Roadtrip mal anders... (April/Mai 2024)


  • Roadtrip mal anders

    10 Tage Island im April/Mai 2024


    Allen voran möchte ich einige Dinge "erklären". Unser Roadtrip war keine Rundreise um die Insel. Auch verstehen viele von Euch sicher das Word Roadtrip etwas anders als es hier gemeint ist.

    Ursprünglich wollten wir sehr viel mehr wandern und uns zu Fuß ansehen. Aufgrund einer ungeplanten "Fußlahmheit" eines der Teilnehmer verbrachten wir sehr viel mehr Zeit im Auto und die Ausflugsziele wurden entsprechend angepasst.


    Aber nun geht´s los...


    Tag 1

    Die Anreise war ereignislos aber wie bisher immer begrüßte uns Island bei der Landung mit strahlendem Sonnenschein. Da wir erst gegen 17 Uhr landeten bestand Tag eins hauptsächlich als Hinfahrt zum "unserem" Haus.

    In Island habe ich immer das "willkommen zuhause"-Gefühl, aber das kennt Ihr sicherlich auch <3


    Wir hatten ein Haus zwischen Selfoss und Hella gebucht und ich kann Bjalli nur jedem ans Herz legen. Das Haus ist wunderschön, praktisch und die Abgelegenheit fanden wir super.



    Die Bildqualität mancher Shots bitte ich zu entschuldigen, gelegentlich hatte ich keine Lust die "große" auszupacken und das Handy musste herhalten Foto--Smiley

    In diesem Island-Besuch wollte ich nicht alles nur "hinter der Linse" erleben...


    Rhia

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 2


    Wir sind beide Frühaufsteher, deswegen waren wir auch schon kurz vor 6 Uhr unterwegs Richtung Süden.

    Erster Stopp: Seljalandsfoss - Ich weiß, ein absolutes Touristenziel, aber ich mag diesen Wasserfall einfach unglaublich gerne...

    Aufgrund der Uhrzeit hatten wir den Wasserfall ganz für uns alleine - so mag ich es am liebsten.

    Vielleicht auch hilfreich - vor 9 Uhr muss man hier keine Parkgebühr zahlen ;)


    Auch der Gljufrabui durfte nicht fehlen. Hier "kletterte" ich aber alleine in die Höhle...


    Nächster Stopp ist der Skogafoss. Außer den Campern, die garade aus ihren Autos kletterten um zu frühstücken waren wir auch hier relativ alleine.



    Die Stufen an der Seite des Skogafoss stieg ich leider wieder alleine nach oben. Von Oben hat man einen wunderschönen Blick auf die Landschaft. Ursprünglich wollten wir den Trekkingpfad weiter dem Fluss folgen, aber wie gesagt, unsere Pläne mussten etwas angepasst werden...



    Gegen 10:30 Uhr erreichten wir unser eigentliches Tagesziel:

    Reynisfjara

    Hier hatten wir ein "bisschen" Wind. 70-90 km/h sorgte dafür, dass wir nicht nur die Autotüren ordentlich festhalten mussten sondern auch dafür, dass wir den restlichen Tag Sand im Mund hatten :D

    Zudem zeigte der Wind hier, warum dieser Strand so gefährlich ist. Das Wetter machte den Besuch aber ganz besonders. Leider sieht man den Wind auf den Bildern nicht so gut...


    Zum Mittagessen machten wir in Vik halt. Hier können wir das Sudur-Vik sehr empfehlen. Isländische Preise aber super lecker



    Die Zeiten der Lava Show in Vik waren für uns leider sehr ungünstig, da die großen Touristenmassen noch nicht auf der Insel waren.


    Also zurück und Stopp bei Dyrhólaey. Hier war der Sturm noch stärker, warum wir wirklich nur einen kurzen Halt einlegten.


    Nächster Halt war der Kvernufoss. Diesen hatten wir am Skogafoss bewusst links liegen gelassen...

    Beim Kvernufoss mag ich besonders den Weg zum Wasserfall.

    Hier ließen wir uns auf dem Weg wesentlich mehr Zeit als man wohl gewöhnlich benötigt um zum Wasserfall und zurück braucht...



