten Dörfern bequem haben will, bekommt genau das - mit allen Konsequenzen!


    Die Outdoorliebhaber von altem Schlag haben einfach zu wenig Geld im Land gelassen - da sind die "Island-ist-In-Touris", die was-lacostet-die-Welt den Geländewagen buchen und alles "erleben" wollen, was die Insel bietet, und Flipfloptouristen die eine Woche alle Veranstaltungen /Führungen/Touren durchbuchen, weit lukrativer.


    Das hätte man sich eigentlich denken können, wenn man fast 7x so viele Touris pro Jahr ins Land holt, wie man Einwohner hat, Tendenz steigend. Plötzlich werden Staus in Island Normalität.

    Und die Infrastruktur wird ja gerade erst weiter ausgebaut -- noch mehr Menschen werden folgen...Busparkplätze/ Cafes /Tankstellen/ Supermärkte - war nicht im Gespräch Egilstadir zum internationalen Flughafen auszubauen? Dann wäre es auch im Norden/Osten aus mit Ruhe.


    Absolut sind das im Vergleich mit anderen Urlaubsregionen wahrscheinlich gar nicht so viele Touristen, aber ein Land das für Einsamkeit/Stille/Natur pur steht, eine Katastrophe - der Charakter des Landes, das Besondere geht verloren!

    Wer neu auf der Insel ist, wird es gar nicht verstehen.... aber ich fand die typischen Reiseführerziele in diese Frühjahr unerträglich - wenn ich schon den neuen Busparkplatz sehe.....z.B. Black Sad Beach mit Restaurant ...habe ich keine Lust mehr; kein Naturelebnis ohne 10 Phantoms oder Parriots surrend über einem

  • Markus - der ist richtig gut ^^


    Es gab in Island doch mal eine Ansichtskarte mit Wikingern drauf die hinter einem Felsen den Geysir an - und abdrehen ;)

    und grinsen sich dabei einen ab .....


    Die hab ich mal meinen Eltern geschickt - vielleicht gibt es die ja sogar nach 25 Jahren noch...

    "hot and cold water everywhere" stand drauf, oder ?

  • Bei allem Unwillen über die Veränderungen durch den Tourismus sollten wir aber nicht vergessen, dass die Straßen zum großen Teil nicht für uns asphaltiert werden, sondern um der Landbevölkerung eine bessere Anbindung zu ermöglichen. Was für uns Island-Romantik ist, ist für die im Abseits wohnenden jungen Menschen häufig der Grund diese Gegenden zu verlassen. Nicht wir sind es, die im Winter von der Außenwelt abgeschnitten werden.


    Das zur Heringszeit bedeutende Siglufjörður konnte erst wieder aufleben, als es durch den Tunnel nicht mehr einen guten Teil des Jahres nicht - und sonst nur schwer erreichbar war.


    Wir wünschen uns, dass bei den Sanitäranlagen der Camplngplätze die Neuzeit einkehrt, aber außenrum die Wikingerromantik erhalten bleibt. So weh uns das tut, wir wollen ja unser Zuhause auch über eine gut befahrbare Straße erreichen.


    Touristenströme stoppen? Ich denke, auf einem Gebiet wäre das möglich. Die Anlegegenehmigungen der Dieselabgase auspustenden Kreuzfahrtschiffe könnten sicher begrenzt werden, zumal diese Gäste nur wenig Geld außerhalb der Busunternehmen und Liegegbühren im Land lassen. Aber ..........





  • Jedes ding hat nun mal zwei Seiten und leider können wir uns nicht immer die schönste davon aussuchen.

    Es bleibt zu hoffen, daß ein guter Mittelweg gefunden wird und Island in seiner ganzen Schönheit dabei erhalten bleibt. :)

  • Also, ich finde das gut :nummer1:

    • Touristen, die im Sommer das Licht um Mitternacht ausknipsen wollen um Nordlichter zu sehen
    • Touristen, die jemanden auf einen Vulkan schicken möchten, damit dieser speit
    • Touristen, die den LOLL.Laden nicht finden
    • Touristen, die es massiv stört, dass es bei einem Berg rauf und man staune auch runter geht
    • Touristen, die denken Island ist ein Teil des Festlandes
    • usw usw


    die kommen jedenfalls nicht wieder. :nummer1:

    Alles hat auch seine positiven Seiten.

