Beiträge von Mimi

    Private Autovermietungen sind verboten, wie schon Isga gesagt hat, gibt es dann keinen Versicherungsschutz und in Island kann schnell mal was passieren (auch unverschuldet, Steinschlag zum Beispiel).

    Entweder bucht ihr Bustouren, versucht euch trampend fortzubewegen (wobei das auch ziemlich in die Hose gehen kann) oder ihr spart einfach noch ein Jahr länger.

    Auch von mir keine konkreten Erfahrung, aber irgendeinen Grund wird es haben, dass die deutlich günstiger sind, und der ist bestimmt nicht "Nächstenliebe". Gerade im Hochland, bei den Schotterstrassen und Furten und generell etwas schwierigeren Strecken geht so schnell mal was kaputt. Und bei Billiganbietern ist da die Kulanz und Kundenfreundlichkeit bestimmt nicht allzu hoch, kennt man ja auch von den entsprechenden Airlines.


    Ich würd schon aus Prinzip nirgends buchen, wo "billig" schon im Namen ist:/:D

    Das mit den Nordlichtern muss keine Einbildung gewesen sein.

    Bei vielen Menschen ist das Augenlicht nicht so dolle, das sie Nordlichter mit dem blossem Auge sehen. Ich zum Beispiel sah die Nordlichter auch erst in der Kamera beziehungsweise auf dem Foto schön grün. Meine Augen sahen am Himmel eher grau.

    Wie Verdandi schon gesagt hat, Nordlichter sehen von Natur für das menschliche Auge nicht so grün aus wie in der Kamera. Wenn aber in der Kamera schon nur ein grünlicher Schimmer zu sehen ist, kannst dus selbst aber vergessen, irgendwas zu sehen. Selbst wenn du bei uns lange genug in den Himmel starrst fängst du plötzlich an, "irgendwas" zu sehen.:P

    Und da ich tatsächlich auch in Island schon richtig gute Nordlichter gesehen habe, war das an diesem Tag wirklich nichts, was ich unter "Nordlichter sehen" verbuchen würde.:D

    Tag 2 (Samstag, 29.12.18)


    Morgens, halb 7, das Licht geht an. Das ist zwar nicht besonders nett, aber viel länger hätt ich wohl eh nicht mehr geschlafen. Da ich am abend zuvor so früh ins Bett bin, bin ich ziemlich gut ausgeschlafen. Das Zimmer ist übrigens ein 10er-Zimmer, ich dachte, das wird furchtbar, aber zwei Betten sind nicht besetzt und es ist wirklich riesig. Es gibt massenhaft Platz für alle Koffer. Die 5er-Gruppe spanischer Mädels macht sich bereit, sie haben übrigens alle die gleiche pinkfarbene Mütze.^^ Ich roll mich noch ein wenig von links und rechts und mach mich dann auch gemütlich bereit. Das Hostel insgesamt ist zwar nicht alles super neu, aber soweit alles tiptop, also eine gute und günstige Unterkünft für Backpacker. Das Frühstück ist wie in andern Hostels, auf jeden Fall ok für eine kleine Stärkung zum Wachwerden.


    Packen, check-out und dann um 9 draussen auf den Bus warten. An der Haltestelle 10 stehen wie immer wahnsinnig viele Leute, alle warten auf ihre Tours und Transfers. Bald kommt auch meiner, ein Minibus, ein paar Leute sitzen schon drin, die meisten holen wir nach und nach ab. Insgesamt sind wie 18, der Bus ist voll.

