Lundi, Lupinen und Mitternachtssonne … Island, die 3.!

  • Oh man Patty !!! Was für ein toller Bericht und absolut fantastische Bilder. Diese roten Krater.... und die Laki Runde... einfach grandios!!!

    Ich habe dir nicht überall ein Herzchen gedrückt, weil ich immer gaaaaanz schnell weiterlesen wollte :S .


    Ich freue mich schon tierisch auf den Rest der Reise!

  • Heute möchte ich zum Blaflallafoss, weil es einfach so ein mega Motiv ist, wenn das Fahrzeug über den Wasserfall fährt!

    Da wollte ich schon im Vorjahr hin, aber da hatte sich eine größere Abbruchkante an einer Uferseite gebildet, so dass es mir zu riskant war.


    Nach dem gestrigen Tag fühle ich mich gewappnet ….


    Und dann trifft Irrsinn auf Wahnsinn!!! Es geht eigentlich damit schon los, dass mein Datenvolumen schon aufgebraucht ist und mit dem langsamen Rest Google Maps nicht funktioniert. Und der Campingplatz hat kein WLAN. So fahre ich blind los, weil ich ungefähr weiß, wo der Wasserfall ist. Außerdem kann ich ja jederzeit umdrehen.


    Zuerst geht es über die 208 auf die 210 und alles ist sehr entspannt! Der Einstieg ins Hochland erfolgt dann über einen extrem steilen Anstieg, ich muss mich regelrecht am Lenkrad festhalten, außerdem sehe ich null, als ich über eine Kuppe fahre.

    Es folgen viele Furten, aber alles ist gut machbar. Irgendwann biege ich auf die 233 ab , keiner hat für mich ein Hinweisschild zum Wasserfall aufgestellt. Ein Fahrzeug begegnet mir, aber der Fahrer hat scheinbar noch nie von dieser Furt gehört.

    So beschließe ich, einfach die wunderschönen Ausblicke zu genießen. Leider kommt das nicht annähernd auf den Fotos rüber!











    Schließlich erreiche ich eine größere Furt und auf der anderen Seite stehen Asiaten mit Handys zum filmen bereit! Juchhu, denke ich, gefunden und die Drohne brauche ich auch nicht, da die anderen fotografieren!

    Und ohne anzuhalten fahre ich rein …. Erst peile ich den Bogen an, aber das Wasser ist so tief, dass ich doch lieber schnell wieder hinten raus möchte! Und dann befindet sich scheinbar unter Wasser ein Steinlabyrinth, es holtert und poltert und ich denke nur …. Weiterfahren, einfach weiterfahren.



    Tatsächlich fährt mein Auto noch, als ich am Ufer ankomme, ich war da nicht sicher!!!

    Ich steige aus und die asiatischen Damen rufen kreischend „You are so brave!“ Aber ich kann nur noch sagen „No, totally stupid!“ oder etwas ähnliches, vielleicht habe ich auch nur noch gestammelt. Wie kann man so blöd sein?! Zum Glück ist es gut gegangen!

    Ich frage den Fahrer der Damen nach dem Weg, aber ich müsste zurück fahren und das mache ich ganz sicher nicht! Er empfiehlt mir einen anderen Wasserfall, aber ich möchte nur noch zum Campingplatz und nie wieder durchs Wasser fahren!

    Nur das Video meines Leichtsinns hole ich mir ab und dann geht es über die 208 nach Kirkjubaejarklaustur zurück.

  • Patty, Deine Aufnahmen von der Laki-Tour sind sensationell, einfach super !

    Aber das Foto von der Furt ist wirklich der Hammer ! Ich wäre da tausend Tode gestorben.

    Bewundere Dich wirklich für deinen Mut ! Steine--Smiley

  • 30.06.2025


    Heute verabschiede ich mich von Kirkjubaejarklaustur und fahre weiter. Zuvor möchte Rafi allerdings auch mal vor dem Stjornarfoss posieren … die beiden kommen ja auch selten vor die Tür.



    Dann halte ich kurz am Lomagnupur, der heute ein Häubchen trägt.