  • Jedes ding hat nun mal zwei Seiten und leider können wir uns nicht immer die schönste davon aussuchen.

    Es bleibt zu hoffen, daß ein guter Mittelweg gefunden wird und Island in seiner ganzen Schönheit dabei erhalten bleibt. :)

    Du hast es voll und ganz auf den Punkt gebracht!

  • Na, ist doch perfekt der Platz! Gleich daneben die Toiletten der Harpa und das Geländer daneben zum Aufhängen der Wäsche. Und diese verkehrsgünstige Lage...

    Am Reykjaviker Flughafen gibt's doch auch noch viel ungenütztes Grün neben der Start- und Landebahn... Das da noch keiner campt?

    Ironie--Smiley





  • Na, ist doch perfekt der Platz! Gleich daneben die Toiletten der Harpa und das Geländer daneben zum Aufhängen der Wäsche. Und diese verkehrsgünstige Lage...

    Am Reykjaviker Flughafen gibt's doch auch noch viel ungenütztes Grün neben der Start- und Landebahn... Das da noch keiner campt?

    Ironie--Smiley

    ... dann müssen die nur noch sehen, wie sie die Klogebühren in Harpa umgehen ... Und nachts dürfen sie auch nicht mal müssen müssen . :patsch:Harpa schließt glaube ich um Mitternacht ihre Pforten.


    Und das grün am Flughafen ist nicht ungenutzt. Da wohnen ganz viele Austernfischer und so;)

  • Wobei es in Reykjavík schon nicht mehr sicher ist, ob das Touristen sind oder Einheimische. Es müssen auch etliche Reykjavíker zelten, weil sie - zumindest im AirBnB-Sommer - keine Wohnung finden. Ich meinte gestern noch selber zu dem entsprechenden FB-Posting, die sollten nicht dezent im Laugardalur campen, sondern demonstrativ mitten am Austurvöllur.

    Die Zustände werden langsam echt unhaltbar.





  • Wobei es in Reykjavík schon nicht mehr sicher ist, ob das Touristen sind oder Einheimische. Es müssen auch etliche Reykjavíker zelten, weil sie - zumindest im AirBnB-Sommer - keine Wohnung finden. Ich meinte gestern noch selber zu dem entsprechenden FB-Posting, die sollten nicht dezent im Laugardalur campen, sondern demonstrativ mitten am Austurvöllur.

    Die Zustände werden langsam echt unhaltbar.

    Dazu muss ich als Reykjavíker doch auch mal was sagen, und zwar habe ich bis jetzt nur erlebt, dass Leute keine Wohnung finden, die nicht bereit sind sich den neuen Mietpreisen anzupassen (wohl gemerkt, unsere Gehälter steigen auch).
    Wir sind ein sehr junges Paar (22 & 24) mit 3! grossen Hunden und wir hatten noch nie das Problem eine Wohnung zu finden. Auch aktuell nicht, sind voriges Wochenende umgezogen.

  • Bei der Zeltfarbe ist es bestimmt ein Kunstprojekt, um auf die Eintönigkeit der Zeltfarben im Hochland aufmerksam zu machen. 😊

    Ich hätte da mal einen Vorschlag zur farblichen Gestaltung - in Rosa, Hellblau und Weiß - die Teile sind doch überall im Land auf den Feldern verteilt und könnten so vielleicht wiederverwertet werden. ;)

  • Drottning :

    Steigen die Gehälter im passenden Verhältnis zu den Mietpreisen? Zweifelhaft.

    Es geht nicht um eine "Bereitschaft", sich den steigenden Mieten anzupassen, sondern um eine Notwendigkeit, die z.T. unverschämt ausgenutzt wird.

    Ihr wohnt nicht in Reykjavík selber (außer euer Umzug hat euch von M. dahin geführt). Aber nicht jeder will oder kann lange Wege zur Arbeit in Kauf nehmen.

    Den Artikel in der isländischen Presse über im Laugardalur zeltende Reykjavíker halte ich auch nicht für bloße Sommerlochfüllung. Ich kenne ein älteres Ehepaar, um die 70, die sogar in Akureyri gnadenlos aus ihrer langjährigen Mietwohnung rausflogen, weil die verkauft werden sollte. (Zum Glück konnten sie bei Verwandten auüerhalb der Stadt unterkommen).

    Sowas wie gesetzlich verankerten Mieterschutz und angemessene Kündigungsfristen gibt es ja auch nicht.