Mit dem Campervan ins isländische Hochland – was ging und was nicht (F-Road-Rating 2024)

  • Guten Abend


    Ich war diesen Sommer für 5 Wochen in Island – untenstehend eine Zusammenfassung der F-Strassen, die ich gefahren bin. Ich möchte damit vor allem anderen Reisenden, die mit einem vergleichbaren Campervan (z.B. VW T5/T6 etc.) unterwegs sind, Anhaltspunkte dafür geben, was machbar ist.


    Einige wichtige Punkte:

    • Mein Auto (Toyota Hiace 4x4 LWB) hat einen langen Radstand, was im Gelände ein Nachteil ist. Abgesehen von einer leichten Höherlegung (2-3cm) sowie leicht grösseren AT-Reifen (215/65 r16) ist das Fahrzeug im Originalzustand. Das heisst: kein Schnorchel, kein Unterbodenschutz, keine Diffsperren etc.
    • Der Strassenzustand und insb. Die Flussdurchfahrten ändern sich von Tag zu Tag, meine Ausführungen sind dementsprechend nicht allgemeingültig.
    • Ich habe die Pisten von 1 (=sehr einfach) bis 5 (=sehr schwierig) bewertet, sortiert nach Strassennummer. Der Schwierigkeitsgrad ist mein subjektives Empfinden.

    Und der Vollständigkeit halber: das kleine 1x1 der Fluss/Bachdurchquerung (gilt nicht für Gletscherflüsse, hier habe ich keine Erfahrung):

    1.       Bei Unsicherheit entweder ein anderes Fahrzeug vorfahren lassen oder selber durchwaten.

    2.       Die optimale Route ist die Stauungskante flussabwärts.

    3.       Möglichst langsam (d.h. im ersten Gang) fahren.


    F26 Sprengisandur (von Süden kommend bis zur Abzweigung der F821)

    2/5

    • Im Norden (nördlich von Nyidalur) findet sich ein deutlich besserer Strassenzustand als im Süden.
    • Im Süden ist die Strecke technisch einfach zu fahren, aber sehr holprig aufgrund nahezu durchgehender Wellblechpiste mit z.T. sehr tiefen Rillen.
    • Die berüchtigte Flussdurchfahrt nach dem Nyjidalur Campingplatz war aufgrund kalter Temperaturen (knapp unter Null grad nachts) keine 15 cm tief und somit am frühen Morgen absolut problemlos fahrbar für den Hiace. Gemäss Aussagen anderer Reisender war dieselbe Durchfahrt bereits am nächsten Tag aufgrund von Regen und wärmeren Temperaturen (Gletscher- & Schneeschmelze) so tief, dass selbst Superjeeps mit Schnorchel nicht durchfahren konnten.
    • Aus meiner Sicht ist die F26 landschaftlich wenig attraktiv. Zwar ergeben sich schöne Ausblicke auf die umliegenden Gletscher, insgesamt fährt man aber stundenlang durch eine Steinwüste. Der Reiz der Strecke war für mich, Island beinahe mittig zu durchqueren.

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    (F)35 Kjölur

    1-2/5

    • Die einfachste Querung durchs Hochland. Im Süden ist die Piste manchmal etwas nervig aufgrund von Wellblech und Schlaglöchern, im Norden ist sie sehr gut (und zügig) fahrbar.
    • Der Abstecher nach Kerlingarfjöll (F347) lohnt sich, das Geothermalgebiet empfanden wir als einen der beeindruckendsten Orte in Island (siehe weiter unten).

    F206 (Laki Zufahrt)

    3/5

    • Der Bodenbelag war sehr abwechslungsreich, oft holperig aufgrund der Steine, manchmal aber auch angenehm zu fahren. Grundsätzlich war die Piste leicht zu fahren ohne technisch schwierige Stellen.
    • Es gibt jedoch eine vergleichsweise tiefe Wasserdurchfahrt (ca. 45-50 cm), einer der tiefsten Flussdurchquerungen, die ich in Island gefahren bin. Aufgrund einfacher Ein- und Ausfahrt des Flussbetts und gutem Untergrund war die Querung dennoch problemlos fahrbar.

