Endalausir dagar - Ísland 2025

  • Mittwoch, 9. Juli 2025


    Mit großen Schritten geht mein Urlaub seinem Ende entgegen. Für die vorletzte Nacht heute habe ich ein Gästehaus bei Selfoss gefunden und morgen die letzte dann in Reykjavík. Keine weiten Wege, keine langen Fahrten mehr.


    Gemächlich mache ich mich auf den Weg. Das Wetter ist freundlicher als gestern. Trüb, und teilweise hängen die Wolken tief, aber immerhin ist es trocken.






    Heute habe ich mir eine kleine Wanderung auf die Stóra Dímon vorgenommen. Der Weg ist zwar stellenweise recht steil, aber nicht weiter schwierig. Und das Gelände ist klein, so dass man sich nicht verlaufen kann ;)

    Die Aussicht ist auch bei diesem Wetter schön. Ich lasse mir Zeit und genieße die Ruhe.












    Auf der Weiterfahrt nehme ich mal Nebenstrecken durch ländlich-landwirtschaftliche Gegenden.


    Den Gluggafoss sehe ich heute nur aus der Ferne. Vor ein paar Jahre bin ich dort schon entlanggegangen.



    Bei Þykkvibær sehe ich die ersten und einzigen Windräder in Island. Ob es noch mehr gibt, weiß ich nicht. Gesehen habe ich sonst noch nie welche.






    Das Gästehaus ist sehr geräumig mit einer super ausgestatteten Küche. Außerdem hat es einen heißen Topf. Den lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Ein schöner Tagesausklang und fast schon Abschluss der Islandreise für dieses Jahr.


  • Donnerstag, 10. Juli 2025


    Den Tag beginne ich im heißen Topf, frühstücke dann und mache mich auf den Weg.


    Eigentlich hätte ich gerne noch eine größere Wanderung bei Hveragerði gemacht. Nicht nur im Reykjadalur zur Badestelle, sondern eine größere Runde. Doch das Wetter macht mir einen Strich durch die Rechnung. Es regnet und die Aussichten sind auch so, dass es den Tag über häufig regnen soll. Da habe ich keine Lust zu eine längeren Tour und ändere mein Ziel. Ich fahre nochmal ins Vogelschutzgebiet bei Eyrarbakki - wieder auf Nebenstrecken, wie gestern. Ich hab ja Zeit und im Auto ist es trocken...


    Im Vogelschutzgebiet angekommen, regnet es mal wieder. Na, dann kommt das Regenzeug auch mal zum Einsatz und ist nicht umsonst mitgeschleppt. Auch die Kamera wird in einer Tüte regenfest verpackt.



    Ich bin noch gar nicht lange unterwegs, da hört es auf zu regnen - umso besser. Immer wieder sehe ich Sterntaucher auf ihren Nestern. Die meisten sind noch am Brüten. Elternvögel mit Küken sehe ich nur sehr vereinzelt. An einer Stelle führt der markierte Weg ziemlich dicht an einen der kleinen Teiche. Und ausgerechnet da hat ein Sterntaucherpaar sein Nest gebaut. Zwangsläufig komme ich dem brütenden Vogel recht nahe. Für mich natürlich toll. Für den Vogel wohl leider eher stressig. Vorsichtig, ohne große Bewegungen gehe ich weiter, um den Vogel nicht mehr zu beunruhigen als unvermeidbar - die Kamera natürlich parat.





  • Hrossagaukur - eine Bekassine bei der Gefiederpflege. Gar nicht so einfach mit dem langen Schnabel... Bild



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    Weitere brütende Sterntaucher. Die Nester sind zum Glück für die Vögel nicht so dicht am Weg.

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    und kurz vorm Ende des Weges spaziert ein Alpenstrandläufer (Lóuþræll) auf dem Weg entlang. Langsam gehen wir uns entgegen, immer gucken und abwarten, was die andere macht :D. Schließlich biegt der Vogel ab und verschwindet im hohen Gras.

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    Das war nochmal schön.



    Schließlich gehts in die Stadt. Nach soviel Natur und Einsamkeit hat mich die "Zivilisation" wieder.

    Abends drehe ich noch ne Runde mit dem Rad, Friedhof, mal bei der alten Heimat vorbeigucken, ...

  • Freitag, 11. Juli 2025


    Mein letzter Tag in Island ist angebrochen. Morgen in aller Frühe geht's dann wieder zurück nach Hause. Dass die Zeit im Urlaub auch immer so verfliegen muss...


    Nach dem Frühstück muss ich alles sorgfältig zusammen packen für den Rückflug. Dann habe ich den Tag noch in der Stadt.

    Ein bisschen ziellos fahre ich herum und merke, Reykjavík war mal sowas wie meine 2. Heimatstadt. Aber mittlerweile sagt sie mir immer weniger. Ich glaube, nächstes Jahr spare ich sie ganz aus. Zumindest die Übernachtung.
















  • Samstag, 12. Juli 2025


    Kurz nach Mitternacht dann der Abflug.

    Die schönen alten Maschinen, Hekla Aurora und so, habe ich ja zum Teil in Parkpositionen gesehen. Ob sie noch im Einsatz sind, weiß ich nicht. Mich fliegt heute eine der neueren, Fögrufjöll, nach Hause.


    Kurz nach dem Start noch ein überraschendes Highlight. Ich habe einen guten Blick über das neue Lavafeld. Sogar die lavaüberflutete und wieder neu angelegte Straße ist zu erkennen. Und das kleine Lavafläche innerhalb des Schutzwalles um Grindavík. Bei einem der Ausbrüche hat sich ja auch eine kleine Spalte innerhalb des Schutzwalles gebildet, deren Lava 3 Häuser zerstört hat. Ansonsten hat der Schutzwall ja seinen Zweck recht gut erfüllt. Das ist alles schön zu erkennen. 50798508ui.jpg


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  • Eine schöne Islandreise mit vielen wunderbaren Erlebnissen ist zu Ende. Wieder habe ich gemerkt, wie gut es ist, flexibel zu sein. Pläne und Idee im Kopf - und die Freiheit, dann doch etwas ganz anderes zu machen. Es muss ja schließlich auch noch was übrig bleiben für die nächste und übernächste und ... Islandreise :P :nummer1:

    Süden und Südosten waren für Unterkünfte etwas schwierig, gefunden habe ich aber immer was.


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    2986 km Autofahrten. Wahnsinn, wie viel Kilometer da in einem Urlaub zusammenkommen 8| :/ , 116 km mit dem Fahrrad. Zu den Wander- zu-Fuß- km habe ich keine Zahlen.

  • Vielen Dank für deinen Reisebericht und die Fotos..
    .
    Irgendwie habe ich für so viel Text keine ruhe, deswegen gibt es bei mir immer "nur" Fotos und etwas Text in einem Beitrag ;)
    Ich glaube meine Reise von Mai 2025 habe ich hier noch gar nicht verewigt ?

    mit freundlichsten grüßen aus dem hohen norden "von deutschland".
    Jörg
    Fotos = Flickr 500px
    Videos= Vimeo YouTube
    Juli 1999, November 2006, April 2010, September 2012, Mai 2013, Januar 2014, November 2014, März 2016, Mai 2017

  • Hallo,


    vielen Dank für den Reisebericht. dankeschoen1

    Die Lavashow in Vik habe ich zwar schon mehrfach versucht, aber irgendwie haben die Zeiten nie gepasst.

    Naja, man kommt ja wieder hin ;)


    Gruß Rhia

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Viele Dank für deinen Bericht, den ich mit Interesse gelesen habe! Ein paar schöne Anregungen waren dabei. Vor allem das Vogelschutzgebiet bei Eyrarbakki werde ich mal ins Auge fassen.

  • Hui, hier hatte ich viel nachzulesen! Danke für deinen Bericht!

    Ich erinnere mich gerne an die beiden Tage in Mödrudalur zurück! Natürlich habe ich nur kurze Zeit später Fotos von Polarfüchsen bei Facebook gesehen, scheinbar aber wirklich Findelkinder, die genau wie das Rentier, direkt am Hof herum gelaufen sind.

    Dieses Jahr legt meine Fähre erst am 01.09., in Richtung Seydisfjördur ab.