Zerspanungsmechaniker (CNC Dreher) / Fachkraft im Service (Wurst, Fleisch,Fisch, Käse)

  • Hallo liebe community,


    ich hätte da mal ein paar Fragen an euch und hoffe Ihr könntet sie mir beantworten.


    Bevor ich irgendwas in Angriff nehme, oder mir ernsthaft Gedanken drüber mache,(Thema Auswandern) würde ich gerne einmal wissen wie es in den oben genannten Berufen aussieht. Wird dort gesucht, wie sieht die Bezahlung aus ? Hat man in diesen Berufen gute Chancen hinein zu kommen ?


    Der erste und wichtige wäre Zerspanungsmechaniker (CNC Dreher) über 15 Jahre Erfahrung, deutsche Fachausbildung

    Der andere wäre im Service, Fleischereifachverkäuferin, also Wurst, Käse, Fleisch, Fisch verkauf in einer Metzgerei, oder in einem großen Supermarkt. War auch schon stellvertretende Filialleitung.


    Dann wären da noch zwei Kids, 3 und 5 würde man die gut Unterbringen, der kleine Kindergarten, die große würde bei uns nächstes Jahr schon in die Schule kommen, wie sieht das bei euch aus ? Mit welchem Alter geht's da los ?


    Grüße und einen schönen Sonntag,

    Hagen

  • Das geht,

    wenn Ihr Münchner Miet-und - Kaufpreise rechnet. Etwas Grundkapital habt und nicht stattgefundene Sommer, sowie lange Winter abkönnt.

    Die Kid's werden die wenigsten Probleme haben. CNC ist gesucht, das weiß ich aus Akureyri und bei Bonus gibt es auch immer Arbeit.

    Ohne finanzielles Polster würde ich es mit Kindern lassen, wenn vorhanden , warum nicht???????????????????????

  • Ok klingt doch schon mal nicht schlecht. Die Natur find ich genial, mit der Zeit bin ich immer mehr auf den Geschmack gekommen. Das Meer zieht mich magisch an, Wasser, Flüsse, Wasserfälle usw, einfach alles was mit Wasser zu tun hat. Den Sommer dieses Jahr hier habe ich gehasst dieses ewig abartig heiße Wetter. Und die letzten Jahre wars ja auch schon sehr heiß. Da wäre es mit dem kühlen Wetter schon angenehmer für mich.


    Von den Preisen sprichst du von einer Mietwohnung ? Wie sieht es denn etwas abseits aus mit kleinem Häuschen oder so ? Muss ja nicht direkt in der Stadt sein, kann auch gern außerhalb sein, kleines Nest, Dorf usw. hab ich eh lieber.


    Für das Finanzielle Polster würde das Haus verkauft, was ich hier dann nicht mehr brauche, denke dann sollte etwas vorhanden sein.


    Sprache wäre das Problem, ich würde hier nicht erst 3-4 Jahre die Sprache lernen wollen und dann los. Es müsste dann schon früher sein. Sprache lernt man doch eh vor Ort am besten, wenn man es tagtäglich braucht. Weiß nicht wie weit man mit Englisch kommt am Anfang ?


    Was ist Bonus, ein Unternehmen ? Ah ok mal eben gegooglet Bonus ist einert Supermarkt ?

    Was ist so der verdienst als gelernter CNC Dreher mit 15 Jahren Erfahrung im Beruf ?



  • Von den Preisen sprichst du von einer Mietwohnung ? Wie sieht es denn etwas abseits aus mit kleinem Häuschen oder so ? Muss ja nicht direkt in der Stadt sein, kann auch gern außerhalb sein, kleines Nest, Dorf usw. hab ich eh lieber.

    Abseits... im Umkreis von Reykjavík wachsen auch schon die Dörfer zu nicht mehr so billigen Wohnsiedlungen für Leute an, die sich die Stadtpreise nicht mehr leisten können. Hättet du Lust, 50 km zur Arbeit zu pendeln?

    (Außer es würden CNC-Dreher im Zementwerk in Grundartangi gebraucht, das ist noch recht in der Pampa)

    In Akureyri steigen die Immobilien- und Mietpreise inzwischen auch schon fast auf Hauptstadtniveau.

