Beiträge von Mimi

    Tag 4 (Montag, 31.12.18)


    So, nächster Tag. Man darf zwar nicht allzu gross/breit sein, damit man in den Pods Platz findet, aber geschlafen hab ich gut. Um halb 9 werde ich abgeholt, es geht auf eine Reykjanes-Tour. Der grosse Bus ist zu zwei Dritteln voll. Während wir uns auf den Weg zum Kraftwerk direkt vor der Hellisheidi machen, erzählt der Tourguide ganz viel, ich verstehe allerdings nicht so viel, die Qualität des Mikrofons oder der Lautsprecher ist nicht so der Hit. Kurz vor 10 kommen wir an und erhalten eine kleine Führung. Im "Treppenhaus" des Kraftwerkes sind ein paar Schaubilder, wie das funktioniert mit der Erdwärme und so. Ich hätte ja gerne noch ein paar Maschinen angeschaut, um mal "richtig" zu sehen wie das funktioniert. Aber nett wars trotzdem. Nur die italienische Familie (Mutter und zwei Söhne) sind nervig, sie labern nämlich die ganze Zeit.


    Wir fahren weiter zur Strandarkirkja und auf dem Weg dahin seh ichs schon... Genau als wir ankommen geht die Sonne auf :love::love::love: Hach wie schööön :love: Ich lauf schnell los und versuch als Erste ein paar Bilder zu bekommen, bevor die ganzen andern im Weg stehen, klappt so einigermassen:D





    Während ich und noch ein paar andere den Sonnenaufgang beobachten (und dabei so tun als wäre der extrem kalte Wind gaaaaaaaaar nicht zu spüren) rennen die Italiener-Jungs an uns vorbei und auf den auf dem zweiten Bild zu sehenden Steinen im Wasser rum. Fast wünsche ich mir, eine Welle würde sie verschlucken, dann wär wenigstens Ruhe:evil:


    Wir fahren weiter nach Krýsuvík/Seltún und wir haben schön Zeit, um rumzulaufen. Auch der Guide läuft mit und schaut immer wieder, ob er jemandem was erzählen kann. Das macht er wirklich gut:) Und wie immer ist es einfach nur total spannend das alles zu sehen, es raucht und blubbert einfach aus der Erde raus! Was wohl die ersten Siedler gedacht haben, als sie das gesehen haben?




    Ahja, die zwei Gestalten ganz oben sind übrigens die Italiener-Jungs. Die sind lieber den Berg hoch- und runtergerannt als die ollen Flüsschen unten anzuschauen. *ooooooooohhhhmmmm*


    Weiter gehts nach Grindavík. Im Café Bryggjan ist im oberen Stockwerk Suppe vorbereitet. Man kommt sich zwar etwas komisch vor, das Gebäude ist ja nicht das allerneuste und besonders viel gibts auch nicht im Umkreis (wo sind wir hier bloss gelandet??) aber die Hummersuppe ist wirklich hervorragend. Der Kuchen auch.



    Nach dem Mittagessen fahren wir weiter nach/zur Gunnuhver. Das soll ein blubbernder Schlammtopf sein, ich seh aber nur Rauch. Trotzdem spannend. Und an schönen, praktischen Holzwegen wir auch gerade gebaut. Einmal tief Luft holen und schnell durch den wohlriechenden *NOT* Dampf hindurch.



    Der Guide versorgt uns mit vielen Infos. Wusstet ihr, dass ein Gärtner (glaub ich) das Land gekauft hat, weil er dort verschiedenes anbauen wollte? Dummerweise ist der Untergrund nicht besonders "tragfähig", sein Holzhaus wurde schlichtweg gekocht und im Laufe der Jahre zersetzt, jetzt sieht man nur noch ein paar wenige Steine, wo mal die Grundmauern waren.


