Lundi, Lupinen und Mitternachtssonne … Island, die 3.!

  • Fortsetzung von Island, die 2.! Alles gleich und doch ganz anders …


    2024 war dann nach meinem Urlaub klar … ich bin tatsächlich infiziert! Wie konnte das passieren? Keiner hatte mich gewarnt!


    Man kann sich nur damit abfinden! Also buchte ich schon wenige Wochen später meine nächste Reise! Da die NRW Ferien spät waren, konnte ich mal den Sommer in Angriff nehmen und damit die Hoffnung die Puffins zu sehen!


    Also ging es Mitte Juni los, nach einer Nacht in Hirtshals und zwei sehr ruhigen Tagen auf der Fähre, kam ich alleine, nein, mit Rudi und Raffi, in Seydisfjördur an.



    19.06.2025


    Es dauerte ewig, bis wir den Hafen verlassen konnten. Irgendwie ging es gar nicht voran und ständig liefen Menschen nach vorne an die Spitze der Fähre. Ich konnte das Fahrzeug eh nicht verlassen und habe dann gefragt, was es denn da zu sehen gäbe. Antwort …. ein Fisch! Okay, seltsam.

    Erst am nächsten Abend habe ich erfahren, dass unsere Fähre mit Wal eingelaufen ist!!!



    Mein erstes Ziel war natürlich Hafnarhölmi, um gleich Punkt eins abzuhaken. Das trübe Wetter wurde immer besser und ich hatte schon einen tollen Blick auf Egilstadir, bevor es zu den Puffins ging.



    Natürlich war in Hafnarhölmi einiges los, aber, bis auf wenige Ausnahmen, waren die Leute wirklich sehr leise und rücksichtsvoll!

    Und die Papageitaucher sind wirklich so toll! Dort kommt man so nah dran, man könnte sie fast anfassen!

    Und die lustigen Geräusche, die sie machen! Ich war über eine Stunde dort, habe beobachtet, fotografiert und gefilmt. Es war wirklich fantastisch!




    Ich hatte mir vorgenommen, den Urlaub ganz entspannt angehen zu lassen! Mit offenen Augen fahren und alles entspannt auf mich zukommen zu lassen. Aber es war erst Mittag und deshalb ging es weiter. Über die 944/ 925 zunächst mit Halt an der Fußgängerbrücke über den Jökulsa a Bru, in Richtung Heradhsandur. Dort wollte ich zu den Klippen wandern, doch auch diesmal bin ich nicht über den Bach gekommen, auf nasse Füße hatte ich nämlich keine Lust. Der gelbe Fluss war für die Drohne zu weit, so ging es dann auf über die 917 auf den Pass mit Stopp am Aussichtspunkt.





    Und dann mit 14 % den Pass wieder runter. Da ich schon länger niemanden mehr gesehen hatte, war es wieder etwas aufregend. Zumal es Neuland für mich war.


  • Wieder unten habe ich mir den Gljufursarfoss angeschaut, immer noch alleine!



    Vor Vopnafjördur ging es dann über die 920 nach Bustarfell, halt irgendwie planlos. Und dann war es doch so spät, dass das Museum schon geschlossen war. Aber von außen sind die Häuschen auch schön und die Hunde haben sich auch über Streicheleinheiten gefreut!



    Irgendwo auf dem Weg zur 85 bin ich an einem Hinweisschild für einen Aussichtspunkt vorbei gefahren, also ab dahin. Es ging ewig nach oben, natürlich wieder alleine. Als ich schon umkehren wollte, war ich am Rand des Berges angekommen und die Sicht war atemberaubend!




    Und wenn man eh schon so weit gefahren ist, kann man doch auch noch bis Mödrudalur fahren, um die erste Nacht, jetzt schon traditionell, dort zu verbringen!


    Nach der tollen Begegnung mit dem Rentier konnte ich wunderbar mit Blick auf die geliebte Herdubreid einschlafen!




    Und


    Und doch wieder 333 km auf der Uhr ….

  • Hallo,


    vielen Dank für den neuen Bericht.

