Beiträge von Vielseher

    Ich wollte heute weiterschreiben, hab auch angefangen, bis ich irgendetwas gesucht habe und auf einem Blog hängen geblieben bin.

    Wer Lust auf Reisebericht der besonderen Art hat, der schaut mal bei den Tamjaks http://thetamjaks.blogspot.com/2012/08/fire-and-ice.html

    Zwar schon 2012 erlebt aber einfach toll geschrieben. Seit 3 Stunden lese ich und nun muss ich wirklich ins Bett. Sogar meine Isländischlektion hab ich dafür verpasst.

    2. September – Sonntag

    Ohne "D" hätte ich wohl nichts gewusst vom Schafsabtrieb. Es sollte sich als das Ereignis meiner Reise herausstellen, welches mich am meisten berührt hat.

    Wir wussten ja, früh aufstehen war angesagt, Gabi wollte auch mit, aber in ihrem Kombi ist noch Ruhe. "D" ist die Frühaufsteherin, muss sie auch, denn sie muss ja jeden Morgen ihre Isländisch-Lektion lernen Taetschel-Haetschel.

    Und plötzlich: „Die Schafe kommen“. Weder gewaschen oder geduscht, noch gekämmt oder Zähne geputzt, von Frühstück ganz abgesehen Áfram Áfram, hurtig auf die Straße.

    Der Anblick, wie unzählige Schafe mit ihren Treibern die „1“ runterkamen….Schafe, Schafe, Schafe, nichts als Schafe. Die Arbeit der Menschen und die gute Laune, Wahnsinn! Einige Male mussten auch die Zuschauer gebeten werden Platz zu machen, um die Schafe nicht zu verunsichern.


    Im Gleichschritt!


    "D" und ich hinterher zum Rettír. Dieser Rettír, dem ich bis dato gar nicht so sehr meine Beachtung geschenkt habe, ist noch alt und aus Lavasteinmauern. Dass er genauso noch genutzt wird, zeigt mir das Traditionsbewusstsein der Isländer. Auf dem großen Platz ist ein Zelt aufgebaut, man kann Kaffee und andere Getränke und selbstverständlich auch Hot dogs kaufen. Meine Börse ist im Auto, das ging alles ein bisschen zu fix für mich. Ich am Morgen bin wie…, hm fällt mir gerade nichts zu ein. Jedenfalls bin ich nicht gerade ein früher Vogel, eher die Eule.

    Der Sammelplatz in der Mitte füllt sich, Wollknäuel an Wollknäuel, eines hübscher als das andere und mein Liebling ist dann auch schnell gefunden.


    Wer will mein Lopapeysa werden?


    Dann mein Moment (s.o.). Zwei der Verantwortlichen halten eine kurze Rede und dann wird gesungen. Diese Emotionen, die da in einem hochkommen, das muss man erleben und natürlich sich auch darauf einlassen wollen.

    Vater, Mutter, Kinder, Oma, Opa, alle sind nun dabei die Schafe zu finden, die zu ihnen gehören. Stück um Stück werden die Tiere in das entsprechende Familiensegment geführt. Die Art, wie das gemacht wird und, dass sogar die Kleinsten bereits mithelfen dürfen – einfach toll.

    Ich bin geflasht!


    Besser als jede Playstation.

    Das soll für heute aber noch nicht alles sein. Wir haben uns mit "J" und "H" verabredet, um zu "R" und "S" zu fahren. Wir treffen uns auf "S" Hof, zunächst trudeln" J" und "H" ein, dann beginnt das Warten auf die Schafe. Zwischenzeitlich dürfen wir uns auf dem Hof etwas umsehen.


    Das ist nicht das Wohnhaus :D

    "S" Eltern erlauben uns auch zu fotografieren und Millionen Tierchen beobachten uns. Sie wollen uns genau kennenlernen, kriechen in die Ohren, in die Nasenlöcher, unter die Brille und ich weiß nicht wohin noch. Zum Glück gibt es dagegen die Mückennetze, wenn, ja wenn man dies nicht im Badraum auf dem CP liegen lässt. Ich bin wütend auf mich selbst und schimpfe und finde es gerade absolut nicht toll hier am See die Zeit zu verbringen – aber das sag ich nicht.