    So, weiter am Leuchturm Reykjanesviti vorbei zum Parkplatz von Valahnúkamöl (oder wie auch immer der Platz, die Klippe dort heisst). Bevor wir ganz anhalten und alle rauslaufen warnt uns der Guide noch davor, die hohe Klippe hochzugehen, es besteht Absturzgefahr (für sich und die Klippe selbst). Naja, ihr könnt euch denken, wo die Italiener-Jungs direkt mal hochrennen.

    Ich lass mir Zeit und laufe gemütlich rum, bestaune das tosende Meer.



    Danach weiter zur Midlína, Brücke zwischen den Kontinenten. Hm joa, das haut mich da jetzt nicht um...

    Wieder ein Stück zurück zum Brimketill, ein "natürlicher Pool" bzw. ein über die Jahrtausende vom Meer herausgewaschenes Becken. Der Guide warnt, Achtung vor den Wellen. Nun gut, wir sind gute 5 Meter über dem Meeresspiegel und man sieht ja wos Wasser hochspritzt... Ich laufe vor für ein Foto ohne Touris und zack, JA ES HAT MICH VOLL ERWISCHT! Also merkt euch, auch Islanderfahrene werden nicht verschont! Zum Glück hab ich super wasserdichte Kleidung.



    Es wird langsam dunkel und wir fahren irgendwo durch die Lavafelder und durch winzige Dörfer. Auch an der blauen Lagune gehts vorbei und dann im stockdunkeln zurück nach Reyjavik. Ich halt schon mal Ausschau nach Nordlichtern, aber noch ist nichts zu sehen.

    Alles in allem war das eine sehr tolle Tour! Ich hätte nicht gedacht, dass ich so begeistert bin. An einem Tag so vieles gesehen. Ich muss sagen, es hat mir fast besser gefallen wie Snaefellsness...


    Gut, zurück im Hostel. Ich frage an der Rezeption, ob die Comedy Show (Áramótaskaupid) in der Lobby übertragen wird. Das (polnische?) Mädchen hat keine Ahnung von was ich spreche... Schade. Dass man als Ausländer nicht alles weiss ist ja ok, aber sie wohnt in Island und sollte sich doch irgendwie auch für das Geschehen interessieren, oder nicht?

    Nun gut, ich futter noch ein Sandwich und zieh mich warm an. Ich mach mich auf den Weg zum Laugarásvegur, da solls ein kleines Bonfire geben. Ich laufe, andere laufen in die selbe Richtung, gut dann wirds wohl stimmen. Ich biege um eine Ecke und sehe ein GEWALTIGES Feuer. Das wirds wohl sein, aber ich möchte gerne wissen, wo denn da der Unterschied zwischen "small" und "big" bonfire ist.


    Es ist fantastisch! Ich laufe durch die Leute, eine Band spielt, ich summe etwas mit.^^:love: Einfach fantastisch:girl:





    Das Feuer brennt langsam aus und nach etwa einer Stunde mache ich mich wieder auf den Rückweg. Ich hol mir nur noch einen Pulli mehr und geh los zur Hallgrimskirkja. Da angekommen sind erstaunlicherweise gar noch nicht sooo viele Leute da und ich kann mir einen guten Platz an der Stange vor der Kirche sichern. Es sind zwei "Zonen" mit Plastiband abgetrennt, die Feierwütigen sollen ihr Feuerwerk von dort drinnen loslassen. Das finde ich eine super Idee! Es ist beileibe immer noch alles nah genug dran. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es ohne diese Zonen sein soll.


    Langsam füllt sich der Platz und immer mehr Feuerwerk wird losgelassen. Genau mein Ding! Ich liebe es! Immer wieder mal einen Blick gen Himmel, vielleicht Nordlichter? Aber eigentlich sieht man durch den ganzen Qualm den Himmel kaum. (Später hab ich dann erfahren, dass die Aurora tätsächlich um Mitternacht zu sehen gewesen sein soll...) Es ist fantastisch! Ich liebe Silvester und ich liebe Feuerwerk! Für diese eine Nacht vergesse ich alles was mit "Feinstaubbelastung" oder "Tieren" im Zusammenhang steht, ich liebe es Geböller um mich rum!^^^^^^ Genau so muss ein Silvester sein! Die jungen Leute laufen mit bierkästengrossen Raketen-Batterien rum, so was gibts bei uns gar nicht! Hach wie toll! Bilder hab ich leider keine, ich hab nur ein paar Videos gemacht. Als es sich langsam etwas leert getraue ich mich, einmal rumzulaufen. Als dann eine Rakete mehr oder weniger vor mir und nur zwei Meter über dem Boden explodiert, ist es dann Zeit heimzugehen:P

