2. Islandtour im Winter

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  • Hi,


    ich war vor einigen Jahren (2010) schonmal im Sommer in Island. Ende Mai/Anfang Juni.


    Die Tour damals war die klassische Ringstraße mit:

    Reykjavik – Borgarnes - Snefellsnes - Saeberg - Akuyeri - Myvatn - Eine Nacht auf Farm unterwegs - Egilstadir- Hoefn - Hvoll - Vik - Arnes - Gaulverjaskoli - Keflavik


    Jeweils 1 Nacht vor Ort.

    Teil1 der Route auf google-maps: https://goo.gl/maps/b1TZiAESCtG2

    Und Teil 2: https://goo.gl/maps/jJd2mC5kb2s


    Ich glaube nämlich, dass ich die Orte nicht ganz 100% Korrekt habe. Das sind meine Aufzeichnungen von damals und daher der google-maps-links zum verdeutlichen.


    Reykjavik hat mir dabei gut gefallen, wobei da 1 voller Tag eigentlich reicht.

    Gleich die Strecke nach Borgarnes/Snefellsnes war auch schön. Danach habe ich bis Akuyeri/Myvatn (Thermalgebiet mit Schwefeltöpfen etc) nicht mehr viel in Erinnerung. Myvatn war dann wieder ein Highlight.

    Der Abstecher von Egilstadir nach Seyðisfjörður war auch nicht schlecht.


    Richtig beeindruckend waren dann die Gletscher(-Seen) im Süden bei Skaftafell (Hoefn - Hvoll - Vik) und dann natürlich nochmal die Thermalgebiete bei Arnes (großer Geysir und so).


    Soweit mal zur Vergangenheit.


    Jetzt will meine Frau auch mal nach Island (war damals nicht dabei) und würde gerne gefrorene Wasserfälle und Polarlichter sehen.

    Natürlich ist das extrem wetterabhänging und kaum planbar - aber was solls.


    Dementsprechend wäre geplanter Reisezeitraum ca. 1 - 2 Wochen ab Mitte März - das sollte doch (grundsätzlich) soweit passen. Oder?


    Und dann ist halt die Frage nach der Route.

    Rundreise mit PKW (Mietwagen - Kleinwagen!!)? Rundreise wohin dann? Vor allem um die Jahreszeit (falls es doch stürmt und schneit)?


    Oder lieber ein paar Tage an einem Ort bleiben? z.B. Ferienwohnung bei Selfoss und sich dann nur auf den "golden circle" beschränken?


    Oder 2 kleinere Aufenthalte wie z.B. ein paar Tage Akuyeri/Myvatn (Flug und Ferienwohnung/Mietwagen dort) und anschließend noch bei Selfoss?


    Grundsätzlich sind wir sehr aktive Leute, die lange im Auto sitzen können und gerne wandern. Also 2 Stunden Autofahren und danach in nem Hotel rumsitzen ("wellness") ist jetzt eher nicht unser Ding.

    Wobei bei ner Ferienwohnung ein hot tub dann schon eher ein Muss wäre :-)

  • Wir waren 2016 und 2017 jeweils in der ersten Märzwoche auf Island.

    Kleinwagen würde ich eher nicht empfehlen, bei den oft heftigen Winterstürmen kann das unangenehm werden. Wir hatten beide Male einen 4x4, was nicht unbedingt sein muss (aber natürlich manchmal ganz nützlich ist) Auf jeden Fall würde ich auf sehr gute Winterreifen, idealerweise mit Spikes achten bzw. gleich so buchen.

    Wir haben vorab nur die erste und letzte Nacht gebucht (machen wir eh immer so), dann ist man unabhängig und kann sich und sein Tun sehr gut nach dem Wetter richten.