    Und endlich halte ich mal am Svinafellsjökull! Ich bin ganz geflasht, dass man so nah heran kommt und frage mich, warum ich immer vorbei gefahren bin?! Leider fühle ich mich von den herannahenden Wolken gehetzt und kann mir gerade so alles anschauen, bevor mich der einsetzende Regen zum Auto scheucht.




    Der Regen hat sich nicht nur verzogen, als ich den Jökulsarlon erreiche, sondern das Wetter wird richtig gut.



    So entscheide ich mich für einen Spaziergang am See und Strand. Ich bin kurz irritiert, weil ich meinen unbefestigten Parkplatz nicht finde und sehe, dass die beiden kleinen Parkplätze nun geschlossen sind. Stattdessen gibt es einen neuen, großen Parkplatz, der allerdings schon ziemlich weit weg ist. Aber ich möchte ja laufen und so geht es los!

    Zunächst bei Sonnenschein am Jökulsarlon vorbei ….



    … und dann noch zum Breidamerkursandur!




    Ich laufe dann an der Straße zurück, das ist allerdings ein eher gefährliches Vorhaben! Das Wetter ist auch schon wieder schlechter geworden.



  • Auf dem Weg nach Höfn fahre ich zu den Hoffell Hot Tubs. Mit mir kommt noch eine Gruppe vor Ort an und ich kann mich nicht richtig durchringen hinein zu gehen. Ich war tatsächlich nicht einmal irgendwo in einem Hot Tub, das darf mir nicht nochmal passieren!


    In Höfn schaue ich mir den Campingplatz an, nachdem ich kurz im Ort war. Aber das ist mir alles zu groß und voll und deshalb fahre ich auch in diesem Jahr wieder zum Vestrahorn.

    Den Abend verbringe ich auf dem mittleren Parkplatz, esse und schaue auf die dicken Wolken über den Bergen. Auch die Spiegelung ist fast nicht vorhanden, weil nicht genug Wasser da ist.



    Später sehe ich am Café noch eine große Pferdeherde, die über die Wiesen tobt. Bis ich mit meinem Handy dort bin, ist natürlich schon wieder Ruhe eingekehrt. Die Wolken kündigen schon das schlechte Wetter des nächsten Tages an!



  • 01.07.2025


    Es wird ein langer Tag … das Wetter ist gar nicht schön und so sitze ich viel im Auto. Morgens fahre ich nochmals zum mittleren Parkplatz des Vestrahorn und heute erkennt man es auch wieder.

    Dann geht es aber weiter in Richtung Osten!





    Ich biege dann nach Hvannagil ab, es ist zwar ziemlich trüb und regnet immer wieder, aber ich kenne das Tal noch nicht. Ich tuckere an den vielen kleinen Häuschen vorbei, bevor es richtig einsam wird. In einem Flussbett bin ich nicht sicher, ob ich richtig bin, fahre dann aber weiter über den gegenüberliegenden Weg nach oben. Der Weg ist schmal und scheint nicht viel befahren zu werden. Irgendwann kann man schön auf die bunten Berge des Tales sehen, die im Sonnenlicht sicherlich viel schöner sind.

    Der Weg führt danach wieder nach unten und da der Regen erneut einsetzt, drehe ich lieber um.







    Ich halte dann am Laekjavik, tatsächlich auch zum ersten Mal. Da bin ich nicht alleine, aber ich finde noch ein Plätzchen zum parken und schaue mir den Fels von oben an.



    Auf dem Weg nach Djupivogur wird das Wetter langsam besser.



  • So kann ich gemütlich durch den Ort schlendern und mir die Geschäfte anschauen. Auch zum Hafen fahre ich kurz.




    Als ich weiter fahre, muss ich feststellen, dass der Öxipass gesperrt ist. So muss ich mich mit einem frühen Abendessen, natürlich Hamburger, in Faskrudsfjördur trösten. Zum dritten Mal muss ich wetterbedingt durch die Ostfjorde durchrauschen ….





    Ich fahre dann noch durch bis zum Campingplatz am Studlagil Canyon , auf die paar Kilometer kommt es jetzt auch nicht mehr an! 🫣


  • Hallo,


    vielen Dank für die schönen Impressionen.

    Nur noch knappe 4 Wochen trennen mich von Island und die Sehnsucht steigt.