    Die beiden haben gut lachen - mit Netz :(

    Wir warten ziemlich lange, die Schafe sind nicht zu hören und "H" hat dann die rettende Idee. Alle Mann, eh ne, alle Frau in sein knallrotes Vehikel und ab zum Jarðboðin zum Kaffee trinken. Allein in das Auto hinein zu kommen ist ja schon eine Herausforderung und bestimmt seh‘ ich bei dem Unterfangen nicht gerade supertoll sportlich aus. Egal, da müssen sie alle durch.

    Ist schon putzig die Menschen im Bad diesmal von der Terrasse aus zu sehen. Und der Kuchen schmeckt so saulecker, da muss ich ein zweites Stück holen. Tja, Pech gehabt, ich wusste nicht, dass dieses Stück nicht süß, sondern deftig ist. Naja, nix wie runter damit.

    Es geht wieder los zu "S" Hof und wir warten erneut. Irgendwie kommen wir auf Flensburger Pils zu sprechen und Hilmar bekommt eine trockene Kehle, aber auch das alkoholfreie lehnt er ab. Was soll man machen, wenn man schmachtende Männeraugen sieht Prost-Bier--Smiley – man verschenkt sein Bier! Eigentlich ja ein no-go, aber was tut man nicht alles für die Herren der Schöpfung. Und außerdem sind "J" und "H" extra aus Akureyri gekommen, ist ja nun auch nicht gerade mal eben so um die Ecke.

    Irgendwann hören wir das Geblöcke und die Schafe kommen. Leider fällt unser „Mini-Forumstreffen“ sehr kurz aus, denn "R" und "S" haben wenig Zeit. Wenn die Schafe da sind, heißt es ja noch nicht, dass die Arbeit beendet ist.



    Schön Euch kennengelernt zu haben.

    Wir verabschieden uns. Auf dem CP gibt es dann noch eine Überraschung für "D". Frech wie ich manchmal bin, habe ich unseren Wunschplatz tagsüber einfach mit Stromkabel und Stühlen reserviert. "D" war ganz traurig, dass sich da zwei den Platz reserviert haben. Sie ist gar nicht darauf angesprungen, als ich sagte:“da haben sich 2 Frauen den Platz gekrallt“.

    Wir waren müde, aber noch nicht so sehr, als dass wir uns auf die faule Haut legen wollten. Ein Spaziergang lag an zur Storagja. Wir waren die einzigen in der Felsspalte und es war wirklich wunderschön.


    Bizarre Kunst

    Das Gesöff zum Tagesabschluss hatten wir uns dann aber auch verdient. Sag noch einer 142 gesammelte Jahre sind nicht fit wie ein Turnschuh.


    Meine dann folgende Albtraumnacht beschreib ich dann beim Nächstenmal. Es war wirklich grausam. Könnt mich heut noch schütteln.

    Gestern haben wir herzlich gelacht. Unsere Nachbarn haben eine Wikingerkreuzfahrt für 2019 gebucht. Sie haben das gleiche Rückfahrtdatum wie ich. cheers1Die Party ist gesichertdaumenhoch

    ahhhrrrggg wieder so ein Cliffhänger hahahaha Du machst es aber auch spannend... 8o

    ...beim nächsten seid ihr dran ;). Die Bilder müssen noch vom Handy auf den PC, andere Bilder kleiner gemacht werden, dann folgt dasAussuchen der Bilder undwie das ausgeht, könnt ihr euchwohl denken:

    1. Bild - ach was war da schön

    2. Bild - was hat das Spass gemacht -

    3. Bild bis 694. Bild - lange lange lange angucken, schmachten, sehnsuchtsvoll gucken,

    letztes Bild - nach gefühlten 3 Stunden und tatsächlichen 5 Stunden - zum Glück geht es in weniger als 8 Monaten wieder los. Wird auch Zeit GoIceland

    1. September – Hauganes

    Welch ein schöner Tag, die Sonne scheint und es ist warm genug bei geöffneter Tür zu frühstücken.

    Ein kurzer Rundumblick, aha, da steht ein typisch deutsches Auto, schnell geluschert – jo, mit Münchner Kennzeichen. Ich bin mir sehr sicher, dass es sich nur um eine Fahrerin handeln kann. Warum? Na ist doch klar. Frauen geben sich mit einem Kombi zufrieden, Männer hätten sich noch ein kleines Schlafzelt neben das Auto gestellt.