    Flussdurchfahrt: https://www.youtube.com/watch?v=xrnHmA2d0TU


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    F207 Lakagigar/Laki-Loop

    3/5

    • Die Piste war in recht gutem Zustand, mit dem Hiace gut machbar. Es gibt eine etwas tiefere Flussdurchquerung (ca. 40 cm), welche aber einen festen Untergrund und praktisch keine Strömung hatte. Eine Stelle ganz im Norden des Loops war etwas holperig und benötigt Bodenfreiheit, aber auch hier ohne Aufsetzen oder sonstige Probleme fahrbar.
    • Eigentlich wäre es eine sehr schöne Gegend, leider sind wir bei schlechtem Wetter gefahren - bei uns war die Landschaft grösstenteils im Nebel versteckt, zudem gab es immer wieder Regen.
    • Entgegen der Erwartungen sahen wir beinahe keine anderen Autos, auch keine Superjeeps – evtl. aufgrund des Wetters?


    (F)208 nord

    1-2/5

    • Einfach zu fahren, aber nervig aufgrund von vielen Schlaglöchern und Wellblech.
    • Landschaftlich extrem beeindruckend, die F208 (nord + süd) ist eine der schönsten Strassen Islands.

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    F208 süd

    2-3/5

    • Insgesamt besserer Strassenzustand als auf der (F)208 nord, die Strecke ist aufgrund geringerer Anzahl an Schlaglöchern/Wellblech angenehmer zu fahren als der nördliche Teil der (F)208.
    • Es gibt unzählige Fluss- und Bachdurchfahrten. Richtig gefahren sind alle Durchfahrten höchsten 30-40 cm tief. Aber Achtung – bei einer Durchfahrt bin ich anstelle der Stauungskante flussabwärts den Fähnchen (welche die Durchfahrt flussaufwärts begrenzen) entlanggefahren – hier bin ich kurz für einen Sekundenbruchteil in eine tiefere Rille geraten, sodass Wasser auf die Motorhaube geschwappt ist!
    • Wunderschöne Strecke, einer meiner Favoriten in Island.

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    214 bis Thakgil Camping

    1-2/5

    • Die Strasse (offiziell keine F-Road) verbindet die Ringstrasse mit dem Thakgil Camping.
    • Es handelt sich um eine Schotterstrasse in mässig gutem Zustand. Es gibt keine Flussdurchfahrten und keine besonders anspruchsvollen Abschnitte. Prinzipiell ist die Strecke mit fast jedem Fahrzeug fahrbar, aber aufgrund einiger unebener und steiler Abschnitte ist etwas Bodenfreiheit und ggf. 4x4 von Vorteil. Trotzdem, wir haben auf dem Camping ein Wohnmobil gesehen, also scheint man selbst damit bis zum Camping zu gelangen.

    Camping:

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    Wanderung:

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    F224 (Zufahrt von der F208 nach Landmannalaugar)

    3/5

    • Wir sind kurz bevor die Strecke planiert wurde durchgefahren – entsprechend katastrophal war der Zustand. Die Piste war zwar technisch einfach zu fahren, aber extrem mühsam – man hüpft in Schrittgeschwindigkeit über Kilometer vom einen tiefen Schlagloch ins nächste.
    • Trozdem, die Zufahrt lohnt sich auch bei schlechten Strassenverhältnissen, Landmannalaugar ist wunderschön!
    • Die Flussdurchfahrt vor Landmannalaugar war ca. 45 cm tief und mit dem Hiace noch gut fahrbar. Ansonsten kann auch vor der Durchfahrt parkiert werden, es sind ca. 500-600m Fussweg vom Parkplatz vor der Flussdurchfahrt bis zu den Landmannalaugar-Hütten.

