Ringstraße mit Kind im September 2018 - Teil 1

  • Nachdem ich hier schon deutlich länger mitlese, als ich auch registriert bin, möchte ich mich an dieser Stelle mal für die ganzen Tipps und Infos bedanken, von denen ich (nicht nur bei diesem Trip) sehr profitiert habe.

    Insbesondere hat mich im Frühjahr ein User inspiriert, der hier berichtete, dass er mit seinem Sohn verreisen wollte, der noch im Kindergartenalter war.

    Irgendwie finde ich die Beiträge nicht mehr und ich weiß auch nicht, wie er hieß. Wie auch immer: es führte dazu, dass auch ich mich traute, mit meinem 5-jährigen einen "Männerurlaub" zu machen - und ich habe es nicht bereut. Geplant war ursprünglich (wie bei den vorherigen Touren auch), dass ich alleine fahre.


    Leute...wer und wo ihr auch seid: nehmt die Kurzen mit! Island ist ein Traum für Kinder! Und nicht nur sie werden es genießen, sondern IHR noch viel mehr: täglich glückliche "Oh" und "Ah" mit leuchtenden Kinderaugen...ihr werdet das nie mehr vergessen!

    :love::love::love:


    Und als kleines Dankeschön, gibt es nun ein paar Zeilen mit Bildern zu 2.240 Km Island in 11 Tagen.


    Tag 1:


    Schon beim Anflug konnten wir unseren ersten Übernachtungsort, Grindavik, klar erkennen:



    Nach der Landung dann schnell unseren Honda CR-V 4WD, Diesel abholen. Für knapp 700,-€/11 Tage incl. aller Dach, Boden, Reifen, Glas und 0,00€ SB ein echtes Schnäppchen: 1 Jahr alt und gerade mal 20.000 Km auf dem Tacho.



    Da wir abends erst ankamen, ging's auf dem Weg nach Grindavik noch schnell zum Sonnenuntergang an der "Brücke zwischen den Kontinenten" vorbei, und dem Junior die sache mit den erdplatten nochmal näher bringen. Danach dann ab in unsere Unterkunft in Grindavik.



    Tag 2:


    Heute war die Südküste dran. Zunächst aber in Selfoss einkaufen und ein wenig Reiseproviant in die Kühltasche.

    Danach gleich zum ersten "Highlight für Kids": der Selljalandsfoss! Wann kann man schon mal hinter einem Wasserfall rumlaufen?



    Danach dann weiter...ja wohin wohl?



    Klar: der Skogafoss. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt: leider mit viel Trubel...aber ging. Sohnemann konnte rumrennen, am Wasser spielen und war dann hungrig: war ja auch schon deutliuch nach mittag...

    Wer da halt macht, dem sei diese "Lokalität" wärmstens ans Herz gelegt (an der Parkplatzausfahrt links am Ende):



    Seeehr lecker!

    essen1


    Danach noch um Dyrholey den ein oder anderen Stop einlegen...




    ...und bei VIk zwei Steinmännchen für Mama bauen...



    ...sowie der schönen Schlucht mit dem unaussprechlichen Namen Fjadrargljufur einen Besuch abstatten...



    ...bevor es in dem nicht weniger unaussprechlen Kirkjubaersklaustur ziemlich geschafft nach dem Abendessen ins Bett ging.


    Teil zwei folgt...

  • Und weiter geht's mit Teil 2:


    Tag 3:


    Nachdem es nachts anfing, in Strömen zu gießen und zu stürmen, befürchtete ich für den geplanten Besuch des Svinafell-Gletschers und der Lagune Jökulsarlon schon das schlimmste.

    Vom Svinafellgletscher gibt es daher auch kein Bild...ein kurzer Hops aus dem Auto, und nach zwei Minuten und einem Blick auf den Gletscherfuß im Nebel, hatten weder Papa noch Sohn Lust, hier länger zu bleiben.

    Es wurde dort ja eh gewarnt, sich nicht länger aufzuhalten, weil mit Rutschen zu rechnen wäre. Somit gings über die Hoppelpiste wieder zurück zur Ringstraße und weiter zur Gletscherlagune.

    Hier machte ich zwei Denkfehler:

    Fehler 1: ich hatte keine Fahrt im Amphibienfahrzeug vorgebucht, weil ich dachte, dass das um diese Jahreszeit unnötig wäre.

    Fehler 2: ich dachte dann, dass das auch nicht schlimm wäre, da es sowieso übelstes Wetter war.


    Tja...wenn Engel reisen, lacht der Himmel. Spätestens dann, wenn man ankommt:



    Die Sonne kam mit uns - und es tat sich ein "Loch im Himmel auf": nach wie vor sehr windig - aber klar!

    Und für den nächsten Tag hätten sie auch noch vier Tickets im Angebot...heute aber völlig ausgebucht.

    :wacko:


    Naja...Sohnemann glaubte mir, dass das bei dem Wind sowieso nicht so schön wäre und war auch so glücklich, über die "Eisberge" und das tolle Wetter!

    :saint:


    Nächste Übernachtung dann in Djupivogur.



    Tag 4:


    Heute eine kurze Etappe mit anschließender Erholung in Egilsstadir. Fahrtstrecke über den Öxipass.



    In Egilsstadir einmal rund um den See und Ungeheuer suchen. Erfolglos!

    Danach noch Kinderbespaßung im Stadtwald (super Spielplatz dort!) und ausschlafen.



    Tag 5:


    Tagesetappe heute:

    Erst mal über die Höhen des Ostens...



    ...danach zum Dettifoss/Selfoss...