    Hm, offenbar schliesst die Tür nicht richtig, also kurz bei der Werkstatt vorbeischauen. Nach einer Viertelstunde lässt sich das Problem offenbar nicht so einfach lösen. Wir steigen aus und in einen neuen, neueren Bus um. Wir fahren los, nach 5 Minuten drehen wir wieder um, der Guide hat den Anhänger mit unserem Gepäck vergessen! Echt jetzt?^^8o


    Gut, mit etwa 40 Minuten Verspätung gehts dann los Richtung Borgarnes, dort in der Tanke Mittagessen für den Tag kaufen. Irgendwann verändert sich die Landschaft etwas, wir fahren durch Lavafelder und ich halte Ausschau nach einem der bekanntesten Berge Islands. Irgendwann sagt unser Fahrer dann "Da ist er, Kirkjufell". Äh, der sieht ja ganz anders aus, als wie man ihn aus den Fotos kennt?! Ich bin etwas verwirrt. Erst als wir langsam immer näher kommen, ändert sich auch die Perspektive und beim Parkplatz sieht man vom dem länglichen Berg gar nichts mehr, sondern nur noch die markante, bekannte Spitze. Aber die Strasse führt direkt vorne durch. Ich bin jetzt nicht wirklich enttäuscht, aber wenn man bisher nur Bilder gesehen hat ist das schon etwas verwirrend. ?(


    Etwa 40 Minuten haben wir Zeit, um den kleinen Fluss zu laufen und Bilder zu schiessen. Es ist übrigens saukalt, der Wind pfeift ziemlich um die Ohren. Und da wir alle die üblichen Kirkjufell-Bilder kennen, hier mal ein anderes.


    Einmal um die Wasserfälle rum, auf dem Rückweg mal kurz die Asiatin anfahren, warum sie bitte ausserhalb der kleinen Begrenzung steht? Ehrlich, einfach direkt hinter dem Seil als davor. Das versteh ich nicht, das Foto wird doch genau gleich?!


    5 Minuten später...


    Ihr seht die Frau in orange, die sich gerade auf den Weg macht, noch ein paar Meter weiter ins Gras zu schmeissen, um den popeligen Wasserfall da zu fotografieren? Mein Puls steigt, ich gehe zu ihrem Begleiter, der auf dem Weg steht und frage ihn, was seine Frau da macht, warum sie ausserhalb des Weges ist. Bei der dummen Antwort "ach, da darf man nicht hin?" würd ich ihm gerne eine runterhauen... Er soll doch seine Frau rufen, dass sie da weg geht, mag er nicht recht reagieren... mein Puls steigt, ich geh zurück zum Bus bevor ich noch ganz ausraste ab solchem Verhalten.:patsch:


    Wir fahren weiter, durch Olafsvík. Gegessen wird im Bus, wir sind ja etwas spät dran. Am frühen Nachmittag kommen wir zur Vatnshellir-Höhle. Fast alle kommen mit zur Höhlentour. Wir bekommen alle einen Helm und eine Taschenlampe, dann gehts los. Treppen runter, in den ersten Teil. Es ist nicht mein erstes Mal in einer Höhle, also bin ich vielleicht nicht ganz so überwältig, aber spannend ist es trotzdem. In einer Ecke stampft der Guide auf den Boden, offenbar ist es hohl drunter. Na dann schnell weiter, bevor wir noch abstürzen. Nochmal enge Wendeltreppen runter, ein zweiter Höhlenbereich. Irgendwann sollen wir alle unsere Taschenlampen und Handys ausschalten, es ist stockdunkel und komplett still bis auf das Tropfen von Wasser. Nach einem Moment beginnt der Guide zu singen. Es ist "á sprengisandi", es klingt gut, aber für mich als Islandkenner passt das Lied, das von Bewegung und Geschwindigkeit erzählt, so gar nicht in die schwarze, beengende, drückende Höhle. Aber das ist wohl mimimi...:D



    Wieder draussen tut es gut, frische Luft zu atmen. Wir fahren weiter nach Djupalonssandur. Durch einen kleine Schlucht gehts zum Strand. Da fand ichs total schön. Die verteilen Überreste von Schiffswracks, der schwarze Sand, das Meer, die Wellen... so toll! Leider haben wir nicht so viel Zeit, vor allem, weil es bereits langsam eindunkelt. Wir fahren weiter nach Arnarstapi. Kurzer Rundgang entlang der Felsen, doch doch, hübsch. Nur die Drohne einer anderen Gruppe nervt... Wie sich wohl die Leute fühlen, die da in dem einen Haus wohnen, wo alle vorbei gehen und ihnen ins Wohnzimmer gucken?