    Glücksselig falle ich ins Bett:)

    Ich erinnere mich an die überwiegend begeisterte Zustimmung zu der Ankündigung von einer Gruppe der Rettungsmannschaften (wenn ich mich richtig erinnere), statt zu Silvester Raketen zu verkaufen, ein Aufforstungsprogramm zu unterstützten und "Bäume statt Böller" zu verkaufen.


    Hier wird nun die großes landesweite Aufforstung problematisiert, genauer gesagt in einen Gesamtzusammenhang gestellt. Aufforstung muss genau überlegt und geplant werden, denn auch sie bewirkt eine Veränderung der Natur Islands, die nicht ungeteilt positiv ist. Aufforstung reduziert eben die offenen Landschaften, die viele Vögeln, wie Goldregenpfeifern, Regenbrachvögel, ... als Lebensraum und Brutplatz brauchen. Und von denen brüten große teile der Weltpopulation in Island.


    Auch was auf den ersten Blick so gut klingt, muss gut durchdacht und gezielt umgesetzt werden - besser wohl, als bisher ..., weil es eben weitere Folgen nach sich zieht.

    Naja, also soooo winzig ist jetzt Island auch nicht, ob die paar Bäume da wirklich einen Unterschied machen? Ist ja nicht so, als ob es bald keine offenen Flächen mehr gäbe.


    Allerdings ist die Frage, warum denn überhaupt aufforsten? Als Windschutz bei Häusern ok, aber ansonsten? Wirklich viel weiterwachsen tun die Bäume vermutlich eh nicht und wenn ein grösserer Sturm kommt liegen sie wohl auch wieder flach...

    Danke für die Antwort, wie gesagt die Formalitäten haben wir soweit zusammen 🙂

    Das ist schonmal gut das es direkt in Selfoss Friseure gibt. Kann man da einfach vorbei gehen ohne Termin? Das ist meine größte Sorge.

    Das ich keinen Friseur und Make Up Artist habe.


    Geplant war das wir vor einem Wasserfall oä. Heiraten

    Hast du das Merkblatt gelesen, dass Kria-Tours verlinkt hat? Da steht nämlich drin, ob ihr einen Reisepass braucht oder nicht.


    Also für eine Hochzeitsfrisur/-make up würde ich auf jeden Fall einen Termin abmachen! Würdest du ja in Deutschland auch nicht ohne machen, oder? Eigentlich macht man ja auch ein Probemake-up, um zu sehen, ob das dann so passt und ob der Stylist das so macht wie du dir vorstellst.


    Ich versteh nicht ganz, du weisst nicht, welche Schuhe du anziehen sollst? Also Wanderschuhe sehen ja *hust" eher besch*** aus unterm Brautkleid, meine Meinung.

    Also ich weiss ja nicht wie das in Deutschland ist, aber in der Schweiz ist das alles ganz unterschiedlich. Je nach Bank, Konto, Kreditkartenfirma, Kredikarte und so weiter und so weiter. Deshalb scheinen mir diese Hinweise hier, wieviel was kostet irgendwie seltsam. Bei uns ist das wie gesagt alles völlig unterschiedlich und ausser der Bank kann dir keiner sagen, wieviel es jetzt bei dir ist.

