leidiges thema "offroad fahren"

  • hi
    heute war ein langer artikel ueber das unmögliche verhalten vieler auto und motorrad fahrer im hohcland und ausserhalb der ofiziellen strassen auf mbl (morgunblaðið).... ich mag den artikel jetzt hier nicht vollstaendig uebersetzen, aber es ging im prinzip darum, dass, auch wenn es in den letzten jahren etwas zurueckgegangen ist, neuerdings wieder vermehrt ausserhalb der markierten wege gefahren wird. dass bringt nicht nur zerstöhrung einer extrem empfindlichen natur und vegetation mit sich, sondert fuehrt jede einmal gemachte spur mehr leute in verfuehrung da zu fahren....


    Utanvegaakstur með ólíkindum - mbl.is


    im artkel und dem dazugehörigen filmchen wird darauf hingewiesen, dass die wege im hochland nur sehr schlecht ausgeschildert sind, und teilweise haben es schon nur einmal benutzte tracks in karten geschafft, ohne dass angemerkt ist, dass die nur mit grossen umgebauten jeeps befahrbar sind. oft ist es aus den oben genannten gruenden nur fuer ortskundige abschaetzbar, ob ein track befahrbar ist, und so ist es -laut autor- nicht seltsam, dass sich immer wieder reisende dort in gefaehliche situationen bringen...


    manche spuren werden zb. nur von bauern zum schafabtrieb genutzt, andere stammen von idiotischen jugentlichen auf dirtbikes, werden dann aber vermeintlich von touristen (ausl. wie einh.) als benutzbare offroad pisten angesehen...


    was dann passiert, wenn das fahrzeug a) zu kleine reifen hat, bzw. b) zu schwer ist (oder auf einen punkt gebracht: untauglich ist) kann man schön an den bildern unter dem artikel sehen... in dem jeep war eine deutsche frau unterwegs...die rettungsaktion durch die hilfstruppen, hat insgesamt ueber 12 stunden gedauert (das schwierigste war wohl die frau ueberhaupt zu finden, da sie zu ihrem standort nur wenig angaben machen konnte, und der track ja nicht ofiziell vohanden war...) auch in dem MAN truck stecken deutsche touristen...


    also...man folge nicht jeder spur, nur weil irgentein idiot da schon mal gefahren ist und eine spur hinterlassen hat, und wenn man das offizielle strassennetz verlaesst sollte man sich vorher sichere informationen ueber seine route einholen!!


    schöne gruesse aus reykjavík und gute nacht


    ps: weil wir schon mal beim thema sind... gestern ist mal wieder ein (französischer) tourist beim fotografieren in eine heisse quelle geplumst... verbrennungen 1. und 2. grades...

  • goodposting bin absolut deiner Meinung (auch wenn ich offroad fahren könnte).

    wenn man das offizielle strassennetz verlaesst sollte man sich vorher sichere informationen ueber seine route einholen

    Eigentlich sollte man doch das offizielle Strassennetz überhaut nicht verlassen, es gibt doch genügend F-Strassen, die Offroadfeeling aufkommenlassen (wenn man halt sein Fz mal unkonventionell bewegen will); bezügl. der "ofiziellen" Strassen gehe ich mal davon aus, dass Pisten, die in den Ferðakort enthalten sind auch dann als "offiziell" gelten dürfen, wenn sie dort keine Nummerierung haben (z.B. die "alte" F910-Südstrecke (Gæsavatnaleið) zwischen Askja/Dreki und dem Sprengisandur; ich kenn sie aber nur vom Hören-Sagen).


    Genau mit diesem Thema "Offroadfahren + Naturschutz" beschäftigt sich auch derzeit ein (deutscher) Doktorand an der Uni in Reykjavik; wir trafen ihn Mitte Juli auf dem Camp bei der Askja, wo er an die Touristen dazu Fragebögen verteilte.