    Ehrlich gesagt, hab ich den Überblick etwas verloren, wo wir uns gerade befinden, also auf der Karte. Inzwischen ist es dunkel und wir fahren zum Hotel. Es ist das Hotel Rjúkandi, ein nettes Country Hotel. Es ist ziemlich neu, die Zimmer sind super, sogar mit Bodenheizung und die Tür geht direkt raus, super zum Nordlichter beobachten. Wir treffen uns zum Abendessen. Ich nehme das "slow cooked lamb". Ich bin etwas skeptisch, weil es am Knochen gebracht wird, das ist eigentlich nicht so mein Ding. Aber ich werde überrascht, es ist dermassen zart, dass es schon bei der kleinsten Berührung vom Knochen abfällt. Kurz, es ist fantastisch!



    Nach dem Essen geh ich in mein Zimmer und zieh mir alles warme an, was ich dabei habe, vor die Tür zur Nordlichterjagd. Ein paar Asiaten sind auch da, zur Abwechslung mal ein paar von der angenehmen Sorte und wir unterhalten uns während wir in den Himmel starren. Die Kamera sagt, da ist ein wenig grüner Schleier, aber von Auge ist es wohl mehr Einbildung. Dann kommen die Wolken und wir verziehen uns in die warmen Betten.

    Ich habe keine Ahnung, aber ich würde da direkt dem Zoll schreiben und fragen, was für Möglichkeiten zu hast. Vielleicht kannst du ja sowas wie eine Genehmigung bekommen, damit du das Auto ausnahmsweise etwas länger als 6 Woche alleine lassen darfst?


    http://www.tollur.is, tollstjori@tollur.is


    Also du sprichst von diesem Jahr? Hast du denn die Norröna schon gebucht? Im Februar weiss ich nicht, aber im Juli ist sicher schon so einiges ausgebucht. Und Februar wäre ja schon in drei Wochen...

    mbl | 8.1.2019 | 23:06 | Upp­fært 9.1.2019 5:05 GMT


    Sie benötigen 48 Millionen, um den Weg am Fjaðrár­gljúf­ur zu errichten

    https://www.mbl.is/frettir/inn…nir_til_ad_klara_stiginn/

    Ich kann da jetzt nicht alles lesen, aber es kann doch nicht so teuer sein, da so einen Holzsteg zu bauen, wie es ihn an schon vielen Stellen gibt? Wobei ein anständiger Zaun, nicht nur so Stöckchen mit einem Seil, auch ganz praktisch wäre. Dann wirds zwar etwas verbaut, hilft aber sicher, den Besucherstrom einigermassen zu lenken.

    1. kann mir jemand ein einigermaßen gutes (aber auch bezahlbares) hotel mit einigermaßen frühstück empfehlen; das ganze wenn möglich noch über ein online-reiseportal zu buchen ?

    Warum muss es denn über ein Portal zu buchen sein? Hotels sind grundsätzlich sehr teuer in Island, ich würde empfehlen, dass ihr euch ein Guesthouse (z.B. mit Möglichkeit zum selber kochen) oder grad ein Sommerhäuschen (auch im Winter^^) mietet.

    2. es gibt ja fast nie einen hotel-transfer, sollte man sich ein mietauto nehmen oder lieber das ganze mit flybus und dann regionale ausflüge buchen. ich denke mit mietauto ist man flexibler (besonders in bezug auf nordlichter), kostet aber auch einiges.

    Ein Mietauto kommt ziemlich sicher billiger als Busausflüge, vor allem, da ihr zu zweit seid. Kannst dir ja mal die Preise von den Touren anschauen und dann mal eine Probebuchung von einem Mietauto machen.

    Zitat

    3. wer kann was für eine woche im märz empfehlen (2 erwachsene) ? blaue lagune, reiten, schnorcheln zwischen den kontinenten, nordlichter, golden circle, eishöhle, ...... dürfte ja schon fast ausreichend sein, oder habt ihr ganz besondere highlights.

    Ich würde mal sagen, ihr macht das, worauf ihr lust habt. Eine Woche reicht sowieso hinten und vorne nicht, um "alles" zu machen, insofern... Uns ist ja eigentlich ziemlich egal, was ihr macht, euch muss es gefallen.