    Vielen Dank, dass du mit deinen Bildern und Berichten die Zeit etwas überbrückst thx1


    Rhia

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • 02.07.2025


    Das Wetter ist heute viel besser und so mache ich mich auf in Richtung Karahnjukar Staudamm. Es geht vorbei an der Eiriksstadakirkja und mit Stopp am Laugarvellir Hot Pot. Der ist allerdings gut besucht, so schaue ich mir nur alles an und fahre dann weiter zum Hafrahvammagljufur.

    Dort steht nur ein weiteres Auto und ich kann mal wieder die Drohne fliegen lassen.








    Am Staudamm sehe ich den Überlauf, der aktuell noch trocken ist.


  • Danach geht es weiter Richtung Laugarfell. Auf dem Weg finde ich noch die F909, welche zum Snaefell führt. Das Wetter ist mittlerweile so schön, alles muss mit. Die Strecke ist gut zu fahren, aber ich muss wieder durchs Wasser. Allerdings sind die Furten sehr klein, so dass es gar nicht weh tut.

    Die Aussicht ist sensationell, leider ist an der Hütte Schluss, danach ist die Straße noch gesperrt!




    Also alles zurück und auf nach Laugarfell. Dort möchte ich die Runde am Kirkjufoss vorbei wandern. Mit meinem Mann war ich dort vor zwei Jahren und wir haben falsch herum begonnen und sind dann aus Zeitmangel umgekehrt. Mittlerweile sind es auch 16 Uhr und niemand ist auf der Strecke. Das stresst mich irgendwie, obwohl ich ja weiß, dass ich Zeit genug habe, da es gar nicht dunkel wird. Also renne ich mal wieder los ….


    Der Wasserfall mit dem Berg im Hintergrund ist einfach wunderschön!!!

    Ich kann mich gar nicht satt sehen! Nach etlichen Fotos aus allen Lebenslagen geht es weiter.



    Erst geht es lange an diesem Fluss vorbei, sehr oft durch nasses Gelände. Dann geht der Bogen schließlich wieder an einem anderen Fluss zurück. Dort gibt es noch einige Wasserfälle.





    Schließlich brauche ich keine zwei Stunden für die Runde und habe mich umsonst gestresst. Trotzdem geht es jetzt zügig zu einem ruhigen Campingplatz an der 917.

  • Die Wasserfallrunde in Laugarfell bin ich auch bei Traumwetter gelaufen. Anderesrum als Du ... Wunderschön! Eine meiner schönsten Wanderungen letztes Jahr, die noch lange nachtwirkt. Die Landschaft, die Ruhe, das Wetter, die Farben, einfach die ganze Atmosphäre ...


    Der Kirkjufoss mit dem majestätisch thronenden Snæfell im Hintergrund war toll. Länger aufgehalten und in allen Lebenslagen fotografiert hatte ich mich allerdings am Faxi (ich glaube so heißt den "mittlere" Wasserfall mit der Brücke wo sich die Wanderwege trennen. Eben der Rundweg mit den Wasserfällen und der Wanderweg zwischen Laugarfell und Óbyggðarsetrið/ Wildernesscenter.

  • Die Wasserfallrunde in Laugarfell bin ich auch bei Traumwetter gelaufen. Anderesrum als Du ... Wunderschön! Eine meiner schönsten Wanderungen letztes Jahr, die noch lange nachtwirkt. Die Landschaft, die Ruhe, das Wetter, die Farben, einfach die ganze Atmosphäre ...


    Der Kirkjufoss mit dem majestätisch thronenden Snæfell im Hintergrund war toll. Länger aufgehalten und in allen Lebenslagen fotografiert hatte ich mich allerdings am Faxi (ich glaube so heißt den "mittlere" Wasserfall mit der Brücke wo sich die Wanderwege trennen. Eben der Rundweg mit den Wasserfällen und der Wanderweg zwischen Laugarfell und Óbyggðarsetrið/ Wildernesscenter.

    Das muss ich eigentlich auch nochmal mit mehr Ruhe machen. Deshalb war ich wahrscheinlich auch nicht so lange am mittleren Wasserfall. Auf jeden Fall sehr schön da!!!



    03.07.2025


    Ich bin viel zu früh im Osten und deshalb überlege ich, noch einmal nach Husavik zu fahren, in der Hoffnung, noch einmal einen Wal im Fjord zu sehen!