    Ich muss noch 6 Wochen warten bis ich wieder auf der Insel bin und freue mich auf den Bericht zum Vorab-Träumen :love:


    Rhia

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • Sechs Wochen sind es bei mir auch! 🇮🇸❤️ Deshalb muss ich schnell fertig werden 😁


    Oh wie schön, Dein Reisebericht, Patty!!! dafuer1 Noch knapp 3 Wochen muss ich durchhalten, bis mein Flieger am 16.8. abhebt GoIceland Da kommt mir der Reisebericht als Einstimmung sehr gelegen. dankeschoen1 thx1

    Schade, dass wir uns dieses Mal nicht sehen! Ich wünsche dir eine tolle Zeit!


    Freue mich auch sehr über einen neuen Bericht von Dir, liebe Patty ! :love:


    Bei mir geht es nächste Woche Donnerstag wieder los und die Vorfreude steigt immer mehr islandwinke

    Hach, wie schön, das geht ja schnell! Schöne Reise! 🇮🇸❤️

  • 20.06.2025


    Das Wetter ist bescheiden, grau, kalt und windig. Ich teste gleich mal meine neue Softshell Hose, ganz dünn und ideal zum Überziehen. Wahnsinn, wieviel es ausmacht, wenn der Wind nicht mehr durch die Klamotten drückt. Erstmal wird ausgiebig in der Hütte gefrühstückt und fremde Leute voll gequatscht. Das geht besser als man denkt, wenn man alleine ist.


    Und dann breche ich auf zum Dettifoss. Zum ersten Mal von der Ostseite aus. Der Weg ist viel besser als erwartet und auf dem kleinen Parkplatz nur ein weiteres Auto. Ich bewaffne mich mit Daunenweste, Daunenjacke, Schaltuch und Mütze und laufe los. Die Sicht auf den Dettifoss ist auf jeden Fall auf der anderen Seite besser, aber man kommt näher ran. Die gespannten Seile können mich zurück halten, obwohl ich viel lieber an die Kante gehen würde.



    Aber dann laufe ich zum Selfoss, mein eigentliches Ziel. Den kann man nämlich nicht gut von der anderen Seite sehen. Ausser mir ist keiner unterwegs, irgendwie wird es ständig wärmer und ich muss schon die Jacke ausziehen.

    Auf dem Weg gibt es so viele Blümchen zu entdecken, leider kenne ich keine. Überall wachsen sie im dunklen Boden.

    Und dann sehe ich den Selfoss! Wunderbar!!! Hier kann ich frei herumlaufen, die Gewalt des Wassers ist wahnsinnig!

    Auf der anderen Seite sieht man die unzähligen Menschen im Miniaturformat und ich bin ganz alleine! Hach, wie schön!



    Dann geht es zum Auto zurück und weiter zum Hafragilsfoss. Dort war ich noch nie. Als ich die 864 verlasse, geht es ziemlich steil über roten Boden rauf und runter zum Parkplatz. Das sieht echt überirdisch aus.

    Der Hafragilsfoss ist dann leider sehr weit unten, aber trotzdem sehr schön. Von mehreren Stellen aus kann man in die Schlucht schauen.



    Irgendwann erreiche ich danach Asbyrgi. Hier bin ich vor zwei Jahren mit meinem Mann im Tal zu den Seen gelaufen und war traurig, dass die Zeit fehlte, noch oben auf den Rand zu gehen.

    Ich durchforste erstmal das Infozentrum und schaue mir die Wanderwege und deren Länge an. Da es erst 15 Uhr sind, entscheide ich mich für den langen Weg, der bis ganz zum Ende des Tales führt. Nachdem man die Wand erstmal überwunden hat, ist es eine einfache Wanderung, bei der ich allerdings tausendmal am Rand Fotos mache.

    Schließlich kann ich von oben auf die Seen und Stege schauen, an denen ich vor zwei Jahren gestanden habe. Ein kleiner Wasserfall fällt in die Tiefe und ich bin wieder alleine!





    Schließlich fahre ich nach Husavik. Auf dem Weg sehe ich jede Menge Lupinen! Punkt zwei erledigt….