    Zitat

    4. alkohol sollte man ja am besten importieren, wie gut ist der dutyfree sortiert (auch wein und bier

    Ja da hats schon einiges, mit den Preisen kenn ich mich aber nicht aus.

    Mimi, ich weiß, du beziehst dich sarkastisch auf mich in einem anderen Thread.

    Zwischen dem 10. und 12. Mai 2017 konnte ich wegen Schneesturms nur in einem kurzen Zeitraum der Unterbrechung der Straßensperrung teilweise durch Schneeverwehungen von Seyðisfjörður nach Djúpivogur fahren.

    Sei doch bitte etwas zurückhaltender.

    Es ist ja nicht, dass ich dir das nicht glauben würde und wie wir alle Wissen können sowohl Schneestürme als auch offenbar auch "Hitzetage" in Island so ziemlich jeden Tag im Jahr vorkommen. Die Wahrscheinlichkeit allerdings, tatsächlich einen oder mehrere Tage irgendwo wegen Schneesturms festzustecken ist im Mai doch ziemlich klein, während sie sagen wir mal von November bis Dezemer sehr sehr viel höher ist.

    Wir warnen ja auch weiterhin bei Winterreisen vor dem Wetter, auch wenn der Winter 2019 ja kaum Anlass dazu bietet.

    Also gut, ich wusste nicht dass es zwei gibt! Allerdings bleibe ich dabei, dass die im Westen wesentlich bekannter ist unter diesem Namen, wie gesagt, es ist DER Übergang in den Süden. Auch das dortige (grössste) Kraftwerk heisst so.

    Ja es gibt auch noch eine andere Strasse (Richung Þorlákshöfn), um den Pass zu umgehen, das dauert einfach doppelt so lange (vorausgesetzt der Pass ist offen).


    Zitat

    Reykjavik - Hveragerdi ist als Teil der Ringstraße sowieso nichts wo man überlegt ob Anfang Mai noch die Winterschließung gilt.

    Erstens nein und zweitens grad nochmal nein. Bei Stürmen etc. wird die westliche Hellisheidi geschlossen und zwar unabhängig von der Jahreszeit. Und wie wir bereits aus einem anderen Thread gelernt haben, rechnen einige hier ja auch noch im Mai mit Winterstürmen (ja da ist Sarkasmus in der Aussage zu finden).

    Zudem ist es mal abgesehen von den regelmässigen Islandbesuchern für die meisten anderen Touristen ganz und gar nicht klar, dass im Mai auf der Ringstrasse nicht mehr mit Wintersperrungen zu rechnen ist. Sonst käme auch nämlich nicht immer wieder die Frage, ob man z.B. einen 4x4 für die Ringstrasse braucht.

    ... würde linksrum fahren (auch wenn dann den Beifahrer der Steinschlag zuerst trifft). So kommen die absoluten Hochlandteilstücke wie Egilstadir Myvatn oder strecken nicht sofort und sind Mitte Mai dann besser befahrbar oder überhaupt erst freigegeben (z.B. Hellisheidi oder die 864 ist wohl Anfang Mai noch geschlossen, wobei ich nicht weiß, ob diese Routen evtl. doch erst Ende Mai oder Juni geöffnet werden).

    Erster Beitrag und schon mal Mist erzählen! Die Hellisheidi ist das ganze Jahr geöffnet, sie ist DER Übergang von Reykjavik nach Hveragerdi bzw. dem Süden ganz allgemein (oder umgekehrt). Die wird allenfalls kurzfristig einige Stunden geschlossen wegen Wind der Schneesturm.

    Vorsicht mit so einer Aussage für Anfang Mai! Da habe ich mehrfach ganz andere Erfahrungen.


    Natürlich kann man Anfang Mai rundum fahren, das habe ich nicht verneint. Ob es ausreichend ist, ist Ansichtssache, wie ich geschrieben habe. Für wen das Abhaken von möglichst viel im Vordegrund steht, oder wer sich nur mal einen kurzen Überblick veschaffen möchte, für den passt es.