    Eventuell, falls du bei PCC Bakki einen Job findest - Húsavík wäre preislich noch "abseits" genug.

    Für das Finanzielle Polster würde das Haus verkauft, was ich hier dann nicht mehr brauche, denke dann sollte etwas vorhanden sein.

    Hast du ein 200-m²-Haus im Raum München zu verkaufen?

    Der Verkauf unseres Hauses im Rhein-Sieg-Kreis reichte in etwa für ein Drittel des Kaufpreises für etwas Kleineres hier (20% Eigenkapital muss man sowieso aufbringen, sonst gibt es keinen Immobilien-Kredit).

    Rechne dir mal aus, wie bequem dein finanzielles Polster dann noch ist.


    @Sprache: deutsche Handwerker genießen hier immer noch ein recht gutes Ansehen, und fürs erste kommt man auch noch mit englisch zurecht, eher als z.B. in pädagogischen oder pflegerischen Berufen.

    Wie schnell du dann vor Ort isländisch lernst, hängt ab von Sprachbegabung und Bereitschaft, sich nach der Arbeit noch in Sprachkurse und übungen zu stürzen.

  • Hast du ein 200-m²-Haus im Raum München zu verkaufen?

    Der Verkauf unseres Hauses im Rhein-Sieg-Kreis reichte in etwa für ein Drittel des Kaufpreises für etwas Kleineres hier (20% Eigenkapital muss man sowieso aufbringen, sonst gibt es keinen Immobilien-Kredit).

    Rechne dir mal aus, wie bequem dein finanzielles Polster dann noch ist.

    Und natürlich muss man auch ein regelmässiges Einkommen nachweisen, um den Kredit überhaupt bewilligt zu bekommen (Greiðslumat). Wenn man sich dann noch die momentanen Zinsen anguckt, überlegt man sich das lieber 3x, ob man kauft oder noch etwas abwartet.
    Wieso nicht Haus vermieten und hier erstmal 'ne Wohnung mieten? Was bringt dir ein Eigenheim, wenn du Island dann doch sch.. findest..

  • Nein mit dem Haus verkaufen und auf Island eins kaufen, so war das nicht gemeint. Rein als Polster. Erst mal in einer Wohnung nieder lassen und wenn alle Fuß gefasst haben und es ein paar Jahre gut läuft und man sich wirklich zu 100% entschieden hat, dann würde man schauen ob ein Eigenheim.


    Wegen einem heißen Sommer würde ich nicht nach Island wollen. Ich hab's nicht gern so heiß wie die letzten Sommer in DE. Einen Grund warum ich gerne nach Island wöllte steht in meinem Eingangspost Mimi .


    Es gibt auch noch andere Gründe.


    In Island war ich noch nicht, deswegen steht ja auch oben, das ich das erst mal grob abchecken möchte, ob es von diesen Punkten her schon passt oder ob es da schon nicht so pralle klingt.


    Wenn soweit alles passt, würde ich mir das vor Ort anschauen. Habe mir schon einige Stunden Videos angeschaut, ich weiß ist nichts im vergleich live da zu sein. Aber es gibt einem doch schon mal einen guten Eindruck, wie es in Island so aussieht. Und genau das finde ich so toll, viel Natur, viel unberührt, nicht Millionen Menschen, dünn angesiedelt. Auch in den Orten die schnuckligen kleinen Häuschen, mit Holzfassade finde ich sehr ansprechend. Das viele Wasser um und auf der Insel.


    Ich wollte mir hier jetzt erst mal ein paar Infos besorgen, bevor ich hier wirklich Zeit, Energie und Geld investiere, das schließt auch die Reise nach Island mit ein, ist ja auch kein Schnäppchen. Ich würde dann nämlich nicht hin zum Urlaub machen, sondern um mir das mal Live an zu schauen, wo man sich vllt niederlassen könnte, wie die Leute so sind usw. Aber wie gesagt, davor erst mal grobe Punkte abklären.


    Wenns dort in den Berufen nicht's gäbe, hätte es sich eh schon erledigt.

