Abenteuer im Hochland und in den Westfjorden

  • Die Frage ist, wart ihr bei der richtigen "anderen" Fischfabrik? Hier auf der Karte wäre die von der 643 aus über die 649 erreichbar. Sie liegt bei Eyri und wenn man dann durch die Fischfabrik hindurch die F649 weiterfährt, um das kleine Fjord Ingólfsfjörður herum, oben am kleinen alten Seljanesviti vorbei, kommt man auch zu den Häusern mit dem Wasserfall dahinter. Und noch ein Stück weiter ist dann Schluss und es geht nur noch zu Fuß oder per Pferd weiter nach Hornstrandir

    Ja ich glaub wir waren schon richtig, aber wir sind dann einfach nicht weiter gefahren, weil wir dachten die Straße wäre zu Ende. Und auf der Karte die sie uns gezeiugt hat, war der Wasserfall ganz nah der Fischfabrik.
    Tja so kann es eben kommen. Aber der Tag war eh schon super, ob mit richtigen oder falschen Wasserfall.

  • Ja ich glaub wir waren schon richtig, aber wir sind dann einfach nicht weiter gefahren, weil wir dachten die Straße wäre zu Ende. Und auf der Karte die sie uns gezeiugt hat, war der Wasserfall ganz nah der Fischfabrik.
    Tja so kann es eben kommen. Aber der Tag war eh schon super, ob mit richtigen oder falschen Wasserfall.

    Dann halt beim nächsten Mal. Es gibt doch immer wieder gute Gründe nach Island zu reisen GoIceland

    Wobei das demnächst dort vielleicht ganz anders aussieht. War da in dem Gebiet nicht auch mal wieder ein Kraftwerk im Gespräch?

  • Ja :( Es gibt ein tolles Video über Strandír bzw. das bedrohte Gebiet. Es gab ja voriges Jahr von Tomas Gudbjartsson so eine Initiative, in der er wöchentlich einen anderen Wasserfall in Strandír auf seiner FB-Seite vorgestellt hat, um den Kraftwerksbau und die damit verbundene Vernichtung von Natur ins Bewusstsein der Isländer zu rücken und auch das Video ist aus dieser Initiative/Wanderung zu den Wasserfällen entstanden. Es wurde, so meine ich, auch auf dem Norður og Niður- Festival gezeigt, oder, Isga ?

  • Danke Katrin für den Link. Sehr interessant.

    Tolles Video, wenn es nicht einen so traurigen Anlass für es gäbe.

    Island ist seit vielen Jahren an einer Art Scheideweg . Verträglicher Tourismus, Eingriffe in die Natur zur Energiegewinnung etc.

    Für mich ist eins klar: Wenn Island so weitermacht mit seinen vielen Veränderungen der Landschaft, um es vorsichtig auszudrücken, wird es den Reiz verlieren.



  • Danke nochmal für den Link. Hatte ich schon mal gesehen, aber kann man sich eigentlich nicht oft genug ansehen. Wäre wirklich wünschenswert, dass diese wundervolle Natur auch unseren Nachfolgegenerationen erhalten bleibt. Vielleicht klappt es ja mit dem Naturschutzgebiet,

  • 24.8.2017


    10. Tag


    Die Nacht war kurz, sehr kurz. Oder eher gesagt unruhig. Die guten Leute die am Nachmittag kamen, gingen Mitten in der Nacht und leider nicht leise. Die steile Treppe kann man anscheinend auch in Dunkelheit sehr schnell, laut auf und ab steigen und als besonderes extra noch die Koffer dagegen knallen. Selbst mein Bruder ist bei dem Krach aufgewacht und der kann selbst bei Rammstein schlafen wie ein Baby. Deswegen stehen wir eher langsam und schweigsam auf. Als wir nach Draußen treten sehen wir die Umgebung in ein weißen Kleid gehüllt. Nebel oder Wolken der Unterschied ist nicht eindeutig. Erstaunlich wie wandelfähig die Landschaft ist. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, denn ich muss nun Truppi an der Küste entlang fahren und man kann nicht mal 100 Meter weit sehen. Das wird ja lustig…. Bloß keine Gedanken daran verschwenden, dass der Abgrund sehr nah ist. Truppe piept wie nach wie vor, also müssen wir los, er braucht vielleicht wirklich Hilfe?