    Bei so ziemlich jedem Beitrag für Umrundungen wird darauf hingewiesen, dass 7 Tage ziemlich knapp sind aber 10 bis 14 müssten passen. Warum das hier jetzt plötzlich nicht mehr gehen soll weiss ich nicht.

    In 5 Tagen rum (wie das ja in einem anderen Post erst gewollt war) ist jetzt wirklich nicht so ideal, aber in 10 Tagen im Mai (wie gesagt, es isch ja schon fast rund um die Uhr hell) ist das ganz bestimmt nicht mehr reines abhaken. Man muss auch nicht an jeder Sehenswürdigkeit stundenlang wandern gehn.


    Jaa jaa, ich hab auch schon im Sommer Stürme erlebt, letzte Woche wars irgendwie 10 Grad in Reykjvik und wir erinnern uns, als im August all die Schafe eingeschneit wurden. Auf das unberechenbare Wetter hinweisen und ein, zwei Puffertage am Ende einzuplanen ist ja schön und gut, aber im Mai vor Winterstürmen zu warnen find ich dann doch etwas übertrieben.

    Genauso wie es Unsinn ist zu sagen, der Herbst wird super schön golden mit vielen Farben, weil das halt einmal so war, ist es Unsinn zu sagen, im Mai muss man furchtbar aufpassen, nur weil du da mal einen Sturm erlebt hast.

    Tag 1 (Freitag, 28.12.18)


    So, die fünfte Islandreise steht an. Normalerweise steht bei mir das Reiten im Vordergrund aber damit wirds Ende Dezember ja eher eng. Aber ich wollte auch schon immer Mal im tiefsten Winter (was die Dunkelheit betrifft) und über Silvester nach Island. Also dann, frühmorgens gehts los, der Flieger geht um 6.05 von Basel nach Keflavík. Natürlich fährt so früh noch nix und ich muss mir ein Taxi leisten (wer schon mal mit einem Taxi in der Schweiz gefahren ist, kann es vielleicht nachvollziehen... da ist noch nicht mal Island teurer).

    Wie immer hab ich Check-in und das ganze Prozedere innert fünf Minuten hinter mir, das Flugzeug hebt pünktlich ab und ich kann noch ein paar Stunden Schlaf nachholen.

    Der Anflug, leider viele Wolken, mal abgesehen davon, dass es auch noch stockdunkel ist. Also ausser ein paar Lichtern sieht man nichts. In Reykjavík hats aber ein paar mehr Lichter und das sieht echt super aus von oben. Schnell raus aus dem Flughafen und in den Flybus. Übernachten werde ich im Hostel Hlemmur Square, da parkier ich auch den Koffer und ich mach mich auf einen kurzen Rundgang durch Downtown, ich brauch noch einen zweiten Lopapeysa. So langsam geht die Sonne auf, um 11 Uhr.



    Auf dem Rückweg kurz ein Stück Pizza geschnappt, dann im Hostel umziehen, so ganz ohne Reiten kann ich halt doch nicht. Ich habe einen Ausritt bei Hraunhestar gebucht. Überpünktlich werde ich abgeholt und yesss, ich bin die einzige Teilnehmerin. Ein kleines bischen hatte ich drauf gehofft (ist mir nämlich schon mal passiert), aber man weiss halt nie. Für mich als fortgeschrittene Reiterin ist das natürlich super. Die junge Frau, die mich abgeholt hat und auch auf den Ausritt begleitet ist nett. Ursprünglich ist die Polin, sie kam vor drei Jahren nach Island, hat vorher schon geritten aber erst in Island dann die Islandpferde kennengelernt.