    Es gibt ja Leute, die fahren in 3 Tagen einmal ringsrum, insofern sind 14 Tage eigentlich schon ok und im August ist ja noch recht lange hell. Jedenfalls könnt ihr schon noch etwas mehr machen als das, was du beschrieben hast. Den Golden Circle hat man ja nach einem Tag gesehen. Ich würde da auch entweder noch den Osten oder ein Stück vom Norden anhängen, z.B. der Skagafjördur ist ja DAS pferdegebiet, da könntet ihr auch auch einer Farm wohnen (z.B. Sydra-Skördugil oder Lytingsstadir).

    Ich würde das so einteilen:

    4 Tage Südküste, 1 Tag Golden Circle, 2 Tage Snaefellsness, 4 Tage Norden (bzw. halt ein Teil) und 3 Tage Reykjavik und Reykjanes.

    Abgesehen davon, dass ich mir bei der Wortwahl an Beatrix´ Stelle etwas auf den Schlips getreten fühlen würde, geht es bei Grimsey nicht nur um den Polarkreis. Die Insel ist sehr schön und es gibt tausende Papageitaucher, Trottellummen, Tordalke, Küstenseeschwalben und......

    Ich sag ja nicht, dass es da nicht schön ist. Aber in ihrem ersten Post schreibt Beatrix

    Zitat

    Mein Mann will unbedingt einen ganzen Tag "opfern" um nach Grimsey zu fahren (von Akureyri aus als Tagesausflug), weil dort der Polarkreis beginnt.... und nicht weil sie selbst die schöne Insel und die ganzen Vögel sehen will. Sondern eben, ihr Mann will den Polarkreis abhaken. Da kann ich auch nix dafür, dass das so rüberkommt.

    :/

    Ausserdem will sie ja nicht dahin und das Forum bietet ihr gerade beides, warum es sich lohnt und wie sie ihrem Mann mitteilen kann, warum man nicht hinmuss.

    Danke für die vielen Antworten.

    Wir haben eigentlich (noch) nicht vor in weitere nordische Länder zu fahren, weil es mir zu kalt ist. Ich bevorzuge südliche Gefilde. Deswegen wird das woanders mit dem Polarkreis nichts werden.

    Das klingt ehrlich gesagt ziemlich nach "hauptsache ich kann der Welt mitteilen, dass ich beim Polarkreis war". Das bringt ja nicht so viel, es gibt auch keinen Konfettiregen, wenn man über die "Grenze" tritt... ist schlussendlich auch nur ein Stück Land wie jedes andere...:/ Und bei dem ganzen Programm würde ich mich auch auf andere Regionen konzentrieren.

    Frage von einer Pferdeunwissenden:

    Müssen alle Islandpferde in diesem WorldFengur registriert werden? Oder gibt es auch nicht dort gemeldete Isis und das mit der Namenregelung gilt nur für die Pferde, die dort registriert werden?

    Eingetragen werden kann nur mit akzeptiertem Namen. Theoretisch musst du dein Fohlen nicht eintragen, macht aber auch nix, wenns drin ist. So kann man auch immer genau die Abstammung nachverfolgen oder andere verwandte Pferde finden. Es ist halt einfach ein Register für alle Isländer. Tatsächlich nennen/rufen kannst du dein Pferd ja sowieso wie du willst.

    Ich finde es gehört auch irgendwie dazu, dass ein isländisches Pferd einen isländischen Namen hat und nicht einfach Karlheinz oder Sunshine Baby Flower heisst...:wacko: (auf Isländisch wärs aber ok^^)

    Du bist zwar voller Enthusiasmus, aber etwas Planung VOR dem Buchen würde die Sache doch ziemlich erleichtern bzw. verbessern. Die Accomodation in Skagaströnd find ich jetzt auch ziemlich schräg.

    Whalewatching kann man an vielen Orten machen, würde ich aber nicht als Toppriorität einordnen (und schon gar nicht extra nach Húsavik fahren).

    Du schreibst ihr habt noch mehr Touren geplant? Oder soll das dann mit dem eigenen Auto sein?


    Reykjavik ist echt keine Grossstadt, zu Fuss ist man in etwa 30 Minuten quer durch. Allerdings ist es dennoch ein recht hübsches Städtchen, man kann schön bummeln, irgendwo Kaffee trinken gehen und es gibt einige hervorragende Museen.

