Posts by Vielseher

    Ich hatte echt die Hosen voll. Vielleicht auch weil ich alleine war. Die Kinder nennen mich Panikpaula :girl::girl:Meine Schwester wäre mir da aber auch keine Hilfe, die ist ja noch schlimmer.

    Heute gehts nur kurz weiter - mit dem Schreiben, bin immo gerade etwas aus dem Tritt.

    Wenn ich die Bilder so anschaue, es war immer gutes Wetter, leicht bewölkt, aber gut. Was 'n Witz aber auch, denn den Wind sieht man ja nicht auf den Bildern :patsch:.

    Am

    Freitag, den 7. September war es jedenfalls nicht besonders windig.

     – ein verpasster Schwimmbadbesuch und Panik in der Kiste

    Mein Frühstück ist immer recht üppig und findet in aller Ruhe statt essen1. Selten verlasse ich einen CP vor 10 Uhr, Sonne lacht, Wind ist reichlich, Stimmung gut. Es geht weiter Richtung Vopnafjörður. Kaum einer, der nicht vom Schwimmbad Seladalur geschwärmt hat. Na, das ist doch mal was. Also los – denkste Puppe! Gleich am Beginn des Abzweigers zum Sundlaugavegur das nicht zu übersehende Schild: Schwimmbad geschlossen. Fies, oder?!

    Vopnafjörður wird links liegen gelassen, d.h., ich muss ja genau durch, immer Richtung Drangsnes. Wieder so ein Teil der Strecke, an dem man mehr guckt als fährt. Diese Weite und die, zugegebenermaßen wiederholten, Formationen. Ich bin mal wieder schwer beeindruckt.



    Skjólfjörur


    Mama-fant steht mit den Füßen im Wasser. Man gut ihr steht das Wasser nicht bis zum Hals.



    Da möcht' ich nicht runterfallen. Zum Glück gibt es ein Sperrgitter.

    Irgendwann muss ich mich dann aber doch lösen, denn ich will ja weiter über die 917 zurück auf die 1. Kann ja nicht so schlimm werden....
    Ich wundere mich immer wieder aufs Neue darüber, dass es selbst in abgelegensten Gegenden bewohnte Häuser gibt, und dann sehe ich die "Straße Berg auf". Sieht gar nicht so schlimm aus, Schotter ja, aber es ist trocken und nicht rutschig. Also los. Serpentine, Serpentine, Serpentine und nicht besonders breit - irgendwann muss doch mal gut und "oben" erreicht sein! =O Um Himmelswillen, ich fürchte, das dauert noch, es geht immer noch weiter hoch. Ich hab echt Schiss in der Hose, Angst nennt man das. Es muss eine Stelle her, an der ich gefahrlos wenden kann. Irgendwann finde ich so etwas und bin sicher, dass reicht. Also vor und zurück, Außenspiegel, vor und zurück, Außenspiegel, bloß nicht zu weit, dann geht es unfreiwillig abwärts. Meine Tochter hat mal gesagt, ich wäre Panikpaula, da steh ich zu :D- armer Bulli musst Dich so quälen . Aber wer spricht eigentlich auch mal von mir Taetschel-Haetschel, ich bin hier diejenige, die Angst hat . Ich denke an Doris, die diese Straße schon gefahren ist, aber ihr Auto ist auch kleiner. Geschafft, nun aber wieder runter, was im Prinzip auch nicht weniger schlimm ist, als rauf.

    Am Abzweig zur 85 brauch ich erstmal Kaffee, na ja, das, was so aussieht wie Kaffee, eben Pulverplörre.


    Ich musste es nicht bereuen die 85 gefahren zu sein. Ein wunderschönes Stückchen Straße mit ganz viel wunderschöner Gegend drumherum.


    ìsland vinur min, in 135 Tagen geht es auf die Fähre.

    bisbald

    Silke, alles ist wichtig. Soll man denn anhand roter zarter Rüsselchen denken, man wäre ein Schluckspecht? Das ginge ja gar nicht :D.

    Ich find es immer wieder toll, wie groß die Bandbreite unserer Themen ist, vom Klo zum Taschentuch - kostlich.

    Die Kleenexbox hab ich jetzt auch mal gekauft, so zum Testen. Da ich aber diesen Winter ohne Erkältung durchgekommen bin, kann ich wenig in-vivo-ergebnisse liefern. Wenn ich an meine Erkältung letztes Jahr in Laugar zurückdenke, manno man, das hat gereicht für mindestens zwei Winter.