    Recht gehabt es ist eine Frau. Sobald sie aus dem „Häuschen“ heraus kommt, werde ich sie fragen, ob sie einen Kaffee mit mir trinken möchte. Also warte ich, und schaue, und warte und warte. Was macht man nur solange in einem Klo mit Waschbecken? Das wollen wir jetzt mal nicht vertiefen.

    Da ist sie - Gelegenheit genutzt und gefragt und klar will sie mit mir Kaffee trinken. Wir haben eine wirklich gute Unterhaltung. Gabi kommt von einem Aufenthalt in Grönland und fährt in ein paar Tagen mit der Fähre zurück. Gemeinsam wollen wir die Hot Tubes unten am Strand noch unsicher machen.

    Ich komme etwas später und sehe in einer Tube Gabi, in einem anderen Tube ein Paar, das sich dann auch als deutsches Paar herausstellt.
    Schnell geduscht, Handtuch auf der Außenbank abgelegt und ab ins Warme.

    Kinder ist das schön – direkter Blick aufs Meer, Sonne…was kann uns der Himmel schöneres schenken.

    :huh: Ich glaube der Mann benutzt gerade mein Handtuch zum Abtrocknen, aber sicher bin ich mir nicht, doch ich bin mir sicher – wenn‘s schön macht! Der Irrtum hat sich dann aber mit seiner Frau geklärt und ich erkläre, dass es mich nicht umbringen wird.

    Gabi will noch ins Wasser – ins kalte Wasser am Strand. Bibber, zitter. Das muss natürlich mit der Kamera festgehalten werden und ich trau mich auch, zumindest mit den Füßen und das tut richtig weh. Hätte ich Badeschuhe an (Sicherheit, unbekanntes Gewässer), ich glaub ich wär noch weiter reingegangen. Ein Bild? Ne, das gibt es nicht, so wahnsinnig hübsch bin ich nicht mehr und im Vertrauen, in den drei Tubes ist es weit angenehmer, also schnell wieder da rein.


    Blick von den Hot Tubes


    Unfreiwillig wurden wir dann zur Touristenattraktion. Einer kleinen Gruppe Amerikaner wurde die wunderbare Erfindung der Hot Tubes vorgestellt und wir mittenmang. Wir kamen natürlich ins Gespräch und wie so oft wurden wir bewundert, weil wir ohne Männer unterwegs waren.
    Und wo sind die Frauen der Herren der Schöpfung????



    Tschüß Hauganes. Ich komm wieder.


    Ich will heute zurück nach Reykjahlíð, mich mit "D" treffen, denn morgen ist Schafsabtrieb. Klar, ein bisschen Hin- und Hergefahre, aber mich hetzt ja keiner und irgendwie ist die Landschaft jedesmal wieder schön. Gabi will auch auf den CP Bjarg, wir werden uns da dann wieder treffen. Das ist ja das reinste „Weibertreffen“.

    Eben noch die Benutzung der Hot Tubes bezahlen und dann ab auf die Piste. In Akureyri noch fix ins Netto etwas einkaufen. Dort gibt es richtige Brötchen! Offenbar Vater und Sohn unterhalten sich über die Brötchen und Preise und ich geb‘ meinen Senf dazu. Prompt werde ich mit einem Blick der töten könnte bestraft. Ok, sorry, war nix :/.

    Goðafoss – anhalten? Ne, lieber weiterfahren. Ich komme an Laugar vorbei und wundere mich zum wiederholten Male, wo hier der ausgewiesene CP sein soll, nicht der private weiter durch den Ort.

    Jetzt beginnt die Strecke, die ich lieben gelernt habe. Wahrscheinlich kann ich das von vielen Strecken sagen, aber hier empfinde ich das ganz bewußt. Ich fahre auch lieber die 832 entlang. Nächstes Jahr muss ich unbedingt das Vogelmuseum besuchen.
    "D" ist bereits auf dem CP und wie für mich bestellt, ist ein Platz neben ihr frei.

    Der CP ist wirklich ein Traum, direkt am Wasser, hügelig nicht „null-acht-fuffzehn“. Wunderbar.

    Ich weiß gar nicht mehr genau, wie wir den Abend verbracht haben. Vom Wein geschnasselt?


    Tja und nun muss "S" doch tatsächlich noch einen Bericht abwarten, bis er dran ist, denn morgen ist ja Schafsabtrieb.

    31. August

    Abschied von Storá-Laugar. Gestern abend hatte ich dann noch einen ultimativen "Lustigkeits-tick".