    2-3-Stunden-Ausritte bietet so ziemlich jeder Hof an und dass es irgendwo hässlich gewesen wäre hab ich auch noch nicht gehört^^ Vielleicht versucht ihr mal, eure Tagesplanung etwas zu konkretisieren.


    In einer Woche bekommt ihr eh bei weitem nicht alles rein, also orientiert euch doch mal an Touren, die die Reisebüros vorschlagen und passt dann noch etwas individuell an.

    "drecksverfluchtenverdammtnochmalimmervonvornekommendenScheißwind"

    goodposting



    Für einen Selbstfindungs- und Seele-baumeln-lassen-Trip gibt es wohl bessere Alternativen als mit dem Rad durch Island. Ich würd mir das nicht antun. Wegen wie schon erwähnt: der Wind, keine Fahrradwege, der Wind, der Verkehr, der Wind, der Regen, der Wind, die teilweise weiten Strecken (so durch die Sanderflächen im Süden) und super-low-budget ist es auch nicht.?(

    Tag 3 (Sonntag, 30.12.18)


    So, gut geschlafen, gut gefrühstückt. Um halb 10 (immernoch stockdunkel) packen wir die Koffer und los gehts. Nach kurzer Zeit biegen wir auf einen Schotterweg, ich habe keine Ahnung, wo wir sind. Auf einem kleinen Wendeplatz am Ende des Weges hält unser Guide (Arnar übrigens) an, er sagt, er will uns etwas zeigen, weiss aber nicht, ob es geht und will erst mal selbst sehen. Nach 3 Minuten kommt er zurück, es würde nicht nicht gehen. Ja was denn eigentlich? Offenbar gibt es da eine Quelle, bei der natürliches Mineralwasser rauskommt und einen kleinen Wasserfall, es wäre aber beides zugefroren. Schade...

    Wir fahren wieder zurück und halten dann doch nochmal an. Aaaaach, jetzt sehen wir das erst. Eine lange Klippe mit Basaltsäulen, Gerðuberg. Wobei, sehen tun wir eigentlich nix, es ist immernoch dunkel. Und saukalt übrigens auch. Irgendwie hätte ich lieber einen zugefrorenen Wasserfall nicht-gesehen als die Basaltsäulen. Wegen nochmal, es ist dunkel.


    Während wir in die Richtung fahren, wo wir gestern schon mal langgekommen sind, fängt es an zu schneien (inzwischen ist es dann doch mal hell geworden). Nicht schlimm, trotzdem fahren fast alle nur noch im Schneckentempo. Arnar flucht ein bischen vor sich hin und ärgert sich über die Touristen, die er jetzt alle überholen muss.

    Wir fahren nach Krauma und laden ein paar der Asiaten aus, die dort baden gehen. Der Rest fährt zum Hof Sturlu Reykir. Wir setzen uns rein, die Besitzerin stellt uns den Hof vor. Wir sind allerdings alle etwas abgelenkt, 5 Border Collie-Welpen rennen um uns herum:love: Dann gehen wir noch durch den Stall und hinten raus. Da ist ein Hotspring. Auch praktisch, heisses Wasser im Garten. Die Besitzerin erklärt uns, dass sie damit Brot backen.



    Wir gehen wieder zurück und sie holt ein Pferd aus dem Stall und drängt uns alle, ganz viele Fotos damit zu machen. Hm joa, es nieselt ziemlich stark und das Pferd ist nass. Ich hab nichts gegen nasse Pferde, aber besonders elegant sieht das auf den Fotos nicht aus^^ Aber zumindest ist die Besitzerin sehr bemüht und will allen das Islandpferd näher bringen. Zurück in der warmen Stube gibts dann auch das in Milchtüten gebackene Hotspring-Brot. Schmeckt gut, aber selbst mir fast schon zu süss.