    Noch vier Monate und ein bisschen - endlich wieder Nordluft islandwinke.

    Warum nicht ? Wenn du schon so fragst...;):girl:

    Jutta, im Ernst? Ich back Dir nen Stollen. Meine Spezialität ist der mit Amarenakirschen. Leider hält der nicht so lange - ist ratzfatz weggeputztessen1. Ich würd ihn dann auch für dich schmuggeln (upps, Leute, das habt ihr jetzt nicht gelesen).

    übrigens bin ich am Taschentuch-testen für Dich. Die Aldidinger sind genauso schlecht wie die schwedischen, Softis ist auch nicht mehr das Wahre für unsere zarten Nasenspitzen, aber ich bleib dran. Als nächstes wir Tempo getestet, die sind auch nicht viel teurer als die anderen.Schließlich wollen wir Rotnäschen nur haben, wenn das Bier (der Wein) alle ist cheers1

    6. September ff

    Es geht weiter Richtung Norden. Vor der einspurigen Brücke rast ein einspuriger Sportwagenfahrer wie ein Bekloppter heran. Der hat wohl verschlafen. Ich warte lieber.

    Komisch, aber diese Brücke, die ja wie viele andere einspurige Brücken ist, löst in mir ein ganz besonderes Gefühl aus. Ich kann es nicht beschreiben.

    Wieder kommt mir die Straße unendlich lang vor, aber es ist ja nicht anstrengend zu fahren und ich genieße das gute Wetter. Am Horizont erscheinen die ersten Häuser und auch der Campingplatz ist zu sehen. Es ist sauwindig und der Platz nicht sehr geschützt. Nö, gar nicht geschützt. Weiter durch den Ort am Wasser lang bis zu dieser tollen Sammlung an Angespültem aus dem Meer.


    Kunst und Krempel in Kopasker

    Das Gefühl, welches ich hoffte zu bekommen in Gedenken an Frauen, Fische, Fjorde, trat nicht ein, denn alles war neu und irgendwie steril. Dann doch kein Ort, in dem ich leben möchte.

    Ich werde beäugt von einigen Bewohnern. „Was die wohl da macht?“ Na was wohl – genießen 8), Leute nichts als genießen, beschließe letztendlich aber doch weiter zu fahren.

    Auf dem Weg aus dem Dorf raus Richtung Raufarhöfn noch etwas, was nicht jedem hier geboten wird. Ein Ansammlung von Autos und Männern. Ist ja im Prinzip nichts Besonderes, diese Wikinger versuchten allerdings ein wunderschönes altes Auto mit Schweizer Kennzeichen aus dem Teich zu fischen. Da hat wohl jemand die Kurve nicht richtig gekriegt. Kurve? Welche Kurve? Da ist gar keine. Ich bin nicht übermäßig neugierig und geselle mich nicht auch noch dazu, was hätte ich auch ausrichten können.

    Es geht durch Niemandsland, keine Maus, kein Schwein, kein nichts. Nur ich und der Wind, der wird immer doller.


    Auf dem Abzweig (874) wird der Wind so heftig, dass ich mich entschließe umzudrehen, denn die Gefahr, dass mein Bulli dem Wind unten am Meer nicht standhalten kann, ist mir einfach zu groß. Im Nachhinein, war der Gedanke ziemlich doof :patsch:. Irgendwie hatte ich wohl so einen besonders unentschlossenen Tag, denn meine Odyssee ging noch ein ganzes Stück.

    Jetzt, da ich schreibe, stelle ich gerade fest, dass ich die Filme über Fahrten in Island im Moment nicht ertragen kann. Vielleicht, weil ich gerne einen echten Blick in meine Seelenheimat werfen möchte, aber noch 139 Tage warten muss (jedenfalls, wenn ich mich nicht verrechnet habe). Mein gedanklicher Kalender ärgert mich. Irgendwie werden die Wartetage nicht weniger. Musik hören geht, da kann ich träumen.


    Nächste Möglichkeit zum Campen dann þorshöfn.

    Der Weg, bzw. die Straße, mal asphaltiert, mal nicht, aber immer gut zu fahren. Upps, da war was – vorbeigefahren – umgedreht und eine wunderschöne kleine Wanderung festgezurrt.

    Rauðanesí þistilfirði. Ein Fleckchen zum Dahinschmelzen. Es geht immer am Wasser entlang. Die gesamte Strecke wäre ca. 11 km lang, es ist aber schon spät und ich werde nur einen Teil erkunden. Zum ersten mal sehe ich Elefanten, Vögel und natürlich Schafe.