    In Husavik freue ich mich erstmal auf leckeres, gesundes Essen in der Tankstelle mit dem traumhaften Blick über den Fjord!




    Das Wetter wird immer besser, so dass ich auf dem Campingplatz mein neues, kleines Luftzelt aufbaue. Sehr tolles Teil, während meine Nachbarn noch Stangen sortieren, steht mein Zelt schon. Es ist so schön, dass man lange draußen sitzen kann.

    So laufe ich irgendwann zum Leuchtturm und genieße den tollen Blick in den Fjord.

    Und was sehen meine müden Augen?!

    Einen Wal 🐋!!! Und ich Dödel habe weder Kamera noch Drohne dabei! Für das Handy ist es doch etwas weit weg!



    Aber was sehe ich sonst noch um kurz vor Mitternacht?! Die Sonne!!! ☀️

    Es ist wirklich sehr komisch! 😂



    Punkt drei auch am zweiten Tag erledigt. Ich bin aber jetzt auch müde!

  • Hallo,


    tolle Bilder und unglaublich viel Vorfreude.

    Auch wenn ich schon im Norden war, habe ich es noch nicht zum Dettifoss geschafft. Dieses Jahr ist er aber fest eingeplant 8)


    Vielen Dank für das Fernweh


    Rhia

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • 21.06.2025


    Der Tag beginnt wie der vorherige aufgehört hat … warm und sonnig! Ich frühstücke ausgiebig in der Sonne und laufe dann noch ins Örtchen. Im T-Shirt! ☀️

    Bei dem schönen Wetter lassen sich ganz tolle Fotos vom Hafen und den Bergen mit ihren weißen Mützchen machen. Auch die Kirche schaue ich mir dieses Mal von innen an.



    Dann fahre ich zum Myvatn, wieder an dem kleinen Geothermie Gebiet vorbei, um ein Foto zu wiederholen, welches letztes Jahr unscharf geworden ist.




    Am Myvatn halte ich kurz auf dem Parkplatz, um die geliebte Herdubreid zu fotografieren. Der einzige Berg, den auch ich direkt erkenne! 🤣

    Der Hverfall ist auch gut zu sehen!




    Bei 18 Grad lasse ich mich doch verleiten, einen Lopapeysa zu kaufen. Es befinden sich viele Schafe darauf, das ist einfach zu schön!

    Danach halte ich kurz am Godafoss, obwohl der Parkplatz so voll ist, wie ich es noch nicht gesehen habe. Aber er gehört zu meinen Lieblingen.



    Durch Akureyri geht es schnell hindurch, nur zum einkaufen halte ich. Den Migandifoss finde ich mittlerweile im Schlaf und der Blick auf die dortigen Berge ist auch wunderschön!!!




    Die Sonne ist zwar schon länger nicht mehr da, aber es ist weiterhin warm. Dann muss ich vor dem Tunnel warten! War da schon immer eine Ampel??? Ich kann mich auf jeden Fall auch an Gegenverkehr erinnern!?



    Nach einer langen Wartezeit kommen endlos viele Autos heraus! Was ist denn hier los, sonst ist es immer ruhig gewesen. Ich kann dann schließlich nach Olafsfjördur fahren und schlage da schon am frühen Abend mein Lager auf. Der Ort ist leer und still!

    Ich nutze das gute Wetter und laufe durch den kleinen Ort bis zur Kirche und dem kleinen Hafen. Niemand ist sonst unterwegs.



    Auf dem Rückweg sehe ich etliche Autos am Strand in der Ferne stehen und vermute ein örtliches Fest. Aber ich muss noch kochen und laufe zum Campingplatz zurück. Erst spät kommen die Isländer zu ihren Wohnwagen zurück und sind ganz aufgekratzt.

    Erst am nächsten Tag erfahre ich, dass dort etliche Wale gestrandet waren und alle mit vereinten Kräften wieder ins tiefe Wasser gebracht werden konnten.

  • 22.06.2025


    Wieder kann ich draußen frühstücken, einfach herrlich!

    Dann fahre ich nicht weiter nach Siglufjördur, sondern über die Olafsfjardarvegur durchs Hinterland. Dort bin ich wieder alleine unterwegs und halte kurz an einem Wasserfall.