    2016 war es sehr winterlich. Wir sind über Snaefellsnes (1 Tag) gen Norden bis zum Myvatn gefahren. Im Norden gab es Eis und Schnee in Mengen, vereiste Straßen, Schneesturm & strahlenden Sonnenschein, immer aber recht viel Wind, der den Schnee dauerhaft in Schleiern über die Straße trieb. Dazu tagsüber um die minus 15 Grad. Es war großartig! Der Godafoss war ziemlich gefroren, überall war Schnee, durch den Wind von allen Seiten- meine erste Ahnung von "White-out" habe ich dort bekommen. Eyjafjördur&Skagafjördur präsentierten sich mit wunderbarstem Sonnenschein und Schnee, Schnee und... ja, Schnee :) In Akureyri lag er überall übermannshoch an den Straßen aufgetürmt.

    Wegen des vielen Schnees sind wir zwei Tage vor Heimflug dann in den Süden gefahren, über die berüchtigten Pässe war es teils schon recht abenteuerlich. Im Süden war auch Schnee, aber nicht ganz so viel, wir haben die großen Highlights an der Südküste im Winter angeschaut. In der Nacht vor dem Abflug gab es etwa einen halben Meter Neuschnee. Die Fahrt über die Hellisheidi war spannend, aber machbar, zum Glück war der Pass auch nicht geschlossen.

    Dieses Jahr kamen wir ca. eine Woche nach dem massiven Schneefalls in Südisland. Es lag noch allerorten an den Straßen jede Menge Schnee, die Straßen selbst waren frei. Da wir ein bisschen nord-addicted sind und auch dort sich hauptsächlich Freunde&Wahlfamilie tummeln, sind wir wieder via Snaefellsnes (das muss einfach und ist im Winter wunderschön) in den Norden. Dieses Mal nicht so viel Schnee, auch nicht so kalt, dadurch konnten wir u.a. zum Aldeyarfoss, der ja am Rande des Hochlande etwa 40 km stromauf vom Godafoss liegt. Auch der war wunderschön gefroren (und erforderte eine 5 km- Wanderung durch knietiefen Schnee - bei schönstem Sonnenschein).

    Auch Nordlicht haben wir reichlich gesehen.


    Nur Selfoss und Golden Circle wäre mir nix, aber es gibt genügend Leute, die ein festes Ferienhaus bevorzugen. Flug nach Akureyri ist sicher eine Option, man muss aber bedenken, dass Inlandsflüge im Winter gerne mal ausfallen. Im sturmreichen Winter 2014/2015 gab es mehr gecancelte als durchgeführte Flüge.

  • Danke, Silke, das hatte sich wirklich gelohnt!

    Als wir kurz in einer Schneewehe feststeckten und ein Stück zurückfahren mussten, hatte meine Tochter das schon abgehakt. Aber ich meinte, bei dem schönen Wetter und nur knapp fünf Kilometern könnten wir es doch zu Fuß versuchen. Nach einigem Genörgel und ein Paar zusätzlichen Leggings unter den Jeans durften wir dann auch loslaufen. Unterwegs habe ich mich dann zwar ein paarmal gefragt, wessen Idee das eigentlich war :D, der Weg war teilweise durch den Schnee ziemlich beschwerlich. Dafür wartete dann diese Schönheit auf uns- und das oben ist nur ein Handyfoto ;) 





  • Hallo Peter!

    Bist du mit sehr winterlichen Straßenverhältnissen vertraut?
    Was Katrin über das Fahrzeug schreibt kann ich voll unterzeichnen.
    4 x 4 + Spike, es kann schon sein dass die Straßen frei sind, kann sich aber über Nacht ändern.
    Um Nordlichter zu sehen müsst ihr nicht um die Insel herumfahren.
    Der Süden bietet auch vereiste Wasserfälle am goldenen Circle und den Geysir gibt es ohnehin nur im Süden.

    Auf jeden Fall solltet ihr euch "Unterzieh-Spikes" für die Schuhe besorgen. Es kann der Parkplatz beim Supermarkt aber sicherlich bei den Wasserfällen stark vereist sein. Der Zugang zum Geysir sowieso.
    Wo Wasser spritz, vereist es ... Wir haben "Grödel", das sind "kleine" Steigeisen zum unterziehen. Damit stehst du felsenfest am vereisten Weg, Im Supermarkt besser abstreifen ;-)

  • Das Auto ausgraben hat sich aber gelohnt.

