Hitzewelle in Island

  • Hallo,


    wie versprochen kommt nun auch mein Reisebericht aus 2025.

    Tatsächlich habe ich noch nicht mal alle Fotos auf dem Rechner :patsch:


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    Am 15.05.2025 ging es für uns einmal mehr nach Island. Der Flug war ungewöhnlich anstrengend, was daran lag, dass wir aufgrund eines medizinischen Notfalls erst einmal eine gute Stunde eingezwängt im Bus vor dem Flieger ausharren durften...


    Aufgrund der Verspätung landeten wir erst gegen 18:30 Uhr und auf dem Flughafen war, für isländische Verhältnisse, die Hölle los - auch aufgrund einer etwas unfreundlichen, hektischen und lauten Reisegruppe aus Deutschland.

    Wir schnappten uns unser Auto und machten uns auf den Weg zu unserem diesjähringen Ziel.


    In Borgarnes kauften wir unsere Vorräte im Bonus und gute 2,5 Stunden nach der Landung erreichten wir "unser" Haus.


    Dies machte zwar einen schönen Eindruck, sollte sich aber auf Dauer als eine unserer bisher schlechtestens Unterkünfte entpuppen...



    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Dann waren wir ja gleichzeitig auf der Insel..
    Ich bin am 14.05.25 angekommen, allerdings am anderen Ende.

    mit freundlichsten grüßen aus dem hohen norden "von deutschland".
    Jörg
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    Juli 1999, November 2006, April 2010, September 2012, Mai 2013, Januar 2014, November 2014, März 2016, Mai 2017

  • Tag 2


    Nach dem Frühstück machten wir uns auf Snæfellsnes zu erkunden. Unser erster Stopp war aber mal wieder einmal die Tankstelle, weil unser Auto Reifendruckverlust meldete. Auch dies sollte uns auf der Reise begleiten – glücklicherweise waren die Reifen jedoch jedes Mal in Ordnung…


    Wir besuchten Landbrotalaug. Wir haben den Luxus dort ganz allein zu sein und können die Landschaft und den Hot Pot bei Sonne und blauem Himmel genießen.




    Nächster Halt waren die Klippen Gerðuberg. Auch hier begegneten wir nur Schafen. Wir spazierten zur Kirche und zurück und genossen die warme Sonne.




    Wir machten an der Touristeninfo Ecke 54/56 eine pinkelpause und unterhielten uns dort über das ungewöhnlich warme und sonnige Wetter. Der Mitarbeiter erklärte uns, dass eine 10-tägige Hitzewelle in Island angekündigt war….


    Und ja, diese bekamen wir bei unserem Besuch deutlich zu spüren!


    Am Bjarnarfoss und bei der Búðakirkja begegneten wir das erste Mal anderen Touristen.




    Wir hielten auch am Rauðfeldsgjá, aber hier hatte ich keine Lust mehr ganz bis nach oben zu laufen


    26 Grad bei wolkenlosem Himmel ist mir persönlich zu warm – vor allem wenn man nicht die passende Kleidung im Koffer hat.


    Meine Reisebegleitung ist nicht mal aus dem Auto ausgestiegen… Er hatte mittlerweile echte Verbrennungen auf dem (wenig bewachsenen) Kopf.



    In Ólafsvík besorgten wir uns Sonnencreme und Brandsalbe aus der Apotheke und genossen die Landschaft ehr vom klimatisierten Auto.


    Natürlich machten wir am Kirkjufell halt. Hier erbrachen sich aber gerade einige Touristenbusse und wir machten nur kurz halt.



    Den Abend ließen wir im Haus ausklingen.

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 3


    Der Tag begann bereits sonnig und wir besuchten Ytri-Tunga am frühen Vormittag. Hier waren wir relativ allein und konnten in Ruhe den Strand entlanglaufen und die Robben beobachten.



    Im Anschluss besuchten wir nochmals Rauðfeldsgjá. Diesmal ging ich jedoch ganz nach oben.




    Wir entschieden uns heute die 572 zu befahren und machten halt am Lóndrangar. Hier konnten wir einige Polarfüchse beobachten und die Sonne genießen.




    Auch den Saxhóll „erkletterten“ wir – auch unter gejammere meiner höhenangstgeplagten Begleitung…



    Wir fahren weiter und uns begegnen einige Touristenbusse. Dies ist für uns immer ein Zeichen, auch mal etwas links liegen zu lassen und lieber zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen…


    Am Svöðufoss und Kerlingarfoss ist wenig bis nichts los, also wird auch hier halt gemacht.



    In Ólafsvik essen wir im Sker – wie bisher immer in Island – ganz hervorragend.



    Den Nachmittag/Abend lassen wir am Rjómafoss und Umgebung ausklingen.