    Die Strecke lässt sich gut fahren, die Aussichten sind wunderschön!


    Schließlich erreiche ich wieder die 76 und auf dem Weg nach Hofsos halte ich an einer Gedenkstätte für Floki. Ich liebe die weißen Gipfel überall bei diesem schönen Wetter!




    Und dann halte ich zum ersten Mal in Hofsos und rausche nicht nur zur Grafarkirkja durch. Alles ist sehr ruhig und ich klettere zu den Basaltsäulen am Meer hinunter. Irgendwann werde ich das Schwimmbad besuchen, die Lage ist klasse!





    Natürlich halte ich trotzdem an der Grafarkirkja, das erste Mal ohne Wind, so dass ich die Drohne steigen lassen kann.



    Und dann bin ich noch zum reiten verabredet! Einmal auf einem Isländer tölten darf doch nicht fehlen und niemand muss dabei auf mich warten.

    So fahre ich nach Lytingsstadir und reite zwei Stunden auf dem braven Grani!



    Mein Outfit war viel zu warm, ich muss mich erst an den Sommer gewöhnen! Aber schön war es.

  • Auf die Empfehlung meiner Reitführerin fahre ich noch an den Strand von Saudarkrokur, um dort Robben zu sehen. Leider vergebens, trotzdem genieße ich den einsamen Abend dort.

    Vorher halte ich kurz an den Glaumbaer Farm Häusern, die natürlich schon geschlossen sind.





    Ich übernachte schließlich in Skagaströnd und bin echt erledigt!

  • 23.06.2025


    Bei bestem Wetter, aber wahnsinnigem Wind, umrunde ich die Halbinsel oberhalb von Skagaströnd. Es ist hier sehr einsam, abgesehen von etlichen Pferden!

    Ich halte zunächst am Kalfshamarsviti. Hier gibt es auch tolle Basaltsäulen. Leider verhindert der Wind einen längeren Aufenthalt.




    Dann geht es weiter und ich treffe auf die Ketubjörg Wasserfälle. Wieder ist niemand da, aber der Wind scheint immer stärker zu werden. Auf dem Weg zum Wasserfall kommt mir das Wasser schon entgegen!!!

    Ich komme kaum gegen den Wind an, denke aber, die beste Sicht hat man wohl vom Klippenrand aus. Vollkommen wahnwitzig hangel ich mich an einem Zaun nach vorne, wo der Wind noch stärker ist! Ich brauche deshalb auch zwei Hände für die Kamera, aber der Stacheldraht wird mich schon an meiner Hose halten… Schnell ein paar Fotos und dann geht’s flott zurück!



    Dann geht es noch zum zweiten Wasserfall, bevor ich erneut durch Saudarkrokur Richtung 35 fahre.




    Das Wetter wird langsam schlechter, aber ich habe trotzdem noch eine gute Sicht am Aussichtspunkt der 35 und kann über die öde Weite schauen.






    Die 35 ist in einem super Zustand, in den letzten beiden Jahren bin ich da echt langsam gefahren, wegen der ganzen Schlaglöcher! Diesmal kann ich tatsächlich 80 km/h fahren und bin schneller als gedacht in Kerlingarfjöll, wo ich übernachte.


  • Den Kálfshamarsviti habe ich letzten Sommer auch besucht. Bei Sonnenschein und wenig Wind. Von der Umrundung der Halbinsel habe ich dann abgesehen, weil es oben sehr neblig war. So habe ich die Ketubjörgwasserfälle nicht gesehen. Deine Bilder sind toll. Irre, wie die Gischt nach oben auf das Plateau sprüht ...


    Auf Deine Bilder aus den Kerlingarfjöll bin ich mal gespannt. Ich war da mal einen Tag, ca. 20213 - seit dem ist da glaube ich seeehr viel gebaut worden.

  • Den Kálfshamarsviti habe ich letzten Sommer auch besucht. Bei Sonnenschein und wenig Wind. Von der Umrundung der Halbinsel habe ich dann abgesehen, weil es oben sehr neblig war. So habe ich die Ketubjörgwasserfälle nicht gesehen. Deine Bilder sind toll. Irre, wie die Gischt nach oben auf das Plateau sprüht ...