    Beim Frühstück ist es schon richtig warm, leider habe ich keine kurze Hose dabei!



    Und dann geht es wieder los. Vorbei an den schönen Bergen bei Mödrudalur, den Stinkebergen und dem Myvatn.





    Schließlich biege ich auf die 853 ab und folge dem Schild Grenjadarstadur. Ich gelange in ein ruhiges Tal mit vielen Wiesen und Höfen und erreiche dann die alte Farm.






    Außer mir ist niemand da und ich schaue mir alles in Ruhe an. Danach geht es weiter nach Husavik. Vor dem Ort biege ich noch zu einem Aussichtspunkt ab und treffe noch auf eine Reitertruppe.




  • Nach dem obligatorischen Hamburger richte ich mich auf dem Campingplatz ein und bummele noch durch den Ort. Dann betrachte ich das allabendliche Getümmel auf dem Campingplatz, wenn die letzten Fleckchen Erde erobert werden und die Autos endlos hin und her fahren, weil es so gar nicht mehr passt. Husavik gehört da auch echt zu den vollsten Plätzen.

    Zu später Stunde laufe ich wieder zum Leuchtturm, das Wetter ist wieder so schön! Diesmal sind Drohne und Kamera dabei, aber trotz langem Aufenthalt und aufmerksamer Suche ist kein Wal zu finden!

    Ich bilde mir ein, die Sonne steht schon etwas tiefer um Mitternacht … und immerhin kann ich ein schönes Foto von Schwänen schießen!



    !

  • Hallo,


    in Ruhe Wandern gehen steht auch für mich auf dem Zettel für dieses Jahr.

    Nachdem wir letztes Jahr die Hitzewelle mitgemacht haben (mitmachen mussten), möchte ich dieses Jahr wieder etwas entspannter die Landschaft genießen.


    Vielen Dank für die anregenden Bilder thx1


    Rhia

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • 04.07.2025


    Gemütlich beginne ich den Tag und fahre langsam Richtung Myvatn. Mein Übernachtungsziel ist wieder Mödrudalur und wie der Zufall es möchte, schreibt mir S., dass sie heute auch dort übernachtet! So verabreden wir uns!


    Zunächst fahre ich über die 85 und halte noch an einem Wasserfall. Der Weg dorthin ist hart über einen engen und holprigen Weg erkämpft. Mehr als einmal bin ich unsicher, ob ich überhaupt richtig bin!




    Der Wasserfall ist gewaltig, viel Wasser drückt sich an zwei Stellen durch das Gestein. Ich klettere ein wenig über den kleinen Pfad am Fluss entlang, reinfallen wäre keine gute Option! Danach geht es wieder weiter.




    Ich fahre dann zum Besucherzentrum des Myvatn und schaue mir zuerst die Ausstellung an, da es gerade schauert. Als es wieder trocken ist, laufe ich die große Runde vorbei an den vielen Kratern. Die meisten Leute laufen nur die kleine Runde und so bin tatsächlich selbst hier stellenweise alleine,







  • Aus Zeitmangel wandere ich nicht mehr in Dimmuborgir, vielleicht beim nächsten Mal. Also zurück an den Stinkebergen vorbei nach Mödrudalur.




    Auf dem Campingplatz stelle ich mich wieder an den Rand mit dem direkten Blick auf die Herdubreid.


    Dann essen S. und ich erstmal eine leckere Waffel, da es wieder kurz regnet. Wir erzählen uns von unseren bisherigen Erlebnissen und erkunden danach die ganze Farm mit allen Häuschen und Tieren.

    Auf dem Wanderweg hinter der Farm kommen wir nicht weit, da die Brücke über einen Fluss zerstört ist.






    Wir verabreden uns nochmal für den nächsten Vormittag. Nach dem Essen tritt langsam Ruhe ein und die Sonne lässt alles in einem goldenen Licht erscheinen!





  • 05.07.2025


    Am nächsten Morgen gehen S. und ich erstmal in das kleine Outdoor Geschäft vor Ort, um nach weiteren Wanderwegen zu fragen. Leider gibt es nur den einen und auch heute haben wir keine Lust auf nasse Füße. So gehen wir einen Wirtschaftsweg entlang und genießen die Stille! Tatsächlich halten wir zwischendurch an und lauschen! Man hört ….. nichts, gar nichts! Wir werden wieder vom Fluss ausgebremst und gehen wieder zurück.