    Mehrere der zart gebauten asiatischen Damen sind in den Hot Tube gehüpft und haben sich selbstverständlich gut amüsiert, dann......kam ein Herr, ungefährer Umfang von 3 Asiatinnen oder mehr und wollte mit in den Tube. Groß genug war er ja, der Tube (mask.???). Wenn ich nicht vom Fenster weggegangen wäre, hätte ich lauthals gelacht. Es war jedenfalls ein Bild für die Götter :D.

    Mir haben die 3 Nächte gut getan, ich bin wieder fit und die Jungs, die für saubere Wäsche, saubere Küche, saubere Zimmer und und und sorgen, haben von mir als Danke eine Flasche Whiskey bekommen. Nun ist der Stoff auch weg. Ich trink sowas alles ja nicht. So'n gute Flens würde ich aber nicht verschenken, ach ja doch....das kommt aber noch.

    Es geht Richtung Hauganes, ich will mich mit "D" treffen. Ich hab's ja schon mal geschrieben, die müssen die Landschaft in 2 Jahren neu aufgebaut haben. Alles sieht so anders aus, so neu, so überraschend. Vor dem Goðafoss wird ein Stück Straße neu geteert. Mmh, Goðafoss ja oder nein? Es ist recht voll und die Busse geben sich die Reifen in die Hand. In irgendeinem sitzt "J" . Ich guck immer, ob ich sie erkennen würde.

    Goðafoss nein, weiter geht es. Irgendwann sehe ich Akureyri. Eigentlich wollte ich dort auch noch einen Tag verbringen. Zu guter Letzt hat's nicht gereicht.

    Es ist mal wieder ein Novum einfach einer kleinen Straße zu folgen und dann in einem Ort mit ca. 40 Einwohnern zu landen. Das merk ich mir8).

    Wir gehen ein bisschen spazieren und "D" zeigt mir ein paar Fotogeheimnisse


    Farbenspiel


    Kunstwerk


    Steinkunst


    Es geht wieder ein Stück zurück, wir wollen in einem noch kleinen Ort etwas essen. Und manno, das war so lecker. Klar, dass der Kaffee und ein Stück Kuchen dann auch noch Platz im Magen gefunden haben. Zum Vertreilen der Speisen sind wir dann durch die alte Heringsfabrik gestiefelt. Leider war die Gerberin nicht da, dafür gab es aber wieder schöne :nummer1: Bilder. Ne nix da, Berge, Wasser und so habt ihr genug.

    Durchblick


    Whalewatching


    " D", was guckst Du???


    Ein wunderschöner Tag, mal ein anderer Islandtag. Wir verabschieden uns und ich fahre zurück bzw. vor nach Hauganes zum CP, und der bot am kommenden Tag wieder eine Überraschung .

    Was meinst Du erst, was mein Mann und meine Tochter gedacht haben - Einweisen Taetschel-HaetschelTaetschel-Haetschel


    Noch haargenau 9 Monate, und es wird ganz bestimmt keine Frühgeburt ;(, dann bin ich auf dem Weg. Solange heißt es durchhalten.

    Youtube - alles schon gesehen

    Forumreiseberichte - alle schon gelesen

    Blogs - durchgekämmt bis zum Gehtnichtmehr

    Ironie--Smiley

    Ich glaub ich bin mal wieder soweit, dass ich ins Sjúkrakhús muss. Normal ist das jedenfalls nicht.

    Gestern auf dem Flohmarkt in Berlin entdecke ich nichts, fast nichts. Nur ein Stand springt mir sofort ins Auge und das sofort nach Betreten des Flohmarktes. An diesem Stand gab es unter anderem dies hier:




    Mit feuchten Augen, glückseelig hab ich beim Verkäufer bezahlt. Zum Glück hatte mein Mann ein Taschentuch dabei für meine Tränen.

    30. August

    Es ist doch zu schön, wenn man neben sich etwas hat, das einen total aufbaut und tröstet , weil in schwierigen Zeiten immer da - meine große Plastiktüte mit den gefühlten 10.000 Tempotaschentüchern. Genau genommen keine Tempos, sondern mittlerweile in Ísland gekaufte, importierte schwedische. Die taugen rein gar nichts.

    Zu schön beim Frühstück in aller Ruhe Leute beobachten und genießen. Eine kleine Gratisvorstellung gibt es dann von einer Asiatin (hätte auch eine Europäerin, oder sonst was sein können), die wieder in den Frühstücksraum gestürmt kommt.