    Zum Abschluss des Tages besuchen wir noch den Park von Porsteinslundur.


    Hier genossen wir noch etwas die Abendsonne. Ein toller Ort - und auch diesen hatten wir wieder ganz für uns alleine.


    Rund um Hlidarendi stromerten wir noch etwas bevor wir nach Hause zurück kehrten.

    In Island mangelt es nicht an Kirchen, aber diese fand einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen...

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 2 - Golden Circle


    Auch wenn wir den Golden Circle schon mehrfach besucht haben, wollten wir ihm einmal mehr besuchen...

    Unser erster Stopp war der Kerid. Einmal mehr kam uns die frühe Uhrzeit zu gute - auch hier mussten wir keine Parkgebühren zahlen :)




    Der Flugruf der Bekassine begleitete uns den ganzen Urlaub und ich mag das Geräusch wirklich gerne.



    Nächster halt - hauptsächlich wegen der Toiletten war Thingvellir. Wir spazierten hier den ganzen Vormittag herum und genossen das Wetter. Wir hatten den Großteil des Vormittags das Gelände mehr oder weniger für uns.




    Natürlich durfte auch der Brúafoss auf unserer Tour nicht fehlen.



    Dem Geysir hab wir nur eine kurze Stippvisite abgestattet. Täusche ich mich, oder sind die Pausen des Strokkur jetzt deutlich länger als noch vor einigen Jahren?

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 3 - Diamond Beach


    Dieser Tag war unser "Monster-Tripp" mit gut 620 km. Wir sind zum Diamond Beach unterwegs und müssen zu Beginn etwas Strecke machen...



    Ab dem Vormittag sind wir auf der Suche nach einem WC, was sich schwerer gestaltet als gedacht, da die meisten öffentlichen WCs auf der Strecke entweder defekt oder geschlossen sind...

    Also fahren wir ohne größere Stopps immer weiter :S



    Die Strecke ist ein Traum


    Erster Halt ist dann der Svartifoss. Hier gibt es Toiletten und wir vertreten uns bei herrlich warmem Wetter die Beine mit einer kleinen Wanderung.



    Auf der Brücke vor dem Wasserfall unterhalte ich mich fast eine Stunde mit anderen Reisenden. Dennoch hält sich auch hier der Andrang in Grenzen.

    Und weiter Richtung Diamond Beach



    Ziel erreicht <3



    Hier war die Hölle los. Das Wetter hatte ganze Menschenmassen auf den Strand und die Lagune losgelassen. Nach unserer "Mittagspause" mit selbstgemachtem Nudelsalat und Tee machten wir uns dann auch wieder auf den langen Rückweg.


    Unterwegs hielten wir an einigen "Aussichtsparkplätzen" und auch an einem Trollfelsen...



    und natürlich...



    auch hier brannte die Sonne noch relativ stark und ich merkte meinen bevorstehenden Sonnenbrand 8)


    Auf dem Rückweg hielten wir für ein Abendessen nochmals im Sudur Vik und auch dieses Mal hatten wir absolut nichts zu meckern...


    Zurück im Haus waren wir allerdings mehr als geschafft...

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Naryu ()

  • Hallo Rhia,

    vielen Dank für die schönen Bilder.

    Sind jetzt gerade unterwegs.

    Der“Diamond Beach“ hat uns bezüglich der Menschenmassen abgeschreckt und sind nur kurz ausgestiegen. Fanden die Location nicht so spannend, liegt wohl daran, dass wir in Grönland richtige Eisberge gesehen haben.

    Freue mich auf weiter Bilder, sind jetzt Richtung Nord/Westen unterwegs.


    Sir henry

  • Hallo Sir henry,


    ja, auf Menschenmassen kann ich auch immer gut verzichten. Dennoch ist es mir in der Vergangenheit öfters passiert, dass ich mir selbst die Lust und Laune "versaut" habe, weil ich die Massen umgehen wollte...


    Ich versuche nun immer das Beste daraus zu machen, auch wenn es mir nicht immer gelingt.