    Dann trennen sich unsere Wege, es war schön mit dir!


    Ich fahre über die Schotterstraße weiter nach Osten. Kurz zucke ich am Abzweig zur Askja, aber traue mich dann nicht.

    Trotzdem fahre ich irgendwann mal nach rechts auf eine Straße ab und fahre dann lange an einem Fluss entlang bis zu einem See. Ich hoffe, noch einmal Rentiere zu sehen. Aber ich sehe nichts und niemanden und lasse bei dem schönen Wetter die Drohne fliegen.

    Von oben sieht man, das am Ende des Sees eine riesige grüne Fläche liegt, die mit etlichen Wasserflächen durchsetzt ist. Ich kann die Stelle nicht mehr auf Maps finden.




    Schließlich geht es weiter und zwar wieder auf den Campingplatz am Studlagil. Dort laufe ich noch etwas die Treppen rauf und runter und kann abends auch mal die Drohne bei türkisem Wasser durch die Schlucht fliegen lassen.





    Die Sonne ist dann aber auch hinter dem Berg verschwunden …


  • 06.07.2025


    Das Wetter bleibt traumhaft! Beim Frühstück unterhalte ich mich noch lange mit einem Pärchen aus München und fahre dann nochmal zum Aussichtspunkt an der 917, um noch ein Foto bei schönem Wetter zu machen.

    Den gelben Fluss, der hier ins Meer fließt, sieht man heute doch viel besser!




    Auch die Drohne schicke ich nochmals los.




    Danach fahre ich wieder Richtung Bakkagerdi und halte zunächst kurz an der Sledbrjotskirkja.



    Und dann noch an der Kirkjubaejarkirkja, an der ich bis jetzt, aufgrund von Regen, immer vorbei gefahren bin!




    Heute laufe ich wieder auf dem Wanderweg Richtung Störurd bis zu der Stelle, an der mein Mann gestorben ist. Es ist einfach so wunderschön dort! Bis zum Störurd möchte ich trotzdem nicht laufen …



  • Ich tröste mich mit den Papageitauchern, die mein Mann leider nie sehen konnte.




    Und dann fahre ich nochmal auf den ruhigen Campingplatz, das passt heute gut.




  • Ich bekomme immer noch Gänsehaut und Tränen in den Augen, wenn Du Deinen Mann nur schon erwähnst....

    Ich bewundere Dich so sehr, dass Du die Kraft findest, genau an diese Orte zu fahren und uns ein Stück in Deine Gedanken mit nimmst. Ich nehme an, dort fühlt er sich ganz nah an.

    Ganz viel Liebe geht raus <3

  • Ich bekomme immer noch Gänsehaut und Tränen in den Augen, wenn Du Deinen Mann nur schon erwähnst....

    Ich bewundere Dich so sehr, dass Du die Kraft findest, genau an diese Orte zu fahren und uns ein Stück in Deine Gedanken mit nimmst. Ich nehme an, dort fühlt er sich ganz nah an.

    Ganz viel Liebe geht raus <3

    Lieben Dank! Mein Mann hatte zu Lebzeiten schon immer den Schalk im Nacken und deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass er in Island mit den Trollen zusammen allerlei Schabernack treibt!



    07.07.2025


    Heute ist es genug der Wiederholungen und es wird wieder Neuland erobert!

    Das Wetter ist super und warm und ich fahre zum Mjoifjördur. Die Straße ist extrem staubig, aber der Blick über den Fjord ist gewaltig!




    Und es sind mehr Leute am Klifbrekku Wasserfall als erwartet. Die Fotos vom Wasserfall sind mir bekannt, aber es sieht doch ganz anders aus! Er wirkt immer so klein, aber die Stufen sind gewaltig hoch und der Wasserfall erstreckt sich über etliche Höhenmeter den Berg hinauf!



    Ich fahre dann weiter zum Fjord runter und bin sofort alleine.



    Ich halte kurz am US Navy Wrack für ein Foto.



    Dann geht die Fahrt weiter, vorbei an den wenigen Häusern Richtung Leuchttürme.