    Auf Deine Bilder aus den Kerlingarfjöll bin ich mal gespannt. Ich war da mal einen Tag, ca. 20213 - seit dem ist da glaube ich seeehr viel gebaut worden.

    Wenn wir nochmal zeitgleich da sind, fahren wir zusammen hin. Da kann man schön laufen.

    Hier schon einmal ein Bild von den Gebäuden. 2023 noch deutlich sichtbar aufgrund des frischen Holzes, jetzt aber schon ziemlich ergraut.


  • Oh ja, das ist eine gute Idee. Ich war damals nur zu einem Tagesausflug dort bei schönsten Sonnenwetter und fand das Gebiet total faszinierend und schön.

    Es ist ja mächtig gebaut worden.. Damals gab es nur 1 Haus. Ich vermute, das ist das am linken Bildrand. Und evtl. die Nur Dach- Häuschen..Ich muss Mal in meinen alten Bildern stöbern....

  • 24.06.2025


    Am Morgen ist es in der Küche des Campingplatzes genauso so voll wie am Vorabend. Generell ist jeder Abend für mich ein Kulturschock. Nachdem ich die Tage meist einsam verbringe und kaum jemanden sehe, ist abends immer Trubel angesagt. Die Isländer sind in großer Zahl unterwegs, sind aber entspannt mit normalem Campingverhalten. Also Abstände einhalten und entspannt urlauben.

    Je später der Abend desto hektischer die Menschen. Da meist die Plätze schon gut belegt sind, wird sich zwischen die Fahrzeuge gequetscht, rücksichtslos die Türen geknallt und auch noch nach der Ankunft um 01.30 Uhr nachts herum geschrien.

    Ich verstehe es nicht, aber habe mich dran gewöhnt … die Isländer scheinbar auch, obwohl sie die Leute doch wegschicken, die ihnen die Wohnwagentür zuparken.


    Selbst in Kerlingarfjöll ist es so voll, dass ich keinen Stellplatz mehr buchen konnte, aber zum Glück kann man immer ein Zelt aufstellen.


    Das letzte Stück der Straße, vom Hotel zum Hveradalir, ist gesperrt, trotzdem sehe ich, wie einige Autos zum Parkplatz aufbrechen. Ich war in den letzten beiden Jahren mit dem Auto dort und möchte deshalb dorthin wandern.


    Ich mache mir ein schnelles Frühstück mit Eiern und Speck, das so gut riecht, dass alle gucken und eine mir dann auch sagt, dass sie gerne tauschen möchte. Und dann bin ich auch schon auf der Piste.


    Schnell bin ich wieder alleine und gehe im Sausetempo die Berge hoch. Nur für etliche Fotos bleibe ich immer wieder stehen. Nach dem Blick zurück in ewige Weite, erscheint ein Fluss und es geht beständig bergauf, mal steiler, meist aber gemäßigt.







    Es sind einige Schneefelder zu queren, da muss auch ich langsamer werden, da ich keine Stöcke dabei habe.



    An den Steigungen überhole ich weitere Wanderer, die mich seltsam anschauen. Aber alleine laufe ich wirklich ziemlich schnell, weil es sonst zu langweilig wäre.

    Schließlich erreiche ich das Tal und habe eine wunderbare Aussicht! So viel Schnee habe ich dort noch nicht gesehen! Einfach immer wieder atemberaubend!!!



    Ich laufe am Berg entlang und durch den stinkenden Dampf, aber gehe nicht mehr bis unten, da ich ja schon zweimal dort war. Ich sause wieder zurück, um noch zu duschen.


    1 1/4 Stunde hin, eine Stunde zurück inklusive fotografieren …


    Die Dusche habe ich danach für mich alleine und frisch geht es weiter auf der 35 nach Selfoss, um dort wieder einen leckeren Hamburger zu essen, bevor ich in Hella übernachte.




  • 25.06.2025


    Gestern war es schon trüb, heute soll es den ganzen Tag regnen! Deshalb verschiebe ich meine Tour ins Hochland und schaue mir ein paar schöne Wasserfälle in der Nähe an.