    Helle und laute Aufregung, kopfloses Gerangel an dem Tisch, an dem die Gruppe gerade gesessen hatte. Madam hat ihr Handy offenbar aus dem Auge verloren. Tischdecke angehoben, auf den Stühlen geguckt, den Fußboden inspiziert - Handy war nicht da. Was für ein Gezeter, wahrscheinlich hat das Mäuschen ihr Handy irgendwo mit ins Gepäck verstaut :patsch:.

    Ich kann da durchaus aus Erfahrung sprechen, denn mein Handy und ich sind nicht immer zusammen und manchmal versteckt es sich einfach. Nach 2 Tagen hilft es dann auch nicht mehr mich selbst anzurufen. Es redet einfach nicht mehr mit mir.

    Heute soll es wieder Richtung Myvatn gehen, diesmal ins Kraflagebiet. Das Wetter spielt mit, ich fühl mich gut und mein Bus schnurrt wie ein Kätzchen. Der Parkplatz am Viti ist ziemlich voll und ich ergattere gerade noch eine Lücke zum Parken. Rein ins Getümmel, nein so schlimm ist es gar nicht. Ich hoch und na ja, hübsch blau. Einmal rum traue ich mich aber nicht, weil es doch sehr windig ist und ich Bedenken habe, dass es mich umhaut. Viele andere denken da anders.



    Also fix weiter ins Lavagebiet. ich sehe ja schon einige Leute marschieren. oje, das sieht aber weit aus, bis zum Lavafeld. Will ich das wirklich? Der Wind, meine Faulheit, es ist schon nachmittags....Mehr Ausreden fallen mit nicht ein und das ist zu wenig. Also hin.

    Immer wieder aufs Neue bin ich fasziniert darüber, was Naturgewalten für Schönheiten hervorbringen. Ich geh weiter und mache den Rundgang. Irgendwann kann ich keine Markierungen mehr sehen und genauso irgendwann sind diese wieder da.



    Da beratschlagen sie, die Drachen und Trolle und überlegen, wie sie mich erfreuen können.

    Köche sprechen immer von Geschmacksexplosionen, ich habe Gefühlsexplosionen, nicht nur hier, immer wieder :love:.


    Am Kraftwerk schaue ich noch in das Informationscenter rein. Die Dame dort ist wirklich erfreut Besuch zu bekommen. Ich sehe mir bei Kaffee den deutschsprachigen Film über die Energiegewinnung an. Begreifen kann ich soviel Technik nicht, aber einen kleinen Einblick bekomme ich schon.

    Auf der Toilette das Hinweisschild, man möge doch bitte nicht seine Schuhe im WC-Becken waschen und dann im Handtrockner trocknen. Ich frage, ob das wirklich gemacht wird. Ihr könnt es euch schon denken - ja es wird gemacht.

    Klar, dass zu guter Letzt der Halt an der ständig laufenden Dusche sein muss, klar auch, dass ein Bild gemacht werden muss. Schade, wirklich schade, dass nicht ein Adonis gerade darunter steht und duscht.

    Es ist schon so, wo ich bin, gibt es keine Wale, es gibt keine Nordlichter und es gibt keine gut gebauten ....das gehört hier nun wirklich nicht hin Stop--Smiley.

    Wieder in Störu-Laugar genieße ich noch ein Bad im Hot Tube. Das tut gut!

    Morgen gehts weiter Richtung Hauganes, ein bisschen mit "D" schnacken und sehen, wie sie so in Ísland tickt.

    Geht auch bald weiter mit meinem Bericht. Damit ich nächstes Jahr keine Kvef bekomme, hab ich mir eine Heizung gegönnt. Den Mercedes unter den Keramikheizcuben. Nächste Woche wird getestet, dann geht's mit dem Bulli nach Brandenburg.

    Ich werde wohl einen Weg finden diese 45 Euro zu umgehen. Sei es wirklich über ein Reisebüro, oder eben nach Kiel fahren. Kann dann mal wieder Heimatluft schnuppern.

    Ich wollte gerade die Fähre für nächstes Jahr buchen, war auch schon bis zum Bezahlen und musste dann aber feststellen, dass nur noch Zahlung per Kreditkarte möglich ist und die Gebühren bei einer Anzahlung von 400 Euro bei satten 45 Euro liegen. Hab daraufhin abgebrochen und werde Montag erstmal telefonieren. Auf den Terms steht 3,75%.