    Tolle Fotos!!!!!!!!!!!!!

    thx1

    dankeschoen1

    WIr mussten ja eh 5 Stunden warten bis die Straßen frei waren wir hatten ja Zeit zu graben ;) Der eigentliche Plan war mit freien Straßen bis zum Geysir aber dafür war es zu spät und nachmittags noch nicht geräummt. Wäre sicher bei Schnee auch toll gewesen, aber wir waren froh, dass wir überhaupt noch irgendwohin kamen.

    Hier der komplette Bericht, der ganz gut zeigt, wie es im (un)günstigsten Fall laufen kann und dass sich Wetter und Winter selten so verhalten, wie geplant (nicht nur in Island):

    Kurzbericht: Rekordschnee, wir waren dabei! Schnee--Smiley





  • also kann's schon sehr winterlich sein.


    Wie ist es denn mit Quartieren um die Jahreszeit? Findet man da problemlos was oder ist das eher schwierig? Also wie spontan kann/muss man bei der Routenplanung sein?


    Und zum Thema Auto: Wenn ich über z.B. billiger-Mietwagen.de das Auto bei einem üblichen Vermieter (keine Ahnung, z.B. Pay-less oder Procar) miete, bekomme ich dann (ggf. gegen Aufpreis) entsprechende Winterausrüstung (Spikes)?

    Und ein Golf (oder vergleichbares Auto) ist dann eher nix? Lieber ein SUV (Dacia Duster o.ä.)?

  • Wir buchen meist in der Mittagszeit für die kommende Nacht. Hat bisher immer geklappt. Man darf sich halt nicht auf einen bestimmten Ort/ein bestimmtes Quartier festlegen, das klappt vielleicht nicht immer (vor allem im Südwesten).

    Wie das mit solchen Portalen funktioniert, weiß ich nicht, ich buche immer direkt bei einem Anbieter. Ich würde auch mit einem Golf fahren, kommt immer drauf an, was Du vorhast (also wie weit weg Du Dich von der Ringstraße/den dichter besiedelten Gebieten bewegen willst) und wieviel Erfahrung Du mit winterlichen Straßenverhältnissen hast.

  • Wir haben über einen Vermittler gebucht, dort schon Winterreifen angegeben und danach den Vermieter direkt angeschrieben und gefragt ob die Autos mit Spikes ausgerüstet sind. Man sagte uns, in der Regel schon, wir sollten ein paar Tage vorher aber nochmal schreiben, dass wir Spikes wollen und dann würden Sie versuchen, diese auch zu garantieren.

  • Vielen Dank schonmal für die Antworten.


    Jetzt geht's dann also an die Reiseplanung.

    Also wie gesagt: Es soll Ende März (Hinflug so um den 20.03.) losgehen. Gebucht ist noch nichts, hängt dann einfach vom Flugpreis/Verbindung ab.


    Die Dauer der Reise: Kommt auf die Tour drauf an. Maximal 2 Wochen.

    Für den Mietwagen ist es eigentlich egal - es gibt keinen Rabatt wenn man ne volle Woche nimmt. Egal wie lange, kostet immer 48 €/Tag (Golf, mit allen Versicherungen, also auch Dach/Unterboden).


    Mal so als erste Idee:

    Einmal komplett rum (Ringstrasse) würde ich eher nicht machen, weil der Osten jetzt mir nicht so super spannend in Erinnerung ist und da die Straßen (tendenziell/gefühlt) eher etwas schwieriger (steiler) waren - was ja gerade im Winter bei Eis und Schnee ne Herausforderung sein kann. Oder?