    (gespenstische Stille)


    Zum Glück lichtet sich der Nebel nach einer halben Stunde und wir könne ganz entspannt uns den Weg zurück zur Zivilisation erfahren. Das Zwischenziel heißt Ísafjörður, also rauf auf die 61 und schön die Küste entlang. Wir genießen die Aussicht, jedoch können wir nicht wirklich anhalten, immerhin haben wir ein Date mit der Werkstatt. So können wir nur traurig gucken und denken, ach da hätten wir wandern können oder da, aber nein wir müssen fahren. Nur zweimal machen wir Halt, um die Aussicht auch einmal zu genießen.




    In der Stadt angekommen, wollte mein Bruder aber erst mal zur Tankstelle, Reifendruck messen. Alles super, also daran kann es nicht liegen. Somit zuckt mein Bruder das Handy und ruft die Werkstatt an, die wollen uns die Adresse per SMS schicken…. 10 Minuten später noch einmal anrufen, SMS raus aber bei uns nicht angekommen also zweiter Versuch…. 10 Minuten später, nein nichts kommt an. Also Anruf und eine vage Wegbeschreibung erfahren. Wir fahren los und folgen der Wegbeschreibung. Irgendwann sehen wir einen Mann winken, aha das muss es wohl sein. Schnell auf den Parkplatz. Ein junger Mann macht die Tür auf und wir zeigen oder eher wir lassen ihn unser Problem hören. Er nickt kurz und erklärt uns dann, dass es die Schlüsselsicherung ist. Das Auto denkt der Schlüssel steckt noch im Zündschluss darum piept er, wenn wir den Schlüssel richtig rausziehen erlischt der Peipton. Mein Bruder und ich gucken etwas doof, fühlen tun wir uns auch etwas doof. Wir versichern, dass das Truppi erst seit kurzen macht. Er zuckt mit den Achseln und meint, das ist ein alter Patrol die sind manchmal etwas komisch. Ok…. Na denn, wir verabschieden uns und ich bin froh, dass Truppi nichts Ernstes fehlt.


    Wir entscheiden uns, direkt zum Hotel nach Bolungarvik zu fahren. Wir werden freundlich begrüßt und wir erhalten sogleich Informationen was wir noch machen könnten. Erst einmal sollten wir bei den Wetter hinauf auf den Berg fahren zur alten Militärstation, von dort hätte man den besten Blick. Und dann zur alten Küstenstraße, diese sei zwar gesperrt, man könnte sie aber trotzdem fahren, oder man kann dort lange entlang wandern. Wir tun wie uns geheißen und scheuchen Truppi den Berg hinauf. Aber es lohnt sich, der Blick ist großartig. Nach einer Informationstafel stehen wir auf den ältesten Teils Island. Wir sind so weit oben, das unter uns auch ein paar Wolken sind! Leider ist es doch sehr windig hier, sodass wir den Rückzug antreten müssen.


    (Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein)





    (und wieder nach unten)


    Hin zur alten Küstenstraße, wir entscheiden uns aber diese nicht langzufahren, sondern zu gehen. Doch zunächst essen wir etwas. So gestärkt, treten wir den Marsch an und beobachten ein Kreuzfahrtschiff wie es Richtung Meer schippert. Wir gehen eine gute Stunde bis es uns zu kalt wird, die Sonne hat sich nämlich hinter den Berg verkrochen und somit drehen wir um. Und tatsächlich kommt uns dann ein Auto entgehen. Ich hätte mich das nicht getraut, denn teilweise ist die Straße schon zur Hälfte weggebrochen, aber naja es ist nicht unmöglich.


    (die Sonne verseckt sich schon)



    (die Straße mit ein paar Steinen und.....)



    (einem Erdrutsch, ok einer von vielen)


    Am Abend schreiben wir noch ein paar Postkarten die wir morgen abschicken wollen (Spoiler, diese Postkarten kommen erst fast einen ganzen Monat später an!).