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    F225 Landmannaleid (Alternative zur (F)208 nord)

    2-3/5

    • Die Strecke ist angenehmer zu Fahren als die (F)208 nord, da Wellblech/Schlaglöcher nicht ganz so ausgeprägt sind. Dafür hat es eine Bachdurchfahrt, welche korrekt gefahren maximal 25-30 cm tief war.

    Raudfossar-Wanderung:

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    F232 Öldufell

    5/5

    • Hier habe ich es leider nicht bis ans Ziel geschafft. Die Flussdurchfahrt oberhalb des Wasserfalls an sich war gut machbar, jedoch war die Auffahrt auf der anderen Seite so steil und ausgewaschen, dass ich umkehren musste. Bis hierhin war die Strecke trotzdem sehr schön mit tollen Blicken auf die umliegenden Gletscher, definitiv lohnenswert! Bis zu der Flussdurchfahrt war die Strecke ohne relevante Schwierigkeiten fahrbar.

    River/Waterfall crossing: https://www.youtube.com/watch?v=Iv7VIX_F_tU

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    F235 Langisjör

    1-2/5

    • Einige kleine Bäche werden durchquert, alle waren deutlich weniger tief als jene der F208 süd.
    • Die Strecke ist sehr angenehm zu fahren, vom Strassenzustand her die beste F-Road, welche ich gefahren bin.
    • Wunderschöne Landschaften – sehr empfehlenswerter Abstecher von der F208 süd!
    • Die Wanderung auf den Sveinistindur ist sehr empfehlenswert, sofern der Gipfel nicht in den Wolken/im Nebel steckt.

    (Bild unten: Aussicht vom Sveinistindur)


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    F261 bis Emstrurskali (Campingplatz)

    4/5

    • Auf dieser Strecke gibt es keine Wasserdurchfahrt, jedoch einige steile Stellen mit z.T. relativ unebenem Boden. Zudem ist die Strecke holprig aufgrund vieler, teilweise auch grösserer Steine, Luftdruck reduzieren hilft.
    • Aufgrund fehlender Sperrdifferenzialen und relativ wenig Federweg bei langem Radstand bin ich mit dem Hiace tw. An die Grenze gekommen aufgrund durchdrehender Räder. Für eine Stelle habe ich 2-3 Anläufe benötigt.
    • Landschaftlich ist die Piste sehr attraktiv, zu Beginn gibt es sehr schöne Aussichten ins Thorsmörk-Tal, auf die Myrdalsjökull und Eyjafjallajökull Gletscher. Für mich definitiv eine der schönsten F-Roads, die ich gefahren bin!
    • Für den Hiace ist es eine Sackgasse, die Weiterfahrt erfordert einen grösseren 4x4.

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    F338 – Thjofahraun – Eyfirdingavegur

    5/5

    • Wir sind einen Teil des Linevegurs (von Westen kommend) gefahren, dann nach Süden abgebogen und, da die Piste so schlecht war, auf nicht ganz halber Strecke zurück nach Westen abgebogen.
    • Ganz am Ende (ehe man wieder auf die Hauptstrasse einbiegt), gibt es eine leicht zu fahrende Flussdurchquerung, ca. 35 cm tief.
    • Dies war unsere erste richtige F-Strasse, für den Anfang war sie definitiv zu anspruchsvoll. Die Strecke ist für einen Transporter nicht empfehlenswert, da sie recht viel Bodenfreiheit voraussetzt. Möglicherweise würde ich die Strecke aber anders bewerten, wenn ich sie am Schluss (mit etwas mehr Erfahrung) gefahren wäre.

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    F347 Kerlingarfjallavegur

    2/5

    • Zwar eine F-Strasse, aber insgesamt einfach fahrbar.
    • Sie dient primär als Zufahrt zum Kerlingarfjöll Wandergebiet. Trotzdem ist die Strecke an sich schon lohnenswert, da man sehr schöne Blicke auf das immer näher kommende Kerlingarfjöll-Gebirge erhaschen kann.