    Also als Idee:

    1. Tag: Hinflug nach Reykjavik

    2. Tag: Reykjavik anschauen

    3. Tag: Fahrt nach Snæfellsnes (160 km / 2 Stunden)

    4. Tag: Weiterfahrt nach Akureyri (400 km / 4,5 Stunden). Ist das zu weit? Lieber nen Zwischenstopp einbauen?

    5. Tag: Tagesausflug um Akureyri zum Myvatn. Die "blaue Lagune" dort (mir fällt der Name gerade nicht ein).

    6. Tag: Rückfahrt nach Reykjavik (Anmerkung wie für Tag 4).

    7. Tag: Golden Circle / Geysir / Übernachtung in Selfoss

    8. Tag: Zum Skaftafell-Nationalpark (300 km / 3,5 Stunden)

    9. Tag: Gletschersee Jökulsárlón / Umgebung Skaftafell-NP.

    10. Tag: Rückfahrt nach Reykjavik (350 km / 4 Stunden).

    11. Tag: Rückflug


    Fahrzeiten gem. Google-maps.

    So grundsätzlich schrecken uns die Strecken/Fahrzeiten nicht ab. Das ist völlig ok für uns, weil wir eigentlich immer recht früh aufbrechen und unterwegs keine großen Pausen (2 Stunden Mittagessen oder so) machen. Pausen nur für Sehenswürdigkeiten/Wanderungen/Spaziergänge.


    Und Ende März haben wir ja ca. 12 - 13 Stunden Tageslänge. Also Sonnenaufgang ca. 07:00. Losfahren ca. 08:00, wären bei 4 Stunden reiner Fahrtzeit ohne Pausen Ankunft um 12:00 am Ziel. Damit bleiben dann bis Sonnenuntergang um 20:00 noch 8 Stunden (!) am Zielort. Also mehr als ausreichend.


    Oder würdet ihr was grundsätzlich anderes machen? also andere Orte/andere Einteilung/etc?





  • Den 2. Tag würde ich nach hinten vor den Abflug verschieben. Im Winter ist es immer gut, einen Puffertag zu haben, zumal die Südküste recht sturmanfällig ist.

    Von Snaefellsnes nach Akureyri geht, kann aber wetterabhängig deutlich länger dauern und auch ein Umplanen erfordern. Wir sind auch schon vorletzten Winter von Snaefellsnes an den Myvatn gefahren, im Schneesturm. Ging auch. Dann kann man noch am Abend in das Bad und den nächsten Tag ausführlich der Myvatn-Gegend und der Fahrt zurück nach Akureyri widmen. Würde ich alles vom Wetter abhängig machen.

    Am Myvatn, das ist die Jardbodin bzw Myvatn Nature Bath.

    An Tag 6 (bzw. 5, wenn Reykjavik nach hinten wandert) würde ich nicht nach Reykjavik fahren, sondern entweder gleich zB bis Fludir, oder einen Zwischenstopp im Hraunfossar-Tal einlegen und von dort zum Golden Circle.

  • Zitat

    Rückfahrt nach Reykjavik (350 km / 4 Stunden).

    Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 87,5 km/h.
    Bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h ist das schon mehr als fahrlässig mit einer solchen Durchschnittsgeschwindigkeit zu kalkulieren :patsch:.

  • Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 87,5 km/h.
    Bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h ist das schon mehr als fahrlässig mit einer solchen Durchschnittsgeschwindigkeit zu kalkulieren :patsch:.

    So einen Beitrag finde ich leider sehr wenig hilfreich.


    Dann brauche ich für die Strecke halt keine 4 Stunden sondern 6 oder 7. Bei 12 Stunden Helligkeit ist das ja auch noch kein Problem. Der Weg ist das Ziel.


    Viel hilfreicher wäre eine Aussage, im Stile von:

    Für die Strecke brauchst du keine 4 sondern 7 Stunden reine Fahrtzeit und dann musst du dabei Sehenswürdigkeit 1, Sehenswürdigkeit 2 und Sehenswürdigkeit 3 - 5 auslassen und hast keine Zeit für Wanderung 1, 2 und 3.