    29. August -
    heute wird Dimmuborgir unsicher gemacht.

    Vor 2 Jahren, man erinnere sich, wir total blöd und an vielen Stellen mehr vorbeigefahren, als angesehen.

    Eben vor 2 Jahren gab es zum Café hoch eine schmale Straße, die mich zu den Worten veranlassten "ich möchte nicht, dass mir hier jemand entgegenkommt. Sind dann auch gleich wieder umgedreht fluch. So was blödes.

    Aber jetzt bin ich ja schlauer. Erstmal rein in den Shop, sehr schön, sehr teuer, teurer als normal, aber das ist ja normal. Aha, da stehen Leute und gucken, da muss was sein. DAS ist Dimmuborgir! Ein wunderschöner Spaziergang folgt, zunächst mit einigen Mitspaziergängern, die aber, je tiefer ich in diese atemberaubende Landschaft kam, immer weniger wurden. Herrlich und absolut nicht zu anstrengend für meine Erkältung. Hab übrigens gelesen, das Schnupfen auf isländisch "kalt" heißen soll.

    Wenn ich nur plietsch genug gewesen wäre,, ich hätte an dem Tag mein komplettes Urlaubsgeld verdienen können. alleinreisende werden immer sehr leicht angehalten Fotos von den Paaren zu machen. Auf die erste Frage antworte ich noch mit "kommt auf das Bakschisch drauf an. Es wurde dann aber eine sehr amüsante halbe Stunde und sogar für mich fand sich ein Fotoapparathalter. Ja, richtig Fotoapparat. Das ist schon fast eine Besonderheit, denn die meisten fotografieren nur noch mit Handy.



    Warum reißt eigentlich jeder die Arme hoch und ich dumme Nuss mach das auch.

    Hier wollte ich hin seit Sascha Sabbaths Reisebericht. Das ganz besondere Gefühl kam dann aber später. Ich fotografiere ja gerne Steine, hier sind sie



    Na ja, ist eher ein steiniger Weg.

    Auf dem Weg zurück musste ich unbedingt noch in Höfði vorbei. Es standen etliche autos auf dem kleinen Parkplatz. Na ja, vielleicht verläuft es sich auf dem Gelände.

    Ich stocke jetzt beim Schreiben, weil ich mich erinnere, wie schön und ergreifend dieser Spaziergang war. So etwas Wunderschönes. Der absolute Genuß für die Seele. Oje, Pipi in den Augen, dort und jetzt hier.

    Ich gehe da durch und bin wieder ganz alleine und immer wieder ein überraschtes "Oh".



    Du gehst da durch und plötzlich steht man mitten in einem kleinen Garten, noch ein Stück und eine große gepflegte Wiese, weiter und ein herrlicher Miniberg mit einer traumhaften Aussicht. Ach Menschenskind, wie schön ist das.



    # Angelika die Schöne#

    28. August

    Es geht Richtung Myvatn.

    Mein Taschentuchverbrauch nimmt beängstigende Ausmaße an. Erste Überlegungen vielleicht doch ein paar Nächte in einer Unterkunft zu verbringen.

    Ahja, rechts ab gehts zum Dettifoss. Ich weiß, dass dies eine Schotterstraße ist, knapp 30 km Gehoppel und Waschbrett.

    So war es dann auch, ich mit 70 - 80 Sachen über das Waschbrett drüberweg. Es war anstrengend wegen der Geräuschkulisse. Als ich dann die letzte Kehre zu fassen hatte, dachte ich, mich trifft der Schlag. Menschenmassen, unglaublich. so schlecht kann es mir gar nicht gehen, als dass ich nicht auch rein ins Gewühl bin. Dreimal musste ich über den Parkplatz, ehe ich eine Lücke hatte. Ich war gar nicht nett und hab gar nicht jemanden anders, der auch wartete vorgelassen. Ladies first.

    Mal wieder habe ich mir dieses Naturphänomen so nicht vorgestellt. Genau genommen ja gar nicht vorstellen können. Gigantisch.




    Man kann gar sagen, von welcher Seite, welchem Winkel der Dettifoss am schönsten aussieht.