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    (F)428 Vigdisarvallavegur (nahe Keflavik)

    1-2/5

    • Auf der Karte ist sie nicht als F-Road eingetragen, wahrscheinlich da es keine Flussdurchfahrten gibt?
    • Für diese Strecke ist etwas Bodenfreiheit und (bei nassen Bedingungen 4x4) empfehlenswert. Insgesamt war diese Piste aber problemlos fahrbar.
    • Sie ist sehr nahe am Flughafen gelegen, somit eignet sich diese Strecke super, um erste Erfahrungen mit Islands nicht-asphaltierten Strassen zu sammeln!
  • (F)550 Kaldidalur

    1/5

    • Abgesehen von relativ vielen (nicht besonders tiefen) Schlaglöchern ist die Strecke leicht und mit guter Geschwindigkeit fahrbar.
    • Es handelt sich primär um die Zufahrt zur F551, dennoch gibt es bereits auf dieser Strecke beeindruckende Ausblicke.

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    F551 Langjökull

    1-2/5

    • Die fahrt bis wenige Meter unter den Gletscher ist ohne grössere Hindernisse möglich.
    • Die Auffahrt auf den Gletscher war mit dem Hiace nicht machbar, da einige zu grosse Steine und Absätze vorhanden waren.

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    (F)570 Snaefell

    1-2/5

    • Mittlerweile ist es offiziell keine F-Road mehr, aber etwas Bodenfreiheit und optimalerweise 4 WD sind empfehlenswert. Ich bin nur den südlichen Teil der Strecke gefahren (bis zum Abzweig der F575), hier gab es keine grösseren Schwierigkeiten. Aber Achtung wenn Schnee/Eis liegt, dann wir die Strecke rasch unfahrbar/ gefährlich
    • Es ist eine schöne Piste mit super Aussichten, sie lohnt sich auf jeden Fall, wenn man auf der Snaefellsnes-Halbinsel ist.


    F575 Snaefell

    2/5

    • Eine alternative Zufahrt zur (F)570. Aus meiner Sicht lohnt es sich, F575 -> (F)570 anstatt nur die (F)570. Hier gibt es weniger Verkehr, aber sehr schöne Ausblicke. Die Strecke ist etwas anspruchsvoller als die (F)570 zu fahren aber sollte für einen mittelgrossen SUV oder Campervan mit AT-Reifen und etwas Bodenfreiheit kein Problem sein.
    • Auch hier: bei Schnee/Eis nicht oder nur sehr vorsichtig befahren.

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    F881 Laugafell

    1/5

    • Laugafell lohnt sich für die heisse Quelle.
    • Angenehme Fahrt, sollte mit jedem Auto gut machbar sein


    F894 (Askja)

    1-2/5

    • Die Bachdurchfahrten sind nur einige cm tief
    • Problemlos fahrbare Zufahrt zum Askja-Parkplatz


    F821

    3-4/5

    • Die Route F881 -> F821 ist eine sich lohnende alternative Ausfahrt aus dem Hochland wenn man von der der Sprengisandur aus dem Süden kommt.
    • Insgesamt eine schöne Strecke, sie führt von dem Hochland in ein Tal hinab, oft nahe am Fluss.
    • Die Bachdurchfahrten sind nicht tief (ca 20 cm), es gab jedoch teilweise etwas grössere Steine, so dass etwas Bodenfreiheit notwendig ist. Mit meinem Hiace war alles ohne Aufsetzen fahrbar, ein paar mal war es definitiv knapp.
    • Die Fahrt der Piste von Norden nach Süden dürfte wahrscheinlich etwas schwieriger zu fahren sein als umgekehrt, aufgrund einiger etwas steilerer Abschnitte. Sollte aber mit einem 4x4 gut machbar sein, sofern kein Schnee/Eis auf der Strasse liegt.