    Babyfant

    Elefanten? Ihr glaubt es nicht. Das Bild sagt doch wohl alles.


    Rüsseltier


    Dann irgendwann, irgendwo auf der Strecke dieses ganz tolle verzauberte Bild von einer Wolkenschicht, die sich langsam über die Berge schiebt. Genauso sieht es aus, wenn ich Christstollen bereite. Ich bin total fasziniert , halte aber vorsichtshalber nicht an, den ab und an kommt doch mal ein Auto.



    Ganz schön viel Fahrerei heute. In þorshöfn fahr ich einmal um den Pudding, um dann doch noch den CP gefunden zu haben. Ein paar Mädels kommen mir, wie kann es anders sein, auf dem Rücken ihrer Pferde entgegen. Und der CP? Naja total einsam, kein Zelt, kein Wagen kein nix. Mein Gefühl sagt „Weg hier“, da kriegst Du kein Auge zu. Mir gefällt es hier überhaupt nicht, und das ist sogar noch geprahlt. Also – weiterfahren.

    Was ich verpasst habe, stelle ich erst später fest und freue mich auf 2019. Einmal ist schließlich keinmal.

    Ich gehöre nicht zu denen, die bis spät abends am Steuer sitzen, eher so am Nachmittag wissen wollen, wo die Nacht verbracht werden soll. Bakkafjörður soll es werden, denn es ist bereits sehr spät. Endlich angekommen, Wetter Schei.., Stimmung gut. Ich bin nicht alleine und das Wohnmobil mit den Lichterketten außen meine ich schon mal gesehen zu haben. Ich finde absolut nichts, wo ich bezahlen könnte und bleibe mit einem geringen schlechten Gewissen. Ich glaube, diese ganze Ecke muss ich nochmal in Ruhe besuchen. Irgendwie finde ich gerade nicht den richtigen Draht. Bei Schei..wetter sieht irgendwie alles doof aus und wahrscheinlich bin ich heute auch doof und alles ist doof.

    Morgen wird es spannender, aber das weiß ich heute noch nicht. Nur soviel, ich habe zuhause versprochen heile wieder anzukommen und genau das habe ich beherzigt, gemäß meinem Spruch "Sei nie mutiger ls Dein Schutzengel".

    Sunflower--Smiley

    Ich hab auch nur durch einen Reisebericht (hier?) davon erfahren und wir werden es in diesem Jahr auf alle Fälle ausprobieren. Wir wollen abends hin, schnuckelig im Dunkeln und so der Gott der Nordlichter dann gnädig mit uns ist, wird es Ende August schon was zu sehen geben.

    Stop--Smiley aufwachen, Brigitte, wovon träumst du nachts!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!????????????????????

    Seufz, ich muss noch etwas länger warten.

    So schlimm, wie in dem Reisebericht beschrieben ist es wirklich nicht. Ich hatte in meiner 4-Bett- Kabine sehr nette Mitschläfer (bis auf eine, aber die wurde von dem Rest einfach ignoriert). Man konnte unbehelligt sogar im Bistro eigenes Brot o.ä. essen. Musste ja nicht direkt neben dem Tresen sein. Betrunkene Nachteulen hatten wir ebenfalls nicht. Das einem das Geschaukel auf den Magen gehen kann, weiß man ja, und ja, das Essen ist teuer und mittelmäßig, aber auch mit Hot dogs (2 zum Preis von einem) kann man 2 Tage überleben. Ich fand es entspannend. Auf der Rückfahrt war ich wesentlich relaxter, das muss man mir wohl angesehen haben, denn da kamen Kontakte und nette Gespräche außerhalb der Kabine zu stande.

    zum Geburtstag werde ich mir Blackout Ísland wünschen. Ich hoffe nur, dass ich es bis dahin aushalten werde. Bin immo islandbuchleer. Ich muss doch tatsächlich gerade etwas lesen, das nichts, absolut nichts mit island zu tun hat ;(;(. aber falls es jemanden interessiert, es ist "Die Geschichte der Bienen".

    Wenn ihr einen Camper mietet, dann unbedingt darauf achten, dass er isoliert ist und eine Möglichkeit hat über eine Verbrauchsbatterie nachts etwas Wärme in den Camper zu bekommen. Das Ganze ist dann ad acta zu legen, wenn ihr weniger fahrt, dann ist die Batterie schneller leer als aufgeladen (ist uns mal passiert).