    An einer Infotafel halte ich wieder und erfahre, dass in dieser Bucht jemand eingesperrt wurde, dem aber gleich die Flucht gelang. Leider habe ich den Rest vergessen …



    Einmal kommen mir zwei Fahrzeuge entgegen und so glaube ich, immer noch richtig zu sein. Die Strecke zieht sich doch lange hin und wenn man niemanden sieht, ist es immer etwas komisch für mich.

    Dann erreiche ich einen Hof und bin mir unsicher, ob ich weiter fahren darf. Aber es gibt nur ein Schild, dass Hunde verboten sind, so fahre ich langsam weiter. Hinter dem Haus arbeitet eine Frau, die mir freundlich und überschwänglich zuwinkt. Also alles richtig so und natürlich winke ich fröhlich zurück. Kurz danach bin ich beim Dalatangaviti.

    Es ist sehr schön und viele Vögel fliegen dort umher. Leider ist der Wind sehr frisch, so dass ich nach einer Pause wieder zurück fahre.



  • Auf dem Rückweg steht dieser einsame Kollege neben der Straße. Ich nähere mich ganz langsam und er trottet mir entgegen. Ich öffne das Fenster und spreche ihn freundlich an. Das findet er gut, vielleicht springt was für ihn raus … aber ich füttere natürlich keine fremden Tiere!

    Ich kraule ihn etwas und muss ihn dann wirklich aus dem Fenster drücken!



    Die Aussicht auf dem Rückweg ist noch schöner!





    Bevor ich den Hafen wieder erreiche, halte ich noch an einem anderen Wasserfall, dessen Name ich jetzt nicht finde.




    Am Klifbrekku ist es am Nachmittag ruhiger und ich nutze das tolle Wetter, um mehrere Stufen hinauf zu klettern. Und wenn man direkt dran ist, ist jeder Wasserfall ein richtig großer!



    Ein nettes italienisches Pärchen macht mal ein Foto, auf dem ich auch mal bin! 😉



    Und wie seltsam ist das bitte?! Es gibt ein Sonnenhalo, aber ich sehe es nicht! Trotzdem hat mein Handy zwei Fotos davon gemacht!!!



    Schließlich fahre ich nach Seydisfjördur, mich schon mal auf dem Campingplatz einrichten, bevor die Massen wegen der Fähre kommen!

    Ein letzter Blick auf Egilsstadir.


  • 08.07.2025


    Um 02.55 Uhr stecke ich mal den Kopf aus dem Zelt und sehe diesen tollen Himmel! Leider bin ich sooooo müde, dass ich nicht aufstehen kann …



    Morgens werde ich von meinen Nachbarn geweckt, weil es sich anhört, als würden sie geradewegs durch mein Zelt laufen. Ich dachte, ich hätte das Zelt geschickt aufgebaut, direkt hinter mein Auto und seitlich durch einen Baum begrenzt. Aber der kürzeste Weg zum Sanitärhaus ist für die anderen eben zwischen meinen Auto und meinem Zelt und so laufen sie tatsächlich durch diesen engen Gang und gefühlt über meinen Kopf! Was man alles bedenken muss ….

    Nach einem ausgiebigen Frühstück laufe ich vom Campingplatz aus zur Vestdalsfossar Runde. Es liegt ein Kreuzfahrtschiff im Hafen und es ist ungewöhnlich viel los. Selbst bei der Wanderung zu den hinteren Fällen treffe ich auf einige Leute und vorne an der Straße auf große Gruppen. Trotzdem ist es einfach wunderbar bei dem tollen Wetter ohne Zeitdruck laufen zu können!









    Ich bin schon früh wieder zurück, so schaue ich noch in einem Lädchen nach Pullovern und schlendere durch den Ort.



    Zurück auf dem Campingplatz ist es wieder ganz leer geworden. Nur die Isländer sind noch da. Ich schaue mir nochmal alles an und quetsche mich dann in eine Nische, die rundherum mit einer Hecke bewachsen ist. Dafür muss ich mit meinem Panzer etliche Male vor und zurück setzen, so dass die Isländer schon fragen, ob sie mir helfen können! Sehr peinlich …. Aber schließlich stehe ich so drin, dass der Weg frei ist und mein Zelt noch zwischen Hecke und Auto passt. Endlich Ruhe!