    (F)832

    2/5

    • Schotterpiste zur Umgehung des Tunnels bei Akureyri.
    • Insgesamt gut fahrbar ohne wesentliche Hindernisse.
    • Wunderschöne Aussichten auf Akureyri, den Fjord und Richtung Hochland. auf der ganzen Strecke ist mir zudem nur ein anderes Fahrzeug begegnet!

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    F899

    3-4/5

    • Angenehme Abwechslung zu den anderen F-Roads: Hier ist man auf Meereshöhe, umgeben von einer grünen Graslandschaft und fährt bis zum Meer.
    • Es findet sich ein schöner, recht abgelegener kostenloser Stellplatz am Ende der Piste. Er bietet lediglich ein WC und fliessend Wasser, ansonsten keine facilites.
    • Die Flussdurchfahrten waren aufgrund der Schneeschmelze und vorangehend starkem Regen überdurchschnittlich tief mit relativ viel Strömung, teilweise auch etwas holperig wegen Steinen. Insgesamt für den Hiace aber noch machbar.

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    F905

    1/5

    • Zufahrt vom Norden (Ringstrasse) auf die F910.
    • Einfach zu fahren.


    F909 Snaefell

    • Die Piste war im Norden gesperrt aufgrund Strassenschäden, liess sich jedoch umgehen durch Anfahrt via kleiner Nebenstrassen (diese würde ich als 2-3/5 bewerten) um den ‘Saudafell’. Die Auffahrt auf den Saudafell ist lohnenswert, die Aussicht von oben ist beeindruckend. Sie ist aber recht holprig und an einigen Orten auch Steil (3-4/5).
    • Ansonsten war die F909 problemlos fahrbar bis zum Snaefellsskali-Camping (1-2/5). Danach bin ich nicht weiter, gemäss locals wäre die Weiterfahrt Richtung Gletscher aufgrund Hochwasser in der Vorwoche auch nicht möglich gewesen.
    • Sehr schöne Gegend, viel dunkler Sand mit leuchtend-grünem Moos – nach der Fahrt auf der F26 und F910 eine angenehme Abwechslung. Zudem hat man fast durchgehend Aussicht auf den Snaefell.

    Umfahrungsstrasse:

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    F909:

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    Defekte F909:

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    F909 Nebenstrasse:

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    F910 (bis Askja)

    4/5

    • Der östliche Teil der F910 bis zur Einmüdung der F905 ist problemlose fahrbar (2/5). Wer die ganze F910 fährt: unbedingt Abstecher zum heissen Wasserfall (Laugavallalaug) einplanen!
    • Es gibt zwei relevante Flussdurchfahrten: die östliche davon ist etwas tiefer, ca. 40-50 cm mit etwas Strömung. Sie war für den Hiace aber noch gut machbar.
    • Insgesamt eine sehr schöne Strecke, aber sehr karg mit wenig Vegetation. Man fährt längere Zeit durch eine Bimssteinwüste.
    • Einige Abschnitte sind recht sandig. Mit wenig Wind kein Problem, nach einem Sturm kann auch mehr loser Sand auf der Piste liegen und die Streckenführung nicht mehr ganz so offensichtlich sein.
    • Einige Stellen führen über Lava(platten), da ist Bodenfreiheit notwendig, zudem sind gute Reifen empfehlenswert. Mit dem Hiace aber alles ohne Aufsetzen fahrbar, obwohl ein paar Mal bestimmt nicht mehr viel Luft zwischen Unterboden und alter Lava war.

    Flussdurchfahrt F910: https://www.youtube.com/watch?v=FNtk6ZKkb6s

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    Askja Camping:

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    F985 Jökulvegur

    2/5

    • Die ersten 90% der Strecke sind sehr einfach zu fahren (1-2/5). Der letzte Teil ist in etwas schlechterem Zustand, bei der Auffahrt auf den Gletscher gab es eine steilere Stelle – dennoch gut machbar ohne Durchdrehen der Räder (3/5).
    • Auf den Gletscher habe ich mich nur ein paar Meter gewagt, nach einigen Fotos sind wir wieder umgekehrt. Man könnte aber auf einer markierten Piste mit sichtbarer Fahrspur ein paar hundert Meter bis zum ‘Basecamp’ auf dem Gletscher weiterfahren.
    • Insgesamt eine sehr schöne, nicht allzu lange Fahrt: auf der einen Seite Blick auf den Gletscher, auf der anderen das blaue Meer. Angeblich die einzige Strecke in Island, auf der mann oberhalb eines Gletschers fährt und auf diesen hinabschauen kann.

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    Havannagil, Smiðjunes-Camping

    2/5

    • Entgegen dem, was teilweise in den Google-Reviews steht (‘real 4x4, no dacia duster’), ist der Campingplatz einfach zu erreichen. Es gibt nur einen kleinen Bach (bei uns trotz vorangehendem Regen nur ca. 10-15cm tief) zu durchqueren, danach ist es eine Schotterpiste bis zum Camping ohne relevante Schwierigkeiten. Bis zum Havannagil-Valley käme man auch ohne die Bachdurchfahrt, hierzu reicht auch ein normaler 2 wd PKW.
    • Eine sehr schöne Gegend, ein Abstecher von der Ringstrasse lohnt sich.
    • Smiðjunes-Camping: Mein lieblings-Camping auf Island. Es gab sehr wenige Besucher (Mitte August), die umgebende Landschaft ist wunderschön und schon fast Savanne-artig. Leider gibt es vor Ort nur eine Toilette und fliessend Wasser, keine Duschen etc.

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  • Danke für die detaillierte Momentaufnahme, leider bin ich gerade auf der Fähre Richtung Heimat, sonst hätte ich vielleicht doch noch die ein oder andere Strecke versucht …. Vielleicht nächstes Jahr!

  • Vielen Dank für die Infos. Meine Frage ins Forum: die 35 ist zwar nicht als F bezeichnet, ist jedoch über lange Strecken eine Piste. Wir überlegen, diese mit einem Wohnmobil mit Allrad zu befahren(z. b. Von Fludir nach Blönduos), diese ist jedoch relativ lang (fahrt von Süd nach Nord). Gibt es dort Campingplätze auf der Strecke? In einem Rutsch durchfahren erscheint uns etwas lang… :/, vor allem, da ja bei Schlaglöchern u.a. Langsameres Fahren erforderlich ist…

    • Offizieller Beitrag

    Ja, auf der Strecke gibt es Campingplätze. Der erste direkt auf einer Nebenstraße der 35, der F347, die zum Kerlingarfjöll führt. Keine Sorge, diese Piste ist bis zum Campingplatz (neben Hütten als auch einem Hotel) mit einem allradgetriebenen Fahrzeug befahrbar. Aber von dort könnt ihr zu dem ausgedehnten und sehr beeindruckenden Geothermalfeld wandern.
    Mehr Infos hier: https://highlandbase.is


    Hütten mit Schlafsackliegeplätzen gibt es entlang der Kjölur einige.
    Mehr Infos hier: https://islandshestar.is/kjolur-nature-escape/


    Ein weiterer Campingplatz (und zwei Hütten, eine sogar mit Privatzimmern) findet ihr bei einem weiteren Geothermalfeld mit dem Namen Hveravellir.
    Mehr Infos hier: http://hveravellir.is

  • Ich habe mal irgendwo gelesen „Abfahrt Akureyri 12:00 Uhr, Ankunft Selfoss 18:00 Uhr“ - das soll aber kein Argument gegen die CPs an der Kjölur sein. Die sind beide super und haben viel zu bieten.

  • Vielen lieben Dank für die hilfreichen Informationen. Wir sind jetzt das dritte mal in Island und es gibt immer noch was zu entdecken 😀. Wir werden vermutlich sowohl Kerlingafjöll als auch Hveravellir einplanen. Wir haben ja noch 10 Tage Zeit, bevor uns Smyrilline wieder einpackt und nach Europa zurückbringt.

  • Hat schon jemand das pdf runtergeladen und auf Viren geprüft?

    So viel mehr Bilder sind in der PDF Version nicht, du brauchst sie also nicht unbedingt herunterzuladen, wenn du dir deswegen Sorgen machst. Wenn ich Zeit finde, erstelle ich dann ein PDF mit deutlich mehr Bildern, das dauert aber noch (ich habe ca 500gb an Fotos von den Ferien).

  • So viel mehr Bilder sind in der PDF Version nicht, du brauchst sie also nicht unbedingt herunterzuladen, wenn du dir deswegen Sorgen machst. Wenn ich Zeit finde, erstelle ich dann ein PDF mit deutlich mehr Bildern, das dauert aber noch (ich habe ca 500gb an Fotos von den Ferien).

    Meiner Meinung nach ist der Umweg über die PDF nicht nötig. Du hast hier im Forum doch die Möglichkeit auch Bilder hochzuladen. Oder habe ich da was übersehen? Gruß, Markus

  • Maximal 10 pro Beitrag, zudem in sehr geringer Auflösung.

    Jein, :) würde ich da jetzt sagen.


    Da steht:

    >> Maximale Anzahl an Dateianhängen: 10

    >> Maximale Dateigröße: 1 MB

    >> Erlaubte Dateiendungen: bmp, gif, jpeg, jpg, pdf, png, txt, zip


    Ja, 10 Dateien, aber eine maximale Dateigröße für ein Bild von 1 MB, das ist eine Menge „Holz“, wie ich finde. Verstehe mich nicht falsch, ich finde „fitzelige“ Bildchen (wie sie heutzutage zu 99% im Internet zu finden sind) ein Grundübel, aber mit einem ein MB großen Bild hat man viel Spielraum.


    Man darf natürlich nicht davon ausgehen, dass man die Originalbilder aus der Kamera einfach so, unbearbeitet, hier in einen Beitrag „klatscht“, dafür sind die Originale zu groß, da gebe ich dir recht.


    Ich verwende seit bald 20 Jahren eine Software (jAlbum) mit der ich aus meinen Originalbildern, ohne diese auch je nur anzufassen, ein Album erzeugen lasse wo die ausgespuckten Bilder so um die 1 MB groß sind, im Schnitt. Hier mal ein Link drauf:


    Bild, ca. 1,2 MB groß


    Das hat eine Auflösung von 6000x3368 Punkten. Wie viel Prozent der Internet-User hat einen Bildschirm mit so einer Auflösung? Wenige, sehr wenige, also wirklich sehr wenige.


    Aber es gibt ja auch Dienste im Internet wo man Bilder hoch laden kann (auch kostenlos) und sie dann hier in einem Beitrag verlinkt. Da muss man aber immer damit rechnen, dass so ein Dienst auch mal die Tore schließt und dann ist alles futsch. So kürzlich geschehen. In einem anderen Forum in dem ich unterwegs bin wurde nun eine Alternative genannt. https://postimages.org/


    Oder, man kann natürlich aus so verwegen sein und „verschleudert“ jeden Monat ein paar Euro, ich meine mit ca. 5 EUR ist man schon im Rennen, und mietet sich eine eigene Domain und hat dann zig GB an Speicherplatz bereit. Dann hat man alles selbst unter Kontrolle. So mache ich das schon seit 25 Jahren. ;)


    Gruß, Markus

  • Moin

    Ich würde mir auch nicht den Aufwand machen die Bilder in eine PDF zu basteln.
    Ich würde(werde) auch keine extra PDF irgendwo runterladen um ein paar Fotos zu sehen.
    Entweder die sind in einem Beitrag oder es gibt einen Link zu einer Homepage.


    Dann lieber einen Reisebricht über mehrere Beiträge, (machen hier einige) so bekommt man auch mehr als "nur" 10 Bilder in den Bericht.


    Ich benutze auch die Software jAlbum und lade die erzeugten Diashows auf eine (meine) Homepage.
    Leider aktualisiere ich das viel zu selten ?( :S

    Ich habe zb. von meiner Mai Tour auf Island 4TB Daten (Fotos und Videos) mitgebracht.
    Ich muß demnächst mal sehen das ich die Videos da auch mit reinbringe...


    Wenn du magst, kannst du (ihr) da ja auch mal schauen dafuer1


    https://joerg-sydow.de/

    mit freundlichsten grüßen aus dem hohen norden "von deutschland".
    Jörg
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    Einmal editiert, zuletzt von bjoerg ()

    • Offizieller Beitrag

    Als Betreiber des Forums melde ich mich auch zu Wort :)

    Wir müssen irgendwo eine Grenze setzen, denn Speicherplatz ist mit Kosten verbunden und so ein Forum generiert über die Jahre ein immenses Pensum an Datenmengen.

    1 MB pro Bild und maximal 10 pro Beitrag fanden wir bisher ausreichend. Wenn es denn mal mehr sein muss, kann man auch mehrere Beiträge in ein Thema einfügen.

  • Als Betreiber des Forums melde ich mich auch zu Wort :)

    Wir müssen irgendwo eine Grenze setzen, denn Speicherplatz ist mit Kosten verbunden und so ein Forum generiert über die Jahre ein immenses Pensum an Datenmengen.

    1 MB pro Bild und maximal 10 pro Beitrag fanden wir bisher ausreichend. Wenn es denn mal mehr sein muss, kann man auch mehrere Beiträge in ein Thema einfügen.

    Kein Problem, mein Kommentar war nicht als Kritik oder Angriff gemeint.


    Ich schlage vor, dass wir uns in dem Thread primär auf die isländischen F-Strassen/Hochlandstrassen konzentrieren und nicht darauf, wieviel Bilder mit wie viel Mb auf welcher Website hochgeladen werden können.

  • Moin Jörg,


    guck mal an, noch einer der jAlbum verwendet. :) Feine Sache, das!


    Ja, so eine Seite mit den Alben aktuell zu halten ist zeitaufwändig, sagt einer der da viel Zeit „versenkt“. :) 4TB von einer Reise, das ist allerdings schon eine sehr krasse Ausbeute. Von meiner Island-Reise 2023 habe ich „nur“ 160 GB nach Hause gebracht. :)


    Mein jAlbum davon: Island 2023


    Gruß, Markus

  • Als Betreiber des Forums melde ich mich auch zu Wort :)

    Wir müssen irgendwo eine Grenze setzen, denn Speicherplatz ist mit Kosten verbunden und so ein Forum generiert über die Jahre ein immenses Pensum an Datenmengen.

    1 MB pro Bild und maximal 10 pro Beitrag fanden wir bisher ausreichend. Wenn es denn mal mehr sein muss, kann man auch mehrere Beiträge in ein Thema einfügen.

    Das möchte ich an der Stelle auch noch mal ausdrücklich würdigen, 10 Bilder (á 1 MB) pro Beitrag ist wirklich sehr üppig und generös. Vielen Dank.


    Gruß, Markus

  • Hallo,

    Spitzen Beschreibung!! Wir wollen nächstes Jahr mit dem Motorrad nach Island und auch die eine oder andere Hochlandpiste fahren! Gibt es ne Möglichkeit deine Auflistung auszudrucken? Dann könnte ich immer direkt in der Karte schauen, was du gerade beschreibst


    Gruß

    Daniel