Laugavagur/Fimmvörduhals im Herbst

  • Hallo Forum,


    angesichts der unklaren Gemengelage in Sachen Anreise/Einreise geht eine meiner Überlegungen dahin, die Island-Reise erst im September/Oktober anzutreten. Könnte mir vorstellen, dass ich nicht der Einzige mit diesen Gedanken bin. Wie sieht denn das "Saisonende" im Hochland aus? Dass die Hütten etwa Ende August geschlossen werden, habe ich schon gesehen. Aber werden da auch Brücken abgebaut und Wege abgesperrt? Ist Wildcampen noch möglich? Klar, dass auch die Wetterbedingungen immer ungünstiger werden, aber ich war schon ein paarmal in Patagonien, da ist es öfter auch ganz schön ruppig...


    LG

    Klaas

  • Die Busse fahren dann nicht mehr in die Þorsmörk und nach Landmannalaugar, die Fußgängerbrücke über die Krossá wird abgebaut und es fällt oft schon der erste Schnee in den höheren Lagen.
    Das ist keine gute Zeit für die Wanderung.

  • Wir fuhren 2018 Anfang Oktober mit der Fähre zurück nach Hirtshals.

    Der Pass nach Seydisfjördur war damals schneebedeckt und für uns schon eine Zitterpartie.
    man muss davon ausgehen, dass die hochlandpisten dann auch Stück für Stück geschlossen werden. Außerdem waren da schon die Herbststürme zugange. Ob dann das Hochland noch Spaß macht ? Für normale Touris sicher nicht, .....:*.

    Aber muss natürlich jeder selbst entscheiden. Island ist auch im August abenteuerlich ;)

    bisbaldGoIceland

  • Wenn es bei euch terminlich geht, würde ich eher August/September empfehlen. Ich glaube, dass sich vieles schon jetzt im Juni/Juli einpendelt und man dann auch eine Entscheidung treffen kann. Ein Restrisiko bleibt sowieso, aber Island hat die Situation gut im Griff und auch im Falle einer Erkrankung haben sie gute, touristenfreundliche Maßnahmen gesetzt (gratis Unterbringung wenn Quarantäne nötig wäre).

    Ich hatte schon Anfang September am Myvatn -7 Grad, aber auch tolle Nordlichter und verschneite Berge. Schneeketten habe ich sowieso immer mit, man kann die auch wenn man im Sand, Schlamm oder peinlicherweise auf einer nassen Wiese hängen bleibt, gut gebrauchen.

  • Hallo und schon mal vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich plane den Island-Aufenthalt ohne eigene Räder, wäre also auf den Busverkehr angewiesen.
    Falls es dann doch Herbst bei mir wird und nur noch die Ringstraßenbusse fahren, müsste ich dann wohl ab/bis Skogar wandern und sehen, wie weit ich komme. Aber natürlich will ich nicht gleich bei meinem ersten Island-Trip in Schwierigkeiten geraten...


    LG

    Klaas



  • Die Überquerung des Fimmvörduhals ist ja immer eine Sache, die nur bei gutem Wetter zu empfehlen ist, denn im Passbereich (Schneefelder) sind die Stangen oft weit entfernt, dadurch bei Nebel oder Schneefall kaum zu sehen, Das Gelände ist auch tückisch, der Weg ändert sich gerade nach dem Pass immer wieder, je nachdem wie die Schneelage ist. Hohlräume unter dem Schnee durch Bäche sind auch möglich. Grundsätzlich würde ich von einer Begehung Alleine abraten (geht nicht aus deinem Posting hervor ob du alleine unterwegs bist). Bitte auch beachten, dass die Basar Hütte, die man ohne Furten erreicht, nur eine Selbstversorgerhütte ist. Allerdings ist dort ein Warden anwesend. Auch beachten sollte man, dass die Hütten im Thorsmörk auch bei Isländern beliebt für einen Wochenendausflug sind und dann oft ausgebucht sind. Verpflegung gibt es nur in der Husadalur Hütte. Dorthin zu kommen kann immer schwierig sein, wir hatten auch im Sommer einmal das Problem, dass die mobile Brücke am falschen Platz war und ein Teil der Krossa zu furten gewesen wäre. Der Warden der Basar Hütte hat uns gegen ein Benzingeld zur Straßenfurt gebracht und der Wirt der Husadalar Hütte hat uns dann mit seinem Superjeep über die Krossa geholt und natürlich bis zu seiner Hütte gebracht.


    Flexibel bleiben bei der Tourenplanung. Und heuer wird es selbst in den Nationalparks nicht so von Touristen wimmeln, also auch dort gibt es tolle Touren.

    Oder ins Thorsmörk fahren wenn noch Busse gehen (Reykjavik Exkursions hat derzeit nur bis 16.8. Fahrten) und von dort hinauf auf den Pass und wieder hinunter plus tolle Tagestouren im Thorsmörk.