    Wie schade wäre es doch, etwas ganz besonders zu übersehen, weil man sich nicht in die Massen gestürzt hat.


    Dennoch drücke ich natürlich die Daumen für viele Besuche an Orten ohne so viele Menschen :)


    Rhia

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 4 - Gartenzauntour


    Relativ kurzfristig verschieben wir unsere Hauptstadttour um einen Tag und fahren ziellos ins Blaue...



    Wir umfahren den Þingvallavatn auf der Westseite Richtung Norden. Diese Gegend ist wunderschön und kann eine komplette Umrundung des Sees nur jedem ans Herz legen.



    Der Porufoss wartet als nächstes auf uns...

    Hier sollte man aber ein bisschen Bergziegen-Gene haben, der Weg nach unten ist nicht befestigt und durchaus abendteuerlich



    Wie entschließen uns um den Hvalfjardur (Walfjord) zu fahren und uns den Tunnel für den Rückweg aufzuheben :)



    Wir machen im Settlement Center in Borganes zur Mittagspause halt.

    Hier können wir nicht nur das Essen uneingeschränkt empfehlen, auch die Ausstellung bzw. das Museum ist sehr sehenswert.

    Hier verbringen wir den Großteil des Nachmittags...



    Auf dem Rückweg halten wir noch in Selfoss und besuchen das Skyrland.

    Ja, es ist eine "Werbeveranstaltung" für Skyr aber dennoch informativ. Zudem können wir die Isey Skyr Bar wirklich empfehlen.


    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 5 - Reykjavik


    Von unserer "Großstadttour" gibt es tatsächlich nicht so viele Bilder.


    Erster Halt des Tages war die Ölfussa.



    Wir begannen den Tag mit einem Besuch bei Flyover Iceland. Ich persönlich kannte dies bis dahin gar nicht, aber ich war sehr positiv überrascht.

    Wir schafften es gerade zur ersten Vorstellung des Tages. Die Tour war nicht voll (zum Glück).

    Die Vorstellung besteht aus Geschichte der Landnahme und der Entstehung Islands und endet im Highlight.

    Einem virtuellen Flug über Island - dieser hat mich im wahrsten Sinne des Wortes zu Tränen gerührt. Island ist einfach wunderschön und die Erfahrung über die Gletscher und Ebenen zu fliegen war ein Traum...


    Im Anschluss trafen wir uns in der Harpa zum Reykjavik Food Walk.


    Über den Food Walk habe ich ja bereits ausgiebig berichtet :)

    Leider hat es sehr heftig geregnet. Die Tour und die Gesellschaft war allerdings wirklich toll.

    Viele Bilder vom Essen habe ich nicht, da ich das immer etwas merkwürdig finde, dass man alles vorher fotografieren muss bevor man isst...


    Der Food-Walk endete an der Hallgrimskirkja. Natürlich schauten wir uns die Stadt von oben an.


    Aus Gründen war ich an diesem Tag noch soooo gut gelaunt und dummerweise habe ich mir den Tag damit etwas versaut.


    Der Dauerregen sorgte dafür, dass ich keine große Lust hatte durch die Stadt zu spazieren - also besuchten wir das Perlan.

    Die Ausstellung und auch die verschiedenen Kino-Vorführungen sind aber sehr interessant. Auch der Eistunnel am Ende ist nicht schlecht. Vor allem da wir etwas zu spät für die "echte" Eishöhle waren (wurden einen Tag vor unserer Ankunft geschlossen...)



    Auf dem Rückweg zum Haus hatten wir dann noch einen Platten...

    Da das Auto den Winter über gestanden war konnten wir auch mit Gewalt das Rad nicht lösen, also mussten wir auf den Automechaniker warten.

    Die Beiden hatten allerdings auch ihre gute Not das Rad abzubekommen - dafür konnte das Loch gleich vor Ort repariert werden...

    Danach war ich komischerweise wieder etwas besser drauf 8)


    Rhia

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Das Auto hat den Winter über gestanden? Gehört das mit zum Haus? Oder ist es eueres?

    Vielen Dank das Du deine Erlebnisse hier teilst. Ein sehr schöner Bericht. Ich lese gerne mit.