    Der Selfoss steht ihm in nichts nach


    Den Dritten, den Hrafnagilfoss hab ich mir gespart, mir gehts immer mieser. Trotzdem gut 3 Stunden dort verbracht.
    Rückweg - weiteres Nachdenken über feste Unterkunft. In Reykjahlið, dann die Entscheidung - ja. Schnell gebucht und ab. Ich konnte schon gar nicht mehr richtig gucken. Die entgegenkommenden Autos hatten 3 Lichter. Es wurde Zeit ins Bett zu gehen. In Stóra-Laugar hab ich dann ein sehr schönes Zimmer mit eigenem Bad, Frühstück, und die Möglichkeit den Hot-Tube zu benutzen, bekommen. Neben mir im Bett eine Tüte mit gebrauchten Tempos und eine Tüte mit neuen Tempos. Wenn man das gesehen hat, glaubt man es nicht. Bin jetzt bei einem Verbrauch von ca. 180 Stück.

    27. August -

    Abschied aus Laugarfell. Ich will im Hallormsstadur, einem Waldgebiet am Lagerflöt noch ein bisschen wandern, bevor ich weiter nach Möðrudalur fahre.

    Die Wanderung war wieder so eine "Glückseligkeit". Ganz allein mit mir bis zum Lambafoss und langsam wieder zurück. Es war kalt, aber sonnig.




    Pilze und Rauschebeeren überall. Ein toller Anblick. Wenn die Augen wandern gehen, wandert die Seele mit.


    Ab Richtung Möðrudalur. Eigentlich müsste ich mich an einiges erinnern, aber jetzt nach 2 Jahren sieht alles ganz anders aus.





    Jökulsa dá Brú, das kann 2016 noch nicht dagewesen sein - Scherz Ende -


    Nächste Überraschung dann der Rjúkandi, der war da, aber nicht so viele Touris. Man kann sich an all den Wasserfällen gar nicht sattsehen. Immer wieder schön.




    Wie immer toll und Leute, die das Wort Absperrung nicht kennen.


    Meine Erkältung nimmt Fahrt auf und mein Bulli den Weg zunächst nach Sænautasel, ein altes Torfgehöft, in dem es jetzt leckere Pancakes und Kakao gibt.
    Ich gönn mir das und habs auch nach der Rüttelpiste wohlverdient.




    Eine ganze Kanne Kakao und Sahne dazu. Oh wie tat das gut. Die Pulloverpreise ganz schön saftig, einer hat mir gefallen, aber 30.000 ISK war selbst mir dann doch zu viel. Ein weiteres deutsches Ehepaar war leider nicht sehr gesprächig. Typisch, einigeln, bloß nicht zuviel reden.




    Auch wenn man es nicht glauben kann, das ist der Eingang.

    Man kann hier auch übernachten, aber der CP war als solcher nicht erkennbar. Ganz sowenig Komfort muss dann doch nicht sein, so'n büschen Luxus-Lady darf sein.


    Der Wind in diesem Hochlandtal ist ätzend und beißend. Schnell weiter zum CP.
    Möðrudalur ist inzwischen Kult. Der höchstgelegene noch bewirtschaftete Hof mit CP, Unterkünften, eigener Kirche. Es ist verdammt kalt und mein Schnupfen, in isländisch übrigens "kalt", nimmt zu. Der Wind ist schlimm und ich beschließe nur eine Nacht hier zu bleiben. So bombastisch ist es hier auch nicht. Es war so kalt, dass ich zu faul war die Duschen zu suchen. Die Bilder, na ja das übliche eben, Tankstelle, Kirche von innen. Hätte gerne im Kirchenraum etwas inne gehalten, war aber leider geschlossen.

    Kurze Zwischeninfo:

    Hoffe, dass ich hier in Stóra-Laugar wieder einigermaßen gesund werde.

    Heute morgen beim Frühstück dachte eine Familie, nachdem sie gut gefrühstückt hatte, nun noch ein ergiebiges Take away :evil:.

    Positiv daran: Es waren keine Deutschen :).gps1

    Super Wetter hier oben - hahahahaha. Veður ist nicht auf meiner Seite.


    Heute habe ich gutes Internet. Bilder mach ich nachher.

