Planung des ersten Island-Aufenthaltes

  • Hallo zusammen,


    vorab schon einmal vielen Dank für alle hier bereit gestellten Informationen, die beim Planen der Reise eine große Hilfe darstellen.

    Ich bräuchte jedoch für die Konkretisierung der genauen Ziele meines ersten Aufenthaltes auf Island einmal ein grobe Hilfestellung, da meine Situation vermutlich etwas spezieller ist.


    Meine Ausgangslage ist wie folgt: Ich werde im August diesen Jahres im Fährhafen Seyðisfjörður ankommen und habe dann 10 Tage Zeit Akureyri zu erreichen. Diese Tour werde ich in meinem Bulli (4x4, Höherlegung, AT-Bereifung, Schlafmöglichkeit) absolvieren. Dabei möchte ich natürlich noch möglichst die letzten Sommertage ausnutzen um die Natur Islands kennenzulernen.


    Dabei ergibt sich für mich nun folgende Frage: Sollte ich meine Reise auf den Nord-Östlichen Teil der Insel begrenzen, oder wäre es sogar möglich zuerst auf der 1 Richtung Süden zu fahren, um dann eine Süd nach Nord Überquerung zu starten. Reicht dafür mein Zeitraum von 10 Tagen, ohne in Hektik zu verfallen? Da ich absoluter Island-Neuling bin, kann ich das überhaupt nicht einschätzen.


    Ich hoffe mit diesem Thema keine Repost angelegt zu haben und freue mich auf eure Antworten.


    Besten Gruß,

    Ute

    • Offizieller Beitrag

    Alles ist Geschmacks-Sache. Ich persönlich würde dir nahelegen, das auch ein wenig von den dann aktuellen Wetterverhältnissen abhängig zu machen. Möchtest du auch wandern oder reichen dir kurze Spaziergänge und bist du eher an einem Roadtrip mit vielen spontanen Stopps interessiert?

  • Wetterverhältnisse behalte ich natürlich im Blick, lege mir aber immer schon gern Alternativen zurecht, um dann einen groben Plan verfolgen zu können.


    Bezüglich der Aktivitäten hätte ich im ersten Beitrag natürlich noch erwähnen sollen, dass ich absolut wanderbegeistert und auch gern längere Touren mache. Gibt es diesbezüglich eine Route die sich mehr anbieten würde?


    Gruß Ute

    • Offizieller Beitrag

    Ok, Du bist örtlich flexibel, da dein Bulli campen ermöglicht. Bitte beachte, falls nicht schon hier gelesen, dass wildes Campen nicht erlaubt ist und du für die Nacht einen Platz anfahren musst.

    Ich persönlich würde die Route über die Ostfjorde in den Süden bevorzugen, über die Kjölur (Straße 35) durch das Hochland wieder in den Norden fahren und dann über die Ringstraße über Akureyri ins Mývatn Gebiet. Und von dort wieder zurück zur Fähre.

    Das werden 10 lange Tage, aber auf dieser Strecke bekommst du viel zu sehen.

    Wenn du die nördliche Route wählst, dann würde ich erstmal über die 94 nach Borgarfjörður eystri und von dort über die 944/925 zurück zur 1, um diese dann über die 917 direkt wieder zu verlassen. Dann von der 917 nach Vopnafjörður und auf die 85, der du dann über Húsavík folgst, bis du wieder auf der 1 bist. Dann einen Abstecher nach Akureyri und wieder zurück ins Mývatn Gebiet und von dort zurück zur Fähre. Diese Strecke ist etwas entspannter und du könntest ein paar Wanderungen einbauen.

    Übrigens empfehlen sich für beide Routen zwei der Magazine von ZAUBER DES NORDENS, die aktuelle Ausgabe „Austurland“ und die Ausgabe „Mývatn“.

  • Bitte beachte, falls nicht schon hier gelesen, dass wildes Campen nicht erlaubt ist und du für die Nacht einen Platz anfahren musst.

    Das habe ich gesehen, die Utilegukortid ist aber bereits in Zustellung. Das wird bestimmt erstmal eine Umstellung - bin ansonsten schwedische Verhältnisse gewohnt..

    Ich persönlich würde die Route über die Ostfjorde in den Süden bevorzugen, über die Kjölur (Straße 35) durch das Hochland wieder in den Norden fahren und dann über die Ringstraße über Akureyri ins Mývatn Gebiet. Und von dort wieder zurück zur Fähre.

    Vielen Dank für die Hilfe! Ich werde diesen Vorschlag als Grundlage für meine Routenplanung nehmen. Hast du für diesen Abschnitt ggfs. noch besondere Empfehlungen von Sehenswürdigkeiten, die man auf keinen Fall verpassen sollte?


    Die Alternative behalte ich jedoch für einen späteren Zeitpunkt auch mal im Hinterkopf.


    Übrigens empfehlen sich für beide Routen zwei der Magazine von ZAUBER DES NORDENS, die aktuelle Ausgabe „Austurland“ und die Ausgabe „Mývatn“.

    Auch vielen Dank für diesen Hinweis. Habe ich direkt mal beide bestellt, sind bestimmt eine gute Lektüre für die Überfahrt :)


    Gruß Ute

    • Offizieller Beitrag

    Das habe ich gesehen, die Utilegukortid ist aber bereits in Zustellung. Das wird bestimmt erstmal eine Umstellung - bin ansonsten schwedische Verhältnisse gewohnt..

    Vielen Dank für die Hilfe! Ich werde diesen Vorschlag als Grundlage für meine Routenplanung nehmen. Hast du für diesen Abschnitt ggfs. noch besondere Empfehlungen von Sehenswürdigkeiten, die man auf keinen Fall verpassen sollte?

    Da gibt es viel, sehr viel zu sehen ;) Ich nenne mal die, die m.E. nicht direkt Erwähnung finden. So Dinge wie Jökulsárlón etc. wirst du ja nicht übersehen können ;) Fangen wir mal mit den Ostfjorden an, da lohnt bei schönem Wetter ein Abstecher in den Mjóifjörður, am Anfang eine etwas abenteuerliche Piste, aber atemberaubende Aussichten, ein Schiffswrack, ein kleiner süßer Ort und am Ende ein schöner Leuchtturm.

    Kurz vor Reyðarfjörður bietet sich eine kleine Wanderung auf den Grænafell an. Kleiner Parkplatz an der Ringstraße und von oben ein toller Blick über den Ort und Fjord.

    Nach Reyðarfjörður nicht den Tunnel nehmen, sondern längs des Fjords über die 955 weiterfahren. Kurz vor dem Stöðvarfjörður ist an der Küste gegenüber des Hofs Lönd ein „Geysir“ der besonderen Art zu beobachten. Bei starker Brandung wird das Wasser durch die Klippen nach oben gedrückt und bildet eine Wasserfontäne.

    Kurz nach Djúpivogur ist ein besonderer Hot Pot zu finden, der Djúpavogskörin.

    Ein Klassiker muss ich nennen: Stokksnes beim Vestrahorn, Schauplatz für viele Fotografen.

    Mehr später, wenn ich wieder Zeit habe.