    Zuerst geht es zum Aegissidufoss. Ich finde ihn sehr schön, nicht spektakulär, aber doch außergewöhnlich.



    Dann halte ich zunächst an der Arbaejarkirkja, bevor es zum Arbaejarfoss geht.





    Schließlich fahre ich noch zu den Keldur Torf Häusern und der dortigen Kirche. Dort kann man sich einiges anschauen.








    Auf dem Weg zurück komme ich noch an einem Schafsortierstand vorbei und kann diesen von oben aufnehmen. Auch bei dieser Tour bin ich heute fast niemandem begegnet!



    Auf dem Weg zurück nach Hella gibt es wieder einen Hamburger 🫣 und dann ist heute früh Schluss.

  • Hallo,


    vielen Dank für die tollen Bilder und den Bericht.

    Ich sitze hier bei 27 Grad im Büro und wünsche mich nach Island....


    Rhia

    Und am Ende des Tages sollten Deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

  • 26.06.2025


    Das Wetter ist nicht super, aber trocken, also geht es auf ins Hochland!


    Wie immer halte ich am Hjalparfoss, schon deshalb, um noch einmal die Toilette aufsuchen zu können. 😁



    Dann hoppele ich über die 327 in Richtung Gjain, da ich im Vorjahr keine Zeit mehr hatte, hinunter zu gehen.

    Die Strecke ist sehr anstrengend und ich komme nur langsam voran. Deshalb halte ich auch nicht am Stöng, einem Wikinger Langhaus, was mich natürlich mittlerweile ärgert. Aber da wusste ich noch nicht, wie schnell man das Gjain Gebiet erkundet hat. Es sah nach einer längeren Wanderung aus, aber flugs bin ich durchs Tal gelaufen und habe mich zusätzlich noch vor den Augen der Ranger lang gelegt, weil ich während des Laufens auf dem schmalen Pfad unbedingt schauen wollte, was die da machen. Ich fand es ziemlich peinlich, aber sie waren ernsthaft besorgt. Sehr nett!






    Danach geht es weiter und ich halte noch am Sigöldugljufur, er ist so schön und man kann ja direkt mit dem Auto daran. Das Wasser ist diesmal auch besonders türkis!



    Auch der anschließende Stopp am Blahylur ist obligatorisch. Da kein Wind weht, kann ich die Drohne steigen lassen und das schöne Foto von den roten Kratern selbst schießen. Aber der Blahylur ist von weiter oben auch toll.



  • Und jetzt fahre ich zum ersten Mal zum Ljotipollur. Nach Landmannalaugar wollte ich diesmal eh nicht, dort ist es mir mittlerweile mit dem parken zu kompliziert.

    Und es ist einfach sooooo mega!!! Ich zehre immer noch von dem Glücksgefühl, wenn ich die Fotos sehe! Es ist einfach nur traumhaft!!!

    Ich bin tatsächlich alleine dort und der Aufstieg vom Parkplatz ist schon steil. Entsprechend komme ich schnaufend oben an und bin ganz perplex, dass dort oben ein privater Führer mit seinem Auto und einer Familie steht.

    Die Aussicht auf den Kratersee ist da schon wunderschön! Es gibt mehrere Wanderwege, auch Hufspuren sind zu erkennen. Ich laufe am Kraterrand zur höchsten Stelle und mache tausend Fotos und Filme. Nur diese mottenähnlichen Flugtiere stören etwas, ich habe mein Netz blöderweise im Auto gelassen und sie sind überall!





    Leider nähert sich der Regen und ich möchte auch wieder nach Hella zurück, so muss ich mich trennen. Auf dem Rückweg halte ich dann endlich mal am Sigöldufoss, der ist auch traumhaft!



    Natürlich zum Tagesabschluss ein leckerer Burger und Tiefschlaf in Hella!

  • 27.06.2025


    Nach drei Übernachtungen in Hella geht die Reise heute weiter. Eigentlich habe ich überlegt, auf die Westmänner Inseln überzusetzen, aber das Wetter ist mir nicht gut genug.