    Der Ausritt ist tiptop. Ich hab ein gutes Pferd bekommen, welches wohl ansonsten nur von den Guides geritten wird. Ich mag es sehr, genau meine Art von Viergänger. Unterwegs machen wir kurz halt und sie macht ganz viele Fotos von mir. Wir tauschen die Pferde, einfach um noch ein anderes zu reiten. Ich glaube nicht, dass das bei andern Touristen gemacht wird, auf jeden Fall fühle ich mich nicht als "Normalo-Touri" abgestempelt. Das zweite Pferd ist etwas hibbelig, aber auch das ist in Ordnung. Gemäss der Guide ist es ein Dauertölter, ich fühl da mehr Pass, aber egal. Wenigstens sind wir nicht nur in der Einer-Schritt-Kolonne unterwegs, wie die andere Gruppe, die uns entgegen kommt. Ein kleiner Schneeschauer stört uns wenig, aber der eiskalte Wind ist schon nicht ganz so angenehm.

    Nach dem Ritt gibts noch Schokolade und Kekse während die Mädels die Pferde füttern und dann gehts wieder zurück in die Stadt. Inzwischen ist es wieder dunkel und ich hab saumässig Kopfschmerzen (neeeeeeeeeeeeeeein, nicht in Island! Nicht in den Ferien!=O<X). Ich verzieh mich mit ein paar Keksen ins Hostelbett und schlaf dann auch schon recht bald ein.

    6.01.2019


    Tierarzt markiert 150 Milzbrandgräber in Island

    https://www.icelandreview.com/…lzbrandgraeber-in-island/

    Da habe ich eine Frage dazu, vielleicht weiss das jemand von euch. Also offensichtlich hat man Tiere, die an Milzbrand verendet sind einfach vergraben, der Erreger existiert aber weiterhin. Jetzt wurden alle diese bekannten Gräber markiert. Aber gibt es denn keine Möglichkeit, den Erreger auszulöschen? Vielleicht durch grosszügigen Aushub und verbrennen? Das ist ja schon ziemlich unpraktisch, gerade wenn z.B. ein Landeigentümer da was neues bauen oder pflügen will oder wie ebenfalls im Artikel erwähnt, ein Grab irgendwie an die Luft kommt druch Wind, Wetter oder Tiere.

    Da bin ich mal nicht ganz der Meinung von Islandvirus, 10 Tage reichen super, um zu umrunden, vor allem da ihr den Golden Circle und Snaefellsness weglasst, die brauchen ja je schon mal mindestens einen Tag. Ausserdem habt ihr ja auch schon etwas Islanderfahrung. Natürlich, theoretisch kann immer irgendein Sturm kommen, aber im Mai is es ja schon um die 20 Stunden lang hell, da kann man an einem Tag ja schon ziemlich viel sehen. Die Möglichkeit eines heftigen Wintersturms ist im Mai schon nicht mehr besonders hoch.

    Ich bin jetzt mal etwas böse.

    z.B. meine Nachbar in Akureyri. Haus 2 Stöckig , beste Lage 3 Kinder.

    VW Touareg V10 für die Dame des Hauses , der Herr einen Ram 350 . Der eine Sohn einen alten Hilux für den Offroad Sport plus 2 BMW 3er Reihe für den Bruder . Die Tochter ist noch klein und bekam im Sommer nen Elektroscooter. . Schulweg 20 Meter. Ein Luxushund und nicht zu vergessen , 2 Arctic Cat`s im Sporttrimm. Man gönnt sich ja sonst nichts.:D

    Da kann einem das Konto manchmal sicherlich auf 's Gemüt drücken.;(

    Was ist denn ein Luxushund?

    Auf Facebook gibt es viele Gruppen, einfach mal suchen nach "work with icelandic horses" oder ähnliches.

    Oder wenn du mal ein paar Höfe kennst einfach anschreiben bzw. öfters mal vorbeischauen, die posten eigentlich recht viel, ab wann für wie lange jemand gebraucht wird.


    Und der übliche Hinweis: Freiwilligenarbeit oder Arbeit gegen Kost und Logis ist illegal. Du brauchst einen richtigen Arbeitsvertrag, eine Anmeldung (kennitala) und musst bezahlt werden und zwar mehr als nur ein Taschengeld.


    Aber noch andere Fragen: Reitest du denn Islandpferde oder andere? Warst du schon mal in Island? Für wie lange willst du dort arbeiten? Und warum eigentlich, käme nicht auch ein Praktikum in einem deutschen Betrieb in Frage?