    Und dann laufe ich doch nochmal zu dem kleinen Laden und kaufe mir wieder einen schönen Pulli, diesmal mit Pferden drauf. Und das bei 20 Grad! ☀️

  • Hallo,


    ich sage wieder einmal vielen Dank für den Bericht und die Bilder.

    Noch 7 Tage arbeiten, dann bin auch ich wieder auf der Insel und dein Bericht verkürzt die Zeit.


    Ich beneide immer alle, die in Zelten übernachten. Ich bin zu 99 % sicher, dass das nichts für mich wäre, aber einfach mal aus dem Zelt schauen und diese tollen Anblicke zu erleben ist sicher unvergleichbar...


    Rhia

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Dann sind wir zur selben Zeit auf der Insel! Der Bericht hilft mir auch, nochmal alles Revue passieren zu lassen! Beim durchsehen der Fotos erinnert man sich wieder an jede Kleinigkeit.

    Das Zelt hatte ich zum ersten Mal mit und nur bei trockenem Wetter aufgebaut. Normalerweise schlafe ich im Auto. Zwar unbequemer, aber bei üblem Wetter trocken und sicher und ewiges trocknen und abbauen entfällt! Ich habe noch keinen getroffen, der meinte, dass wäre eine tolle Art zu reisen, aber ich liebe es einfach, dass ich immer draußen bin.



    09.07.2025


    Die nächste Wanderung steht an, diesmal geht es den Berg hinauf! Ich beginne am Budareyrarfoss.



    Ich habe die Route nicht exakt im Kopf, denke aber, dass sie direkt am Wasserfall beginnt. So laufe ich einen Pfad nach oben, der immer schmaler wird, bis er sich ganz verliert! So ein Mist!

    Ich stehe schon im steilsten Stück und zurück möchte ich jetzt auch nicht mehr rutschen.

    Also laufe ich weiter über die Strecke, die am flachsten erscheint.

    Zwischendurch checke ich immer die Lage und hoffe, dass meine pinke Weste vom Ort aus nicht zu sehen ist, bevor noch jemand die Rettung hochschickt!

    Irgendwann wird es zum Glück wieder flacher, aber ich muss mich durch fast mannshohe Lupinen kämpfen! Dann kann ich, zum Glück, eine Hütte erkennen und steuere sie an. Und prompt bin ich wieder auf dem Weg!

    Puh, da war mir zwischendurch doch ganz schön mulmig!!! Merke …. Frühzeitig umdrehen …



    Und ich bin richtig froh, dass ich wieder anderen Menschen begegne!


    Nachdem ich einige Zeit auf derselben Höhe unterwegs bin, kommt der Abzweig zur roten Route. Ich habe mich seelisch soweit erholt, dass die Kletterei von neuem beginnt, aber diesmal auf dem Weg! Dann habe ich kein Problem damit.



    Ich erreiche sogar ein Gipfelbuch, obwohl es danach noch viel weiter hochgeht. Ich trage mich ein und laufe weiter.



    Zwischendurch betrachte ich immer wieder den tollen Fjord! Die Aussicht bleibt gleich, nur das Dorf wird immer kleiner. Ich kann sogar mein Auto auf dem Campingplatz sehen!



    Irgendwann geht es wieder nach unten. Das ist der schwierigste Teil, der ganze Pfad eine Zick Zack Rutscherei. Aber ich kann froh sein, dass alles trocken ist. Ich komme irgendwo oberhalb des Wasserfalls aus und laufe deshalb den Weg noch weiter bis ans Ende des Dorfes, also Richtung Egilsstadir.


    So kann ich entspannt durch ein kleines Wäldchen bis in den Ort zurück gehen.






    Nach einem Einkauf fürs letzte Abendessen muss ich erstmal duschen! Ich habe mir tatsächlich einen Sonnenbrand geholt … Naja, klagen auf hohem Niveau!

    Auf dem Campingplatz treffe ich auf einen anderen Solo Reisenden und wir quatschen den ganzen Abend.

    Und dann verbringe ich die letzte Nacht im Auto, trotz gutem Wetter, um mir das abbauen am Morgen zu ersparen.