    24. August-

    Die erste Nacht in Island gut verbracht und keiner hat sich beschwert, weil ich ggf. vor lauter Wonnegefühl zu laut geschnarcht habe. Schnarch ich überhaupt? Niemals.;)

    Neben mir ein holländisches Ehepaar mit Wohnwagen, das mich gleich nett begrüßte und mich zu einem Kaffee einlud. Also schnell ein paar Kekse in ein Schälchen und rüberjumpen. Irgendwann war ich dann aber doch platt. n8.1

    Heute am Freitag will ich zum Staudamm. Das Wetter scheint einigermaßen gut zu sein und auffi gehts, Einigermaßen gut ist relativ, aber es ist zumindest trocken, aber zu kalt. Mich hat der Staudamm sehr imponiert, dies ganz unabhängig von dem Frevel an der Natur. Ich halte mich lange dort auf und genieße sogar einen guten Blick in den Canyon. Ich weiß aber nicht, was die Gäste hier nicht an solchen Schildern wie "Staff only..." verstehen, und man kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn dann die Leute den Weg runtergehen, um dem Canyon am Stauwerk ganz nah zu sein :patsch:.


    Auf dem Rückweg bin ich dann einfach mal ein bisschen am CP vorbeigefahren, um zu sehen, was dann noch kommt. Als Besonderheit ein "Kunstwerk" aus Bauschaum, das ich einfach grottenhäßlich finde, Vielleicht konnte der Künstler als Kind ja nicht genug im Sandkasten spielen, aber das ist nur meine Betrachtungsweise.

    Gerade wieder auf dem CP steht eine Frau neben mir, ich dachte, evtl. die Rezeptionistin, weil ich zunächst nur für eine Nacht gebucht hatte. Ich war so dermaßen perplex, als ich erkannte, dass meine Freundin Heide vor mir stand. Das war nicht abgemacht und total überraschend. Na ja, wenn Weiber zusammen sind, wird viel geschnackt und der Abend ist etwas länger geworden- noch bei Tee, aber das wird sich ändern cheers1

    Wir verabredeten uns für den Abend auf dem CP Laugarfell. Mein Ziel am


    25. August sollte der Hengifoss sein. Vor zwei Jahren haben meine Schwester und ich ja gekniffen. Im Wanderführer steht 1:45 Stunden, also für mich ca 3 Stunden ^^. Was für ein Menschenauflauf dort. Klar wurde ich von den meisten überholt und als die zurückkamen, war ich immer noch nicht oben. Jede Bank wurde von mir heiß und innig geliebt und gab mir dann doch den Blick für alles drumherum.

    Ich fühlte mich richtig gut - hab's geschafft. Wunderbar.


    Abends in Laugarfell. Teuer, aber sehr nett und gemütlich. Heide und ich haben gekocht :D, ich die Kartoffeln und Heide das Tzatziki, Meisterleistung von uns. Nun war aber das erste Bier fällig. Nach Wetterberuhigung sollte es am nächsten Tag zum warmen Wasserfall gehen.




    26. August

    Was sehe ich beim Blick aus dem Autofenster? Nichts. Alles weiß, Waschküche total. Der Nebel war extrem hartnäckig. Erste Anzeichen bei mir am Gaumen - da ist was "im Anzug". Irgendwann am späten vormittag wird es sogar ein bisschen sonnig, nicht zuviel, sonst könnten wir Touris ja verwöhnt werden. Ich also erstmal los eine Wanderung zum Tal der Wasserfälle.




    Ganz allein, nur sehr wenige Menschen, und ein nachhaltiges grandioses Erlebnis. Ich war bei der Rückkehr ein glücklicher Mensch. Nachmittags ab zum warmen Wasserfall. Na das war ein Erlebnis! Über den Staudamm rüber und rechts, eigentlich rechts, oder doch links.

    Och, links war falsch, aber auch ganz nett, also wieder zurück. Dann bei dem Gammel-LKW abbiegen, ein Stück gefahren, ne, das muss auch falsch sein. Ab zum Staudamm, vielleicht ist jemand da, den man fragen kann und ob da jemand war. Oben rechts, jedenfalls so ungefähr. Wenn es von falsch eine Steigerung gibt, dann war diese falscher bzw. am falschesten :D:D. Der Anlauf Nummer Vier war dann der Richtige und die freundlichen Helfer sind vor uns hergefahren. Der kleine Wasserfall mit seinem Badebecken war schon irgendwie surreal. Klar, dass ich kurz rein musste.


    Wieder zurück in Laugarfell haben wir dann ein Dinner genossen. Vom Preis wollen wir mal lieber nicht reden.