    Servus
    Peter

  • Eigentlich sollte man doch das offizielle Strassennetz überhaut nicht verlassen, es gibt doch genügend F-Strassen, die Offroadfeeling aufkommenlassen

    eh klar, aber ich glaube es geht wohl grade darum, dass ofizielle und inoffizielle wege oft nicht gut genug von einander zu unterscheiden sind... es ist auch von einer ehrenamtlichen truppe die rede, die unterwegssind um solche unerlaubten spuren zu schliessen, karten anzulegen...


    ps: unfassbar, da schreib ich und schreib ich, und vergesse glatt uch den link mit anzuhaengen.... war wohl schon zu spaeht gesten abend... hab ihn grad oben reingesetzt, hier ist er nochmal Utanvegaakstur með ólíkindum - mbl.is

  • Ich bin auch gerne mit einem Jeep unterwegs, doch die Natur muss respektiert werden. Ich habe mich dieses Jahr sehr darüber gewundert, dass auch neben den offiziellen F-Pisten oft noch weitere einzelne parallele Spuren zu sehen waren, die wohl von Motobike-Fahrern verursacht wurden.



  • noch weitere einzelne parallele Spuren zu sehen waren, die wohl von Motobike-Fahrern verursacht wurden.

    ...und das waren isländer!
    Ich habe in den letzten Monaten auch bemerkt, das die Isländer so fahren wie das passende Auto das sie haben.
    Immer wieder bin ich zu dem Entschluss gekommen. Je größer, je schlimmer!
    D.h. je mehr ein Fahrzeug "gepimpt" ist, je rücksichtsloser fahren sie. Da kommen sie mit Reifen an, die sind so groß wie mein Auto und brettern ohne Rücksicht, nehmen einen die Vorfahrt, warten nicht auf den kleinen, lässt man sie vor, bedankt sich niemand etc.
    Dazu kommen, Offroad-Motorräder und Quads.


    Sicherlich ist so etwas nicht immer der Fall. Ich muss aber auch sagen das mir dieses in den letzten Monaten so zu 90% ergangen ist.


    Das Problem, der Wege, der Straßen etc. fängt daher nicht bei den Touris an, sondern bei den isländern selbst, die wenig Rücksicht auf ihre Land nehmen...natürlich wieder Ausnahmen...nicht alle!



  • richtig so!! daumenhoch


    Müßte auch eine Strafe geben für über absperrungen geben bei Wasserfällen(gesehen am Skogarfoss) und bei Dimmuborgir. Habe da mehrere leute gesehen und auch daraufhingewiesen das das verboten ist!!


    Aber oft wird man nur mit einem doofen Spruch stehengelassen.

  • Jo, das ist leider so... am Skogarfoss ists wenigstens nicht ganz so gefährlich wie Leute, die am Dettifoss für das perfekte Foto immer noch näher an den Abgrund gehen... obwohl dort ein Schild steht, dass auf lose Steine und Kanten hinweist... Wer dann abstürzt ist selbst Schuld.

  • Nicht nur wegen der Gefahr!


    Für die Umwelt
    und um endlich die Vegetation bei den Wasserfällen schonen zu können sollte diese Busse eingeführt werden.Isländer bitten offenbar immer nur höflich.


    Das scheint leider viele Touristen kalt zu lassen. Nicht einmal Bildtafeln wollen sie verstehen, wie auch wir leider beim Svartifoss erleben mussten!
    Bei Dimmuborgir gab es solche, die trotz Bitte, es zu unterlassen, rauchten. Als ich eine drauf aufmerksam machte, warf sie ihre Zigarette einfach fort. Immerhin trat sie noch schnell darauf, als ich sie grimmig anschaute.


    Dieses Jahr hatte es sogar kaum geregnet. Ich mag gar nicht daran denken, was passiert wäre, wenn ...
    Man könnte die vielen Besucher nicht einmal rechtzeitig evakuieren!



  • FlipFlops sind sowieso unpassend für die meisten Orte in Island ;)
    Ich hab am Godafoss auch schon ne Dame mit Stöckelschuhen zwischen den Felsen rumstolpern sehen..also von daher schockt mich nichts mehr :D


    Am besten war da noch die Amerikanische Familie die mich gefragt hat wie man da und da hinkommt und ob man dafür dann ausm Auto aussteigen müsste ...

  • Das macht doch die Welt so bunt. Ironie--Smiley


    Aus dem Auto austeigen -- ist gut. Wollten die alles nur aus dem Auto bestaunen?


    In Island hat man wenigstens noch eine kleine Ausweichmöglichkeit, wenn man schlechte Schuhe an hat. Es gibt Länder, da sind die Weglein noch schmaler und steiler -- trotzdem klettern dort imemr wieder viele in Flip flops und Sandaletten hoch.


    Ich staune jedesmal, wie die das überhaupt schaffen.