Die volle Automatik würde ich der Kamera nicht überlassen, das geht zwar, aber wird nicht immer gut sein. Klar, wie oben schon beschrieben, je künstlerischer du fotografieren möchtest, desto mehr musst du mit den Einstellungen (Blende, Zeit, Fokuspunkt) justieren.
Ich kann den Tipp geben bei normalen Bedingungen mit der Zeitautomatik zu arbeiten und den Fokus selbst zu setzen. Da stellst du die Blende und den Fokuspunkt selbst ein, definierst also wieviel Tiefenschärfe du um den Fokuspunkt herum haben möchtest, bzw. wie hoch der Bokeh-Effekt sein soll, die Kamera errechnet dann selbst die Belichtungszeit. Das funktioniert meist sehr zuverlässig*. Wenn du zudem noch im RAW-Format speicherst kannst du in gewissen Grenzen die Belichtung noch gut anpassen.
*Je nach Hersteller (ich arbeite mit Nikon) kannst du in den Presets noch auswählen nach welchen Kriterien die Belichtungszeit abhängig vom Fokuspunkt errechnet werden soll. Da gibt es Spot, Mittenbetont oder Matrixmessung. Bei Spot wird wirklich nur der Punkt wo dein Fokus sitzt gemessen, bei Mittenbetont ein gewisser Radius um den Spot und bei Matrix wird das gesamte Bild das im Sucher erscheint "ausgemittelt". Ich tendiere hier in den meisten Fällen zu Mittenbetont. Bei "knackigen" Lichtverhältnissen, also wenn irgendwo im Sucher pure Sonne auf tiefsten Schatten trifft wähle ich eher Spot und verziehe die Kamera kurz zuvor - je nachdem wo ich die richtige Belichtung haben möchte. Im Zweifel probierst du je nach Situation aus. Matrix wähle ich so gut wie nicht, naja, besser gesagt eigentlich nie. Das hat Nikon nicht wirklich gut drauf 
Polfilter sind toll, insbesondere für Landschaften mit Wasser etc. Da gibt es aber halt Unterschiede bei der Art des Filters und bei der Qualität. Für den normalen Gebrauch liegt ein guter Polfilter meist irgendwo zwischen 70-120 Euro. Eigentlich sollte ein Polfilter die Farben etc. nur minimal beeinflussen, und falls doch kannst du das im Nachgang bei RAW sehr einfach korrigieren.
Anders sieht das natürlich aus wenn du Polarlichter oder Wasserfälle fotografierst. Bei Polarlicht kommst du um komplette manuelle Steuerung kaum herum und bei Wasserfällen hängt es davon ab ob du einen gestochen scharfen Wasserfall haben willst oder einen weichen. Da brauchst du im Zweifel dann aber auch einen ND-Filter.
Ich kann dir mein beschriebenes Setting sehr empfehlen und die Bearbeitung der Fotos in Lightroom (oder etwas vergleichbarem). Da kannst du auch im Nachgang alle Fotos auf einmal bearbeiten was z. B. die Sättigung oder sonstige Parameter betrifft und musst nicht immer bei jedem einzelnen Foto Hand anlegen.
Ganz nebenbei gesagt - die meisten hochwertigen Kameras liefern sehr "neutrale" Farben. Das ist auch gut so und ursächlich normal. Wir sind es nur leider durch die digitalen Medien inzwischen gewohnt dass alles farbenprächtig übertrieben wird. Deshalb macht es durchaus Sinn in RAW zu fotografieren und die "Farbenpracht" selbst anzupassen an das, wie du es mit deinem Auge wahrgenommen hast (oder wie du es haben möchtest)
Sorry für den langen Text - aber man kann Fotografie nicht mal eben in zwei Sätzen erklären 
Und nochmal ein kurzer Ausflug zum Thema "knallige" Farben, bzw. farbenfrohe Motive vs. tatsächliche Wahrnehmung. Wenn du mal Apple mit Samsung bei den Handyfotos vergleichst - meist wird Apple deutlich mehr gelobt weil die Fotos irgendwie besser sind. Zwar sind diese Fotos von Haus aus im Vergleich zu Samsung deutlich "flauer" aber technisch gesehen schärfer und fokal besser (von weiteren technischen Details ganz abgesehen). Dennoch sehen Fotos die mit einem Samsung-Handy geschossen wurden für uns besser aus. Warum? Weil Samsung bzw. Android die Farben wesentlich lebendiger darstellt. Apple hingegen orientiert sich seit Jahren am Neutralwert was zwar technisch gesehen richtig ist, aber nicht mehr dem Wunsch der Betrachter entspricht. Folglich richtig ist die Entscheidung dass beim neuen iPhone 13 dies bereits bei der Aufnahme festgelegt werden kann wie farbenfroh das Ergebnis aussehen soll.