    Wir fahren zurück zu Krauma bzw. eigentlich zur Deildartunguhver. Irgendwie seltsam, Hotsprings stellt man sich ja immer so natürlich vor. Wenn dann ein Zaun und Gebäude drum sind hat man halt trotzdem das Gefühl, dass das dort hingebaut wurde. Vor lauter Dampf sieht man eigentlich auch gar nicht so viel. Aber für die "ersten Besiedler" muss das ja wirklich ein Schauspiel gewesen sein, wenns da einfach so aus der Erde sprudelt.



    Wir laden alle wieder ein und fahren zu den Hraunfossar. Erst mal im Café Mittagessen, die Preise sind auch ok, zumindest für isländische Verhältnisse. Dann haben wir 40 Minuten Zeit uns die Wasserfälle anzuschauen. Und ich wusste schon bevor ich sie gesehen habe, dass die auf jeden Fall ein Highlight werden. Und das war dann auch so. Wer schon mal da war, kann das bestimmt nachvollziehen. Es sieht einfach wunderschön aus, wie die kleinen Flüsschen aus der Lava quellen.



    Ich lasse mir gemütlich Zeit und spaziere dem Weg entlang. Das ist auch gut gemacht, die Absperrungen. Ein zweiter Wasserfall soll da auch noch sein, aber so richtig seh ich den nicht... irgendwie in der Schlucht?

    Jedenfalls ist es richtig schön da. Da würde ich gern im Sommer nochmal hin, nachts wenns trotzdem noch hell ist. Oder auch im Herbst, da müssen die Farben wunderbar aussehen. Ich schwelge noch etwas.

    Für den Abend ist aber ein kleiner Sturm angekündigt, weshalb sich Arnar zeitig auf den Weg zurück machen will. Man spürt dann auch gut den Wind, der gegen den Wagen drückt. Aber ansonsten verläuft die Fahrt nach Reykjavik unspektakulär und er lädt mich direkt vor meinem Hostel aus.


    Für den Rest der Woche hab ich mir ein Bett im "Galaxy Pod Hostel" reserviert. Ich bin gespannt. Der Eingang ist direkt neben einer Autogarage, man fährt mit dem Lift hoch und der erste Eindruck ist wirklich gut, sieht schick aus. Ein junger Mann aus Osteuropa macht den Check-in. Ich bin in eiem 6-er-Frauen-Zimmer. Die Pods sind ok, wobei man nicht unter Klaustrophobie leiden oder generell zu gross sein sollte. Bei normalen Betten könnte man sich ja auch darüber hinaus strecken, beim Pod schlägt man dann doch relativ bald an einer Seite an. Aber da ich nicht so gross bin, stört mich das nicht. Ich hab mir die Pods nur etwas weniger "billig-plastik-mässig" vorgestellt. Aber wie gesagt, für mich alles ok. Auch das Badezimmer ist ok und alles ist tiptop sauber. Ich verkrieche mich in den Pod und schau auf dem TV den Film Grindelwalds Verbrechen.

    Private Autovermietungen sind verboten, wie schon Isga gesagt hat, gibt es dann keinen Versicherungsschutz und in Island kann schnell mal was passieren (auch unverschuldet, Steinschlag zum Beispiel).

    Entweder bucht ihr Bustouren, versucht euch trampend fortzubewegen (wobei das auch ziemlich in die Hose gehen kann) oder ihr spart einfach noch ein Jahr länger.

    Auch von mir keine konkreten Erfahrung, aber irgendeinen Grund wird es haben, dass die deutlich günstiger sind, und der ist bestimmt nicht "Nächstenliebe". Gerade im Hochland, bei den Schotterstrassen und Furten und generell etwas schwierigeren Strecken geht so schnell mal was kaputt. Und bei Billiganbietern ist da die Kulanz und Kundenfreundlichkeit bestimmt nicht allzu hoch, kennt man ja auch von den entsprechenden Airlines.


    Ich würd schon aus Prinzip nirgends buchen, wo "billig" schon im Namen ist:/:D