    ...(wer genau kuckt, kann die Slackline über die Schlucht sehen, die an dem Tag von ein paar Abgefahrenen dort b egangen wurde).

    Und danach zum Geothermalgebiet Hverir:



    Ziel unserer Tagesetappe war dann Tungulending, etwas nördlich von Husavik.


    Tag 6:


    Walmuseum Husavik und Whalewatching...letzteres mit Erfolg und ca. 10 Buckelwalen.



    Danach wieder nach Tungulending zurück:



    Teil 3 folgt...

  • Danke für den schönen Bericht. Immer wieder erfrischend diese Islandlandschaften, egal, ob man sie schon tausend mal gesehen hat. Und das Cap Dyrholey möchte ich auch mal bei so einem Wetter erwischen. Bis jetzt war immer im Nebel.

    Ich freue mich auf Teil zwei.

  • Und weiter mit Teil 3:


    Tag 7:

    Tagesziel heute: Ein Rasthaus an der Ringstraße, Nähe Laugarbakki!


    Unterwegs noch am Godafoss vorbei und neben dem Wasserfall einen versteinerten troll entdecken:



    Danach zum Glaumbaer-Museum



    Und dann ins Bett.


    Tag 8:


    Snaefellsnes, über den Norden angefahren!

    Stykkisholmur



    Hakarl probieren (schmeckt weniger schlimm als erwartet)



    Kirchlein knipsen



    am Kirkjufell anhalten



    Und vorm Schlafengehen den Sonnenuntegang in Olafsvik genießen.





    Tag 9:


    Weiter um Snaefellsnes herum und staunen:



    Zum Leuchtturm:



    Und weiter zum befahrbaren Krater Holaholar:



    Und weil pro Thread nur 10 Bilder Platz haben: weiter im nächsten Beitrag.

  • Immer noch Tag 9:


    Zunächst zum Schiffswrack, bzw. dem, was davon übrig ist (mittlerweile mit dem Snaefellsjökull ohne Wolken!)...




    ...und dann den guten alten Bardur besuchen:



    Und natürlich die obligatorische Kirche:




    Ziel unserer Etappe war dann Fossatun:



    Tag 10:


    Heute dann mit Fahrtziel Keflavik via "52" zum Golden Circle. Ohne Kommentare...





    Und noch ein kurze Stippvisite in Reykjavik mit Hallgrimmskirche und Schokotorte im Loki.



    Tag 11:


    ;(;(;(






    Aber nach Island ist ja bekanntlich vor Island...

    GoIcelandwikinger2islandwinke



  • Beitrag von Lies ()

    Dieser Beitrag wurde von Silke gelöscht ().


  • Noch ein kurzer Nachtrag aus Kindersicht: was fand der Sohnemann „am tollsten?

    Zitat: „einfach alles!“

    😍


    Auf energisches Nachbohren kamen dann doch noch ein paar weitere Details, die auch mich manchmal erstaunten:


    - Walmuseum in Husavik: wir besuchten es morgens VOR dem Whalewatching. Somit hatte der Kleine durch die Ausmaße der Walskelette und die vielen Bilder und Filme eine bessere Vorstellung von dem, was ihm dann auf See tatsächlich begegnete. Und natürlich das Whalewatching danach!


    - Stadtwald von Egilsstaðir:

    Wunderschön zum spazieren gehen (uns begegnete genau 1 Mensch!) und vor allem: ein supercooler Spielplatz mit Seilrutsche und allerlei Kletterkram.


    - Selljalandsfoss: wie oben erwähnt. Und wie in allen Reiseführern erwähnt: wasserdicht anziehen - egal bei welchem Wetter! Und bitte nicht in Flipflops (tatsächlich gesehen!!) oder „Schühchen“: das ist dort kein Spazierweg, sondern geht schon ungesichert, nass und rutschig über Stock und Stein. Die Kleinen sollten daher tritt- und kraxelfest sein, falls man ganz rund will. Ansonsten rechts rum bis hinter den Wasserfall, und dann den selben Weg zurück. Ist gefühlt etwas einfacher. Wir gingen rund - ist also machbar.

    „Unser Plan“ ist immer der, dass der Junior ein Stückchen nach oben vorausklettert, so dass ich ihn beim abrutschen evtl. noch bremsen kann.

    Bergab dann umgekehrt. :)


    - Hallgrimmskirche: Aussicht vom Turm. Und die Kerze, die wir für meine knapp einem Jahr verstorbene Schwester, seine „Lieblingstante“ dort angezündet haben. Taetschel-Haetschel


    - Seelöwen auf Snæfellsnes bei Ytritunga (an der “54” auf ein Schild achten, in welches ein kleines Haus eingebaut wurde. Dort Richtung Strand bis zum Ende und zu Fuß weiter über die Dünen (links halten und suchen...).


    - Der Strokkur natürlich...


    - Die „Eisberge“ am Jökulsarlon.


    - Kraxeln und Pfützenspringen rund um Dettifoss und Selfoss :help:


    - ...und alle Pausen, an denen man rennen, hüpfen, klettern und Steine ins Wasser schmeißen konnte! 8o


    Weitere Fragen gerne hier, damit jede/r was davon hat. ;)

  • Schöne Bilder!


    Aber in 9 Tagen einmal rum. Respekt--Smiley

    Ooch...das geht sogar relativ stressfrei, wenn man nicht den Anspruch erhebt, unterwegs „alles“ abzuklappern und „kindgerecht“ viele kürzere - aber intensive - Stopps einlegt. Länger wie eine Stunde saßen wir nie am Stück im Auto.

    Und vermutlich wäre es mit Mama und Sohn zusammen stressiger! ;)