  • Wenn du die Sache wirklich ins Auge fasst, dann bitte nicht nur Zwei oder drei Wochen Sommer Urlaub in Island verbringen, sondern auch einige Wochen im Winter. Der Winter ist lang und vor allem dunkel. Das ist nicht jedermanns Sache. Je nachdem wo du wohnst, kann es dir im Winter auch passieren, dass du mal einige Tage nicht aus dem Haus kommst weil die Straße nicht geräumt ist oder der Pass gesperrt ist.



  • Wenn soweit alles passt, würde ich mir das vor Ort anschauen. Habe mir schon einige Stunden Videos angeschaut, ich weiß ist nichts im vergleich life da zu sein. Aber es gibt einem doch schon mal einen guten Eindruck, wie es in Island so aussieht. Und genau das finde ich so toll, viel Natur, viel unberührt, nicht Millionen Menschen, dünn angesiedelt. Auch in den Orten die schnuckligen kleinen Häuschen, mit Holzfassade finde ich sehr ansprechend. Das viele Wasser um und auf der Insel.

    Naja, es hat Millionen von Touristsen... Und die meisten "Häuschen" habe auch keine Holz- sondern eine Wellblechfassade.


    Und weil ich grade so gut drauf bin: life ≠ live 8)

  • Deltoro ,

    die Idee von einer Mietwohnung in einem Dörfchen abseits der großen Städte (die hierzulande auch alle als Dorf durchgehen würden, abgesehen von Reykjavík, Akureyri und vielleicht noch Isafjördur) kann man wohl nur haben, wenn man noch nie da war ;)

    In Island ist wohnen zur Miete schwierig bis unmöglich, besonders in den kleine Ansiedlungen. Das ist im Wesentlichen immer Eigentum.

    Dazu kommt, dass Island ein Land der weiten Entfernungen ist. In den kleinen Dörfchen (die teilweise aus sehr weit verstreut liegenden Farmen bestehen), gibt es nicht so sehr viel außer Landwirtschaft und Fischerei. Also zum Arbeiten in eine der wenigen Städte. Jeden Tag 50 km und mehr pendeln.

    Dasselbe natürlich auch für die Kids. Außerhalb der Städte sind 40 km und mehr zur Schule keine Seltenheit. Es fährt ein Schulbus, ja. Aber die Zeit braucht es trotzdem. Und immer noch gibt es Internate für die Kinder, die zu weit abgelegen wohnen. Das ist vielleicht auch nicht unbedingt das, was man will.

    Der nächste Punkt ist die medizinische Versorgung. Außerhalb der Städte ebenfalls ein schwieriges Thema. Eine Freundin zB ruft ihren Arzt (Allgemeinsmediziner) regelmäßig an und sagt ihm, welche Antibabypille sie braucht. Untersuchung? Fehlanzeige. Wenn einem was fehlt, ruft man erstmal den Arzt an und der entscheidet, ob man auch vorstellig werden darf oder einfach ein paar Pillen einwirft und gut.


    Man sollte sich das schon alles ganz genau anschauen, ehe man auswandert. Mindestens 3-4 Wochen Urlaub sollte man für den Anfang machen, um überhaupt mal eine Idee zu bekommen.

    So einfach drauf los, das mag funktionieren, wenn man jung und ungebunden ist. Mit Familie hängt viel mehr dran.

  • Und auch mal hier im Forum unter dem Begriff Auswandern suchen. Da wurde schon viel zu geschrieben. Zum Beispiel zur steigenden Kriminalität, steigendem Drogenhandel und steigender Prostitution, Vetternwirtschaft und Wirtschaftskriminalität, zur Wohnungsnot und fehlendem Kündigungsschutz der Mieter, zunehmender Zahl Wohnungsloser, Missbrauch und steigender Einbruchszahlen in Häusern und Autos, etc. Eben wie in jedem anderen Land auch. Island holt grad auf. Es Leben mittlerweile sehr viele Nationen dort und der Prozentsatz der Nichtisländer ist hoch und steigend. Isländer leben sehr eng in ihrem Familienverband. Sie brauchen eher niemanden von außen. Daran sind schon einige meiner deutschen in Island lebenden Bekannten verzweifelt.

    Nur mal so für die rosarote Bilderlandschaftsbrille.........