    (Entspannung am Meer, meine Handballkollegin hielt die Küste am anderen Ufer erst für Wellen und war ganz erschrocken wie groß und weit das alles ist)



  • Schön, dass es hier weiter geht. Ich lese deinen Reisebericht sehr gerne. dankeschoen1

    Das könnte mich echt antreiben meinen eigenen Bericht aus dem letzten Jahr abzuschließen. Zwar lange her, aber Islanderinnerungen verfliegen schließlich nie islandwinke

  • Schön, dass es hier weiter geht. Ich lese deinen Reisebericht sehr gerne. dankeschoen1

    Das könnte mich echt antreiben meinen eigenen Bericht aus dem letzten Jahr abzuschließen. Zwar lange her, aber Islanderinnerungen verfliegen schließlich nie islandwinke

    das trifft sich gut, denn ich lese deine Reiseberichte auch sehr gerne. Also ran an die Tasten!

  • 25.8.17


    11. Tag


    10 Tage lang erstaunlich gutes Wetter gehabt, aber ab heute verschlechtert sich das Wetter. Aber wir wollen nicht klagen, wir wurden ja reichlich mit Sonne belohnt. Die Nacht war erstaunlich ruhig, wir waren im Hotel ganz alleine. Ein Tag vor uns und einen Tag nach uns ist das Hotel ausgebucht, also Glück gehabt! Zum Frühstück gibt es unter anderem frittierten Schrimp. Hatte ich noch nie, aber warum nicht mal probieren und nachdem ich nicht tot umgefallen bin, traut sich mein Bruder auch ran. Wir wechseln noch ein paar nette Worte mit dem Besitzer, der fragt ob wir nicht vielleicht hier leben wollen in Island. Nachdem ich erklärt habe das ich ein Sprachphobiker bin und mein Bruder Landwirt ist, erstirbt das Gespräch.

    Gut, dann machen wir uns auf den Weg, Truppi meint es gut und weckt alle Leute die jetzt noch schlafen mit seinen lauten Quietschen. Unser Ziel ist heute der Wasserfall Dynjandi. Dafür geht es zurück nach Isafjördur neben einen Supermarkt habe ich ein Briefkasten gesehen und wir schmeißen unsere Postkarten ein, die eine halbe Ewigkeit irgendwo lagern werden. Das nächste Abenteuer heiß einspuriger Tunnel, sehr ungewöhnlich. Aber es gibt genügen Haltebuchten, aber was für ein Verkehr hier herrscht! Aber irgendwann schaffen wir es hinaus in den Regen. Beim Wasserfall ist natürlich schon einiges los, aber das stört uns zunächst nicht. Wir erklimmen die Steigung und freuen uns über das schöne Nass.






    (einmal die Aussicht)



    (geschafft)


    Einige der Wege sind gesperrt, damit sie sich erholen können. Aber Schilder und Absperrungen kann man auch ignorieren und so sehen wir einige die dies einfach tun. Kopfschütteln verlassen wir den Wasserfall. Mehr steht heute nicht auf den Programm. Wir machen uns auf zu unserer Unterkunft und diese liegt im Tálknafjörður. Wir sind recht früh da und somit ist klar wo es hin geht. In den Hot Pot, der längst kein Geheimnis mehr ist und nicht wirklich gut gepflegt ist, aber ok wir hoffen das Beste. Mit uns sind noch ein paar andere Leute da, darunter auch Deutsche oder jedenfalls Leute die eine Art deutsch sprechen. Aber dann irgendwann sind wir alleine in den heißen Becken und können die wunderbare Aussicht genießen. Irgendwann kommen dann entweder Isländer die sehr russisch aussehen oder Russen die isländisch sprechen. Jedenfalls ist für uns die Zeit gekommen zu gehen und einen gemütlichen Abend anzugehen. Ok, er wäre gemütlich wenn mein Bruder nicht komische Youtube Videos gucken würden, in denen Leute aus unterschiedliche Geräusche versuchen „Musik“ zu kreieren. Ich ziehe mich in den Aufenthaltsraum zurück und verbringe meine Zeit mit einem Buch.


    (mit der Aussieht liegt man doch gerne im heißen Nass)