    So fahre ich weiter Richtung Süden und sehe den Seljalandsfoss nur von der Ferne.



    Dann fahre ich über die 246 ein kurzes Stück parallel zur Ringstraße und es ist erstaunlich, wie einsam es sofort ist! Dort kann ich den Irarfoss bewundern, vor dem gerade Stühle für eine Hochzeit aufgestellt werden. Die Organisatoren schauen besorgt zum Himmel … ich wette, die Gesellschaft wird heute nass. Es ist leider sehr wechselhaft!



    Den Skogafoss fotografiere ich nur von der Straße aus, wegen der Lupinen.



    Und dann bin ich auch schon in Vik. Da die Sonne gerade scheint, fahre ich wieder zur Kirche hoch. Auch hier kann ich Lupinen meinen bisherigen Fotos hinzufügen.




    Dann nutze ich das Wetter für einen Spaziergang am Strand. Aber das Wetter wird beständig schlechter.




    Ich laufe ganz ans Ende des Strandes zu den versteinerten Trollen, bevor ich in Richtung Thakgil aufbreche. Eigentlich wollte ich dort wandern, aber es wird gleich länger regnen!

    Trotzdem kann ich auf dem Weg noch etwas die Drohne fliegen lassen, die dann fast mit einer anderen zusammen stößt, die vor einem Mietwagen herfliegt. Die Burschen im Auto haben es gar nicht gesehen, Glück gehabt!




    In Thakgil ist einiges los, ich laufe aber nur zu dem kleinen Wasserfall und fahre dann wieder zurück.


  • Ich steuere Kirkjubaejarklaustur für die Nacht an und halte zuvor am Systrafoss. Leider laufe ich nicht mehr nach oben, erst später sehe ich, dass es dort noch einen See gibt.




    Am Campingplatz bewundere ich noch den Stjornarfoss. Ich finde, der kommt immer zu klein auf den Fotos rüber. Und dann ist Schluss für heute.


  • 28.06.2025


    Heute habe ich Großes vor! Ich möchte die Laki Runde fahren und bin wahnsinnig aufgeregt!

    Nach einiger Zeit erreiche ich die ersten Furten, die nicht viel Wasser führen. Ich schaffe es sogar mit der Drohne meine Durchfahrt aufzunehmen. Alleine nicht alles so einfach!




    Die ersten Menschen treffe ich erst am Beginn der Runde. Dort befindet sich ein Parkplatz und sogar eine Toilette. Eine Rangerin erklärt alles zu den Regeln und der Wasserdurchfahrt am Schluss. Sie macht sich bei meinem Auto keine Sorgen, also vertraue ihr ihr. Weiterhin erhalte ich die Erlaubnis, dort mit der Drohne zu fliegen.

    Zuerst wandere ich die kleine Runde durch die unteren Krater. Ich bin zu ungeduldig, um noch oben auf den Krater zu laufen, was mich natürlich mittlerweile wieder ärgert!



    Dann geht es los! Ich fahre die schwarze Piste durch das leuchtende Grün! Es sieht fantastisch aus! Immer wieder gibt es Parkmöglichkeiten an Aussichtspunkten. Ich lasse die Drohne an mehreren Stellen fliegen, aber ich finde es sehr aufregend, da ich sie nicht holen dürfte, falls sie irgendwo ungeplant abstürzt.



    Und wenn man öfters nach oben schaut, sieht man auch Sonnenhalos ….



    Es gibt verschiedene Krater, einer ist sogar mit Wasser gefüllt.





    Ein Picknick darf nicht fehlen! 😁



    Die Furt am Ende der Runde finde ich schon sehr tief. Es gluckert bedrohlich und ich bin froh, als ich wieder heil draußen bin.


  • Es war ein phänomenaler Tag mit wahnsinnigen Aussichten und genug Adrenalin!

    Entsprechend erschöpft fahre ich zurück nach Kirkjubaejarklaustur. Trotz Regen halte ich kurz am Aussichtspunkt vom Fjadrargljufur und mache ein paar schnelle Fotos. Danach bin ich richtig nass.




    Den Systrafoss sieht man von der Straße aus noch besser!