    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Wie schön, Dein Reisebericht geht weiter! dafuer1

    Und gleich 3 Wasserfälle, die ich noch nicht kenne. Die Ideen für sehenswerte Stellen in Island werden nicht weniger.... :D GoIceland

    Ich freue mich auf Deine Fortsetzung

  • Tag 4


    Wir fahren gen Norden. Unser Morgenspaziergang führt uns zu Glanni. Der Wasserfall und See sind von einem schönen Wäldchen umgeben. Am Morgen sind wir die einzigen Besucher und es ist herrlich ruhig.





    Einmal mehr scheuche ich meine Begleitung in die Höhe. Der Grábrók wartet. Der Aufstieg zieht sich, man wird aber mit einer tollen Aussicht belohnt.




    Von oben sehen wir die heranziehenden Busse…


    Als nächstes schnuppern wir Luft der Westfjorde. In Króksfjarðarnes essen wir Suppe und plaudern etwas mit der Hüterin der Touristeninfo.



    Wir erkunden etwas die Gegend, aber um wirklich weit in die Westfjorde hineinzufahren fehlt uns leider die Zeit.





    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 5


    Heute geht es in die Hauptstadt für mein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk.


    In Akranes machen wir an der Höfrungur AK 91 halt. Während das Wrack durchaus interessant ist, ist das umliegende Gelände ein Trauerspiel. Das umliegende Dock bzw. Hafengelände ist vollkommen vermüllt und man muss wirklich aufpassen, dass man sich keinen Nagel etc. eintritt.



    In Reykjavik erwartet uns dichter Nebel. Dies ist mehr als ungewöhnlich, sorgt aber für ein paar besondere Aufnahmen und Eindrücke.



    Ab 11 Uhr war ein Helikopterflug gebucht.


    Wir überflogen Esja und Glymur bevor wir auf dem Langjökull-Gletscher landeten. Es war anmutig und der stahlendblaue Himmel verleitete uns zu einer spontanen Schneeballschlacht.






    Zurück folgen wir über Þingvellir. Von oben sahen wir, dass es einen neuen Parkplatz bzw. Zugang zur Grabenbruchzone gibt.





    Die zweite Landung war am Hengill. Auch hier hatten wir genügend Zeit alles zu erkunden und uns ein bisschen mit dem Piloten zu unterhalten.



    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Auf dem Rückflug nach Reykjavik konnten wir wunderbar beobachten, wie der Nebel zurück über die Stadt kroch…





    Ein wunderschöner Ausflug, wenngleich auch nicht unbedingt günstig.


    Nach der Landung aßen wir im Messin zu Mittag – Immer eine Empfehlung wert.



    Den restlichen Tag verbrachten wir mit Spaziergängen in der Stadt und dem Beobachten der Touristen 😉



    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 6


    Nach dem gestrigen Highlight fuhren wir noch einmal Richtung Norden. Die Straßenverhältnisse wurden aufgrund der Hitze zunehmend schlechter.


    Die Teerstraßen „lösten“ sich regelrecht auf und das Tempolimit wurde deutlich nach unten gesetzt.



    Mittlerweile hatten die Straßen riesige Löcher und die Straßen wurden regelmäßig mit Traktoren „gewässert“, um die Schäden einzudämmen.


    Nach größeren Menschenansammlungen (Reykjavik) brauche ich immer eine Menschen-Auszeit 😊




    Unser Ziel war Hvítserkur. Aber wie so oft in Island ist der Weg das Ziel…


    Am Basaltfelsen verbrachten wir relativ viel Zeit, da wir nach unten kletterten und dort auf einem Felsen die Sonne genossen.





    Während wir die Gegend genossen kamen und gingen einige Touristen, die hektisch einige Fotos schossen und dann weiterzogen.


    Spätestens an diesen Punkten auf unseren Islandreisen habe ich die Bestätigung, dass ich lieber weniger ansehe und mir dabei Zeit lasse, als nur von einem Punkt zum nächsten zu hetzen…






    Unterwegs meldete sich dann einmal mehr unser Reifendruck. Dies veranlasste uns wieder in etwas „gewohntere“ Gebiete zurückzukehren.


    Auch dieses Mal waren die Reifen völlig ok. Wahrscheinlich war es diese Einstellung, dass nach einer gewissen Laufzeit der Reifendruck kontrolliert werden muss/soll.



    Wir kehrten früher ins Haus zurück, da ich immer donnerstags Isländisch Sprachkurs habe und diesen auch in Island nicht missen wollte.


    Meine Begleitung nutzte die Zeit zum Matratzenhorchdienst…



    Nach dem Sprachkurs wanderte ich noch etwas um unser Haus herum.

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Danke für deinen Bericht! Ich hatte letzten Sommer auch einige warme Tage mit bis zu 23 Grad. Zum Glück besteht meine unterste Schicht immer aus Merino T-Shirts, so war ich gerüstet.

    Eigentlich war es mir auch schon zu warm, aber trotzdem ist es toll, die Natur dann richtig genießen zu können. Wenn es stürmt und regnet, ist es halt nur drinnen schön.

