Beiträge von Isga

    Thorrablot am 09.02.2019 in Luxemburg


    Der Tag fing ruhig mit einem späten frühen Frühstück im Hotel an. Ich hörte auf dem Weg zum Buffet isländisches Stimmgewirr und musste schon grinsen. Forsch wie ich manchmal bin, habe ich einen der 3 Personen, es waren eine Frau und zwei Männer, angesprochen, ob sie denn auch zum Thorrablot kommen würden. Ja, sie würden auch dabei sein. Okay, see you tonight. Extra eingeflogene Isländer dachte ich…...abends löste sich die Geschichte mit einem großen Lacher auf….es war die isländische Band ELVIRAH, die den Abend mit diversen Unterhaltungen gestaltete.


    Aber von Anfang an. Pünktlich um 18 Uhr sind wir an der Veranstaltungshalle Syrkus außerhalb der Stadt Luxemburg angekommen und erhielten unseren Begrüßungsdrink im Foyer.


    Der direkte Weg führte zu zwei freundlichen Isländerinnen, die Lose für die Tombola zugunsten des ansässigen isländischen Chores verkauften. Preise namhafter Sponsoren lockten und so kauften wir ein paar Lose.


    Wir wurden unglaublich freundlich und zuvorkommend begrüßt, von Menschen, die alle auf uns zukamen, sich vorstellten und mit uns redeten, als wenn wir uns schon lange kennen. So viele offene, freundliche und herzliche Menschen haben wir noch nirgendwo auf der Welt erlebt.


    Die Gespräche fanden in Englisch, Deutsch, Französisch und etwas Isländisch statt. Mein Kopf war am späten Abend ziemlich wirr, aber es war ein sehr gutes Gefühl. Zum Glück sprach keiner Lëtzebuergesch.


    Als erstes begrüßte uns die Präsidentin der isländisch-luxemburgischen Gesellschaft und erklärte uns, wo und mit wem wir am Tisch sitzen. Alle Tische hatten Namen, und zwar verschiedene isländische Namen für das Wort Nebel. Unser Tisch hieß Skodda, eine Bezeichnung für Nebel, der in die Fjorde kriecht. Dann gab es auch so lustige Namen wie CAT III, was bedeutet, dass Flugzeuge zwar landen können bei dieser Art Nebel, aber die Piloten sehen rein gar nichts mehr……(aus den Erzählungen unserer Tischnachbarn haben wir erfahren, dass es in Luxemburg eine sehr große isländische Gemeinde gibt und sie fast alle Nachfahren von Isländischen Pilotenfamilien oder Fluggesellschaftsmitarbeitern sind. Doch die Details der ganzen Historie sind hier too much ;-)).


    An unserem Tisch saßen 7 Personen, unter anderem die isländische Botschafterin für Luxemburg mit ihrem Mann. Sie sprach kein isländisch, schien auch noch nicht oft dort gewesen zu sein. Wir lernten, dass Botschafter nach ihren connections ausgesucht werden, um ein Land zu vertreten. Dann saß uns ein Ehepaar gegenüber, er deutsch/französisch, geboren in Luxemburg und Cargo Lux Mitarbeiter, sie Isländerin in Luxemburg geboren und ein älterer Herr, der finanziell auch gut aufgestellt zu sein schien, denn er kaufte gleich 80 Lose für die Tombola.

    Es waren alles sehr nette, zuvorkommende und hilfsbereite Menschen, die uns in ihrer Mitte aufgenommen haben und sehr viele Informationen in alle Richtungen gegeben haben. Wir haben uns zu keiner Zeit als Fremde gefühlt.


    Wir sollten uns alle erst gemeinsam an die Tische setzen, wenn das Buffet aufgebaut war. Und es war ein sehr großes Buffet. Ich habe genau zugeschaut und konnte leider nicht an mich halten und habe, als fast alles fertig war, fotografiert, bevor es geplündert wurde, so meine Angst…......wie einige andere aber auch. Ich war schier begeistert, was dort alles angeboten wurde und wie liebevoll es angerichtet war. Genauso wie ich es mir erträumt hatte und viel mehr. Eine Speise kannte ich nicht. Wie man mir später erklärte, waren es Walfettstücke. Ich habe ein ganz kleines Stück probiert….. nö, war nett, aber nicht noch einmal.


    Das Buffet war wirklich so liebevoll hergerichtet und hatte alles was zu einem Thorrablot gehört wie ihr auf den Bildern erkennen könnt. Wir haben durchweg alles probiert und haben es genossen. Vieles kannten wir schon und es war einfach supermegagenial. Es schmeckte genauso wie wir es aus Island kannten.


    Etwas später gab es Kaffee und ein Kuchenbuffet mit u. a. flachem Schokokuchen und Baiser-Früchtekuchen, der war genial. Zwischendurch wurde auch Brennivin angeboten. Leider trinken wir zur Zeit keinen Alkohol dieser Art.


    Nach dem Hauptgangbuffet gab es die Auslosung der Tombola. Wir haben zwar nichts gewonnen, jedoch bekamen wir zum Schluss eine Omnom Schokolade geschenkt. Die hüte ich wie einen Schatz ;-).


    Zwischen den Buffets gab es sehr isländische Unterhaltung der 3 Personenband und Mitgliedern der Gesellschaft.

    Es gab gemeinsames Singen, als mass singing angekündigt. Die Texte lagen für alle auf den Tischen, also habe ich mitgesungen, die Aussprache ging ja einigermaßen, aber ich weiß kaum, was ich da gesungen habe. Hat aber mächtig Spaß gemacht ;-).

    Dann gab es Kartentricks und ein paar Zaubereinlagen, nun denn. Aber die Kartentricks gab es extra separat für uns in englisch am Tisch. Und ich habe es nicht durchschaut.


    Dann wurde etwas für uns Ungewohntes dargeboten, sicher wohl typisch isländisch. Wir haben zwar nicht wirklich was verstanden, aber da standen vor der Bühne fünf ältere Mütter und erzählten in Witzform die Alltagsanekdoten mit/von ihren Kindern. Das erinnerte mich an frühe isländische Zeiten, als die Geschichten in den dunklen Monaten im Familienkreis erzählt wurden. Das gehört vielleicht einfach zum Thorrablot dazu. Ich habe leider nicht gefragt.


    Dann irgendwann spielte die Band zum Tanz auf und einige auch schon gut mit Wein, Opal und Brennivin gefüllte Isländer schwangen das Tanzbein.


    Es waren ungefähr knapp 100 Teilnehmer. Viele der älteren Teilnehmer sind aber auch schon nach dem Essen verschwunden. Früher, erzählte man uns, da war es ein riesiges Fest mit mehreren 100 Personen. Aber der Nachwuchs hat wohl nicht mehr ganz so viel Interesse an diesen Traditionen. Es waren wenige junge Menschen dabei.


    Das Buffet war sehr reichhaltig und die übrig gebliebenen Portionen haben sie verkauft. Eigentlich eine gute Idee für Daheimgebliebene oder für den nächsten Tag.


    Wir sind ganz beseelt und dankbar ins Hotel zurück gefahren und freuen uns immer noch, dass wir das Thorrablot in dieser Art und an diesem Ort erleben durften. Ein unvergessbares Erlebnis.








    Du fährst hin. Fahr rechtzeitig, weil es sehr voll sein wird. Sie kommen zu dir zum Kassieren. Ich kann mich leider nicht mehr an den Preis erinnern. War 2016.

    es gibt sicher nicht DIE erstattungszeit. ich hatte auch schon mal nach 5 tagen das geld auf dem kk-konto nach der abgabe am flughafenschalter. und ich habe auch schon über 2 monate gewartet.

    ja gibt es manchmal und dann aber sehr wenige. sehr selten gibt es kleine küchen mit sitzgelegenheit. bei der masse an touristen an bestimmten orten reichen die kapazitäten leider nicht für alle.

    Ja, du hast Recht Katrin von Olafsfjördur kommend ist der Blick ins Tal schön.

    Snorre64, nach Siglufjördur geht es von beiden Seiten durch Tunnel.

    seitdem es die tunnel gibt, wird der pass sicher nicht mehr so gepflegt. ich bin ihn 2008 mal mit nem normalen pkw gefahren, war auch schön, doch "aussichtslos".

    Kennst du Siglufjördur? Einer der schönsten Orte auf Island mit einem phantastischen Museum. Und die Strecke am Fjord entlang ist wunderschön.