  • Tag 7


    Der Tag der Erleichterung 😊


    Die Hitzewelle war endlich vorbei. Und ja, ich bin einer dieser Menschen, die mit ein bisschen Regen und Wolken absolut kein Problem hat…


    Deshalb wollten wir heute rund um Arnarstapi spazieren gehen. Wir machten noch einmal an der Búðakirkja halt.



    In Arnarstapi selbst wanderten wir an der Küste entlang. Die Massen an Seevögeln und das Wetter machten das ganze zu einem mystischen Spaziergang.










    Nach diesem wärmten wir uns im Arnastapi Hotel bei heißer Schokolade auf und ich teste meine Isländisch-Kenntnisse, indem ich den Einheimischen lauschte, welche sich über die Hitzewelle der letzten Tage unterhielten.


    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Nächster Stopp war die Vatnshellir Lavahöhle, an welcher wir passend zur nächsten Führung vorbeikamen.




    Eine sehr interessante Erfahrung und auch hier konnte ich noch etwas isländisch üben.



    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 8


    Wir fuhren nach Süden um rund um Gríndavík den neu entstandenen Lavaflächen zu sehen.



    Vorbei an Seltún und Gígvatnsvatn. Und auch der Besuch meiner „Lieblingskirche“ Krýsuvíkurkirkja durfte nicht fehlen.






    Wie für Island üblich, wurde rund um Gríndavík recht schnell alles für Touristen hergemacht. Rund um das Sundhnukusgigar Lavafeld gibt es unzählige Parkplätze, die zum Wandern durch das Gebiet einladen.



    Auch wir konnten nicht widerstehen und erkletterten den Stórhóll.





    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Nachdem ich meinem Bewegungsdrang nachgegeben hatte, wollte meine Begleitung noch einmal das FlyOver in Reykjavik besuchen.



    Für alle, die dies noch nicht kennen, kann ich hier eine echte Empfehlung aussprechen. Ich habe jedes Mal bei der „Tour“ Pippi in den Augen.



    Direkt daneben gibt es eine große Buchhandlung, die ich gerne besuche.



    Am Abend besuchten wir Krauma. Das Spa war mäßig besucht, jedoch war mir das 40 Grad heiße Wasser zu warm, da es 12 Grad Außentemperatur hatte.




    Ich vergnügte mich, indem ich dem ortsansässigen Hund Stöckchen warf. Der hatte clever gelernt, das Holz in die „Pütze“ vor dem Becken zu werfen, damit ich an diesen herankam 😊

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 9


    Relativ spontan beschlossen wir, den „neuen Einstieg“ zu Þingvellir zu erkunden, den wir aus der Luft gesehen hatten.


    Wir entschieden uns für die 52, was straßentechnisch ein Abenteuer war. Die Straße führte uns durch verlassene Weiten und wir hatten sehr viel Spaß diese zu erkunden.







    Der (für uns) neue Parkplatz am Nationalpark war schnell gefunden und wir spazierten etwas in der Grabenbruchzone herum.






    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Zum Essen machten wir in Selfoss halt. Leider war meine Bekannte nicht zu Hause. So aßen wir im Fröken. Das ist tatsächlich das erste Restaurant in Island, welches ich nicht empfehlen kann.




    Meine Begleitung wollte unbedingt, als Leidenschaftlicher Schachspieler, die Grabstätte von Bobby Fischer besuchen. Diese hatten wir bisher bei unseren Besuchen in Selfoss immer „ausgelassen“.



    Den restlichen Nachmittag stöberten wir in der Gegend herum.


    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Tag 10


    Unser letzter Tag vor der Abreise.


    Ich wollte unbedingt noch einmal Landbrotalaug besuchen. Die Gegend rund um den Hot Pot hat es mir angetan.





    Wir umrundeten noch einmal Snæfellsnes und „verabschiedeten“ uns für dieses Jahr von der Insel.




    Das Wetter war Isländisch-wechselhaft, und offen gestanden gefiel mir dies doch deutlich besser als die Hitze der vergangenen Tage.






    Nach unserer Rundfahrt packten wir uns und das Haus zusammen – und während wir doch etwas wehmütig wurden, so freute ich mich aufrichtig, dieses unbequeme und ungepflegte Haus verlassen zu können…


    Um 3 Uhr früh mussten wir bereits zum Flughafen aufbrechen und der Flieger startete im leichten Nieselregen


    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Auch von mir danke für den Bericht und die Fotos..
    .
    Für so ein mehrteiligen Bericht fehlt mir eindeutig die Muße. :girl: :help:
    .
    Ich muss meinen vom Mai 25 auch nochmal zusammenbauen und reinstellen...


    dankeschoen1

    mit freundlichsten grüßen aus dem hohen norden "von deutschland".
    Jörg
